Sonntag, 25. Januar 2026

25. Januar 1926

 


Eugen Bolay, zu Kriegsbeginn in Stuttgart als Maler tätig, wurde am 21. September 1914 zu II. Ersatz-Abteilung der Feld-Artillerie-Regiments Nr. 65 zur Ausbildung eingezogen. Nach abgeschlossener Ausbildung rückte er am 7. März 1915 zum aktiven Regiment ins Feld an die Ostfront nach Galizien. Dort erkrankte er am 28. Juli 1915 erstmals. Er wurde in Görz im Lazarett behandelt und hielt sich anschließend zur vollständigen Genesung bei den II. Ersatz-Abteilungen der Feld-Artillerie-Regimenter 65 und 13 auf. Am 27. September 1915 kehrte er rechtzeitig zum Beginn des Serbien-Feldzuges zu seinem Regiment zurück. 

Das Feldartillerie-Regiment Nr. 65 wurde nach Abschluß des Serbien-Feldzuges Ende November 1915 nach Belgien verlegt und nahm dort ab Ende Dezember 1915 an den Kämpfen vor Ypern teil. Eugen Bolay erkrankte am 6. Juni 1916 in Flandern erneut. Nach Behandlungen in Lazaretten in Forbach, Saarbrücken und zuletzt im Vereins-Lazarett in Überruh bei Wangen im Allgäu kam er Mitte Oktober 1916 wieder zur II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 13. 

Zum letzten mal zog Eugen Bolay am 20. März 1917 zum Reserve-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 26 ins Feld. Mit diesem wurde er bei Saint Quentin, Arras. französisch Flandern und im Artois eingesetzt, bevor er am 16. Juli 1917 im Heimaturlaub erneut erkrankte; seine Krankheit hatte sich bereits bei seiner letzten Erkrankung als Lungenleiden herausgestellt.

Eugen Bolay kehrte nicht mehr zur aktiven Truppe zurück. Er wurde als Kriegsrentenempfänger aus dem Heeresdienst entlassen und verstarb am 25. Januar 1926 in Stuttgart an den Folgen seiner Lungen-krankheit.



Donnerstag, 8. Januar 2026

8. Januar 1926

 


Johannes Köberle Hafner und Ofensetzer in Eßlingen am Neckar und Familienvater von drei Kindern hatte in den Jahren 1901 bis 1903 beim Infanterie-Regiment 169 gedient, hatte an zwei Reserveübungen teilgenommen und wurde als gedienter Landwehrmann bei Mobilmachung am 6. Januar 1914 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 122 eingezogen. Das Regiment rückte unmittelbar nach Aufstellung nach Lothringen aus und verblieb während der der gesamten Zugehörigkeit von Johannes Köberle dort und im Raum nördlich Verdun.

Am 31. Januar 1917  Kam Johannes Köberle krankheitshalber ins Lazarett. Er wurde am 12. März 1917 der Genesenden Kompagnie im Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 122 zugeteilt und kam von dort am 4. Juni 1917 zum Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon 23./XIII. Am 18. Juni 1917 wurde er zur kriegswichtigen Arbeitsleistung entlassen. 

Am 21. November 1917 wieder eingezogen zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 246 zog Köberle am 14. Juni 1917 zum Infanterie-Regiment 127, da in Stellungskämpfen vor Reims lag, ins Feld. Mit diesem Regiment nahm er an den Kämpfer vor Reims und Verdun, an der Frühjahrsoffensive in Frankreich und den Rückzugskämpfen vor der Antwerpen–Maas-Stellung teil. 

Nach dem Waffenstillstand folgte die Räumung des besetzten Gebietes und der Rückmarsch zu Fuß bis in den Raum Vogelsberg in Hessen. Köberle wurde als älterer Jahrgang vor dem Heimtransport des Regiments aus dem Versammlungsbereich am 15. Dezember 1918 in die Heimat entlassen. Er erholte sich nicht mehr von den Strapazen des Krieges und verstarb am 8. Januar 1926 im Krankenhaus in Cannstatt.

Dienstag, 30. Dezember 2025

30. Dezember 1925

 


Gerhard Döbeling, verheirateter Zimmermaler in Stuttgart, hatte seinen Wehrdienst in den Jahren 1908 bis 1910 beim Infanterie-Regiment 124 abgeleistet. Als gedienter Reservist wurde er am 4. August 1914 zum Infanterie-Regiment Nr. 126 nach Straßburg im Elsaß eingezogen und zog mit diesem nach kurzem Bahnschutz südlich Straßburg an die in unmittelbarer Nähe liegende Front bei Mülhausen im Elsaß. Sein Einsatz war nur von kurzer Dauer. Er wurde am 10. August 1914 bei Sennheim durch ein Gewehr-Geschoß am linken Arm verwundet. Nach der ersten Feuertaufe in der Schlacht bei Mülhausen zählte das Regiment 40 tote, 207 verwundete und 71 vermißte Unteroffiziere und Mannschaften. Zu den Vermißten gehörte auch Gerhard Döbeling. Er war verwundet in französische Gefangenschaft geraten.

Gerhard Döbeling erkrankte in Gefangenschaft auf Grund seiner durch die Verwundung bereits ange-schlagenen körperlichen Konstitution zusätzlich an Bronchitis. Er wurde deshalb aus der Gefangen-schaft entlassen, am 26. Dezember 1916 in Davos-Platz in der Schweiz interniert und am 10. Juni 1917 über die Austauschstation Konstanz ausgetauscht. In Konstanz eingetroffen, wurde Döbeling direkt ins dortige Reserve-Lazarett eingeliefert. Nach dem Lazarettaufenthalt kehrte er zur Entlassung zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 zurück.

Gerhard Döbeling genas nicht mehr vollständig von der in der Gefangenschaft zugezogenen. Erkran-kung, Er verstarb am 30. Dezember 1925 in seiner Wohnung in Stuttgart-Galbenberg.