Donnerstag, 13. Mai 2021

13. Mai 1921

 


Wilhelm Reutter, lediger Schuhmacher aus Altbulach, hatte in den Jahren 1904 bis 1906 seinen Wehrdienst beim Infanterie-Regiment 126 in Straßburg abgeleistet. Er wurde am 4. August 1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 119 eingezogen und marschierte mit diesem in die Vogesen. Am 29. August 1914 befand sich das Regiment bei Saint Dié und hatte den Befehl, den Roche Saint Martin zu nehmen. Oberstleutnant von Hoff, Führer des I. Bataillons, zu dem auch Wilhelm Reutter mit der 1. Kompagnie gehörte, schildert die Einnahme des Roche Saint Martin 1916 in der „Schwäbischen Scholle“:

„Schützenschleier vorn und zur Seite herausgeschoben windet sich die Kolonne den Steilhang hinauf; noch ist er nicht bis zur halben Höhe erstiegen, als die ersten Schüsse in der linken Flanke fallen. Rasch folgen Meldungen, daß der Felsensattel besetzt ist. So schwenken wir nach links ein, haben damit die Kompagnien kampfbereit nebeneinander, Schützenketten klettern von Baum zu Baum voran, nahe dahinter folgen die Kompagnien ebenso mühsam über den dicht mit Unterholz bewachsenen felsigen Steilhang. Man sieht nur einige fünfzig Meter weit und keinen Feind. Trotzdem prasselt mit einem Schlag Gewehrfeuer, den ganzen Hang bestreuend, von hoch oben auf uns herab. Meist geht es zu hoch, nur ganz wenige Verwundungen treten ein. Keuchend unter dem schweren Gepäck in der Gluthitze des Augusttages klettern wir aufwärts. Jetzt wird da und dort ein Gegner im Busch, auf dem Baum, hinter den Felsen entdeckt. Bald da, bald dort duckt sich eine unserer Gruppen und beginnt das Feuer. Am bergehängend sind wir in schwieriger Lage, die Stärke des Feindes nicht klar, ein Rückwärts gibt es für uns nicht, also vorwärts, um so rasch als möglich den Sattel zweihundert Meter hoch über uns zu gewinnen! Mir fällt die Aussage der Gefangenen ein, daß der deutsche Hurraruf und das Schlagen und Blasen beim Sturm nicht zu ertragen sei. Einige Spielleute schicke ich weitab vom rechten Flügel des Bataillons durchs Gebüsch, sie sollen über die Breite unserer Angriffsfront täuschen. Und nun  los. Auf der ganzen Linie Signal „rasch vorwärts!“ Schlagen aller Trommler, Hurraruf, Krachen de gegenseitigen Feuers i echoreichen Walde – so klettern wir unter Höllenlärm immer höher, schießend, brüllend, und mit vollem Fanfaro. Meine Schwarzwälder verleugnen ihre Herkunft nicht, sie klettern meisterhaft und ziehen sich gegenseitig hoch, dann hinter dem nächsten Felsblock ein paar sichere Schüsse, so wird der Sattelrand gewonnen Mit dem letzten Atem und brausenden Ruf stürzt alles vor, in wirrer Flucht nimmt der Feind Reißaus und zerstreut sich in Busch und Fels. Mehr als hundert Tote und Verwundete läßt er zurück, zahlreiche Gefangene fallen uns in die Hände, aber auch in unsern Reihen sinkt so mancher todeswund nieder. Auf der Sattelhöhe wirft sich alles erschöpft in das Moos, es wird still ringsum. Doch der Felsen zur Linken ist immer noch besetzt. Vor Dunkelheit muß er geräumt sein. Leise Befehle und Winke, dann noch einmal: „Auf, Marsch, Marsch! Hurra!“ – wie ein kurzes Hagelwetter kracht feindliches Feuer vom Felsenriff; vor der stürmenden Linie stürzt im Todessprung so mancher der Führer und hinter ihm trifft so mancher Schuß noch die todesmutig folgenden Stürmer. Dach der unüberwindlich scheinende Berg ist unser, die Reste des Alpenjägerbataillons weichen. Der Bataillonsadjutant und zwei Kompagnieführer der französischen Jäger liegen langgestreckt inmitten der gefallenen Feinde. Sie hatten sich bis zum letzten Augenblick verteidigt und ihr Leben geopfert, um den Ihrigen dem Alpenjägerbataillon 62, den Rückzug zu decken.“

Wilhelm Reutter wurde beim Aufstieg verwundet zurückgelassen, um vom nachfolgenden Sanitäts-personal versorgt zu werden. Sein weiteres Schicksal blieb ungeklärt.

Sonntag, 9. Mai 2021

9. Mai 1921


Martin Mailänder, Taglöhner und Vater von vier Kindern in Nattheim bei Heidenheim an der Brenz wurde am 2. Juni 1916 als ungedienter Ersatzreservist zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie Regiments 247 eingezogen. Am September 1916 zog er nach kurzer infanteristischer Grundausbildung ins Feld zum Reserve-Infanterie-Regiment 120, das in Stellung im Überschwemmungsgebiet der Yser lag. Am 7. Juni 1917 erfolgte ein britischer Großangriff im Wytschaetebogen bei Hooge. Die Regiments-geschichte berichtet:
„Um 4 Uhr früh ließ ein gewaltiger Schlag Himmel und Erde erbeben. Am ganzen Wytschaete-bogen fuhren die Signalsterne aus den schwarzen Staubwolken in das fahle Morgenlicht empor, ein wildes Trommelfeuer von hüben und drüben begann und währte durch anderthalb Stunden.
Nach einer Stunde kamen die ersten Meldungen, die das Bild klärten. Der Gegner war durch die ungeheuren Sprenglücken mit starken Kräften eingedrungen, an den abgesprengten Stellungs-fetzen aber stieß er auf hartnäckige Gegenwehr. Stundenlang wurde hier im Nahkampf um jeden Schritt gerungen. Am rechten Flügel, vor der Saubucht, war der Angriff zum Stehen gekommen, der linke Flügel war auf Befehl in aller Ordnung zurückgenommen worden. Die Fortsetzung des Kampfes vollzog sich nun in der Abwehrzone. Die große Sturmwelle der Engländer zerfloß, sie wurde zerteilt und aufgesogen. Der Angriff zerbröckelte in eine Anzahl heftiger Einzelkämpfe, die sich weithin über das Trichterfeld erstreckten. Freund und Feind sind wunderlich gemischt, Inseln deutschen Widerstandes allenthalben, dazwischen der Engländer, verdutzt, aber zäh, im Kreuzfeuer unserer M.-G.-Nester, die von vorne, von rückwärts, von den Seiten her arbeiten und den Feind daran hindern, seine Anschlüsse aufzunehmen und sich in geschlossener Linie festzu-setzen.“
Martin Mailänder wurde seither Angriff vermißt. Um den Nachkommen die Regelung seiner Hinterlas-senschaft zu ermöglichen, wurde er am 9. Mai 1921 vom Amtsgericht Heidenheim an der Brenz für tot erklärt.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 477

Samstag, 8. Mai 2021

8. Mai 1921

 


Gottlieb Schlichenmaier, Bauer und zweifacher Familienvater in Horbachhof bei Waldrems im württem-bergischen Oberamt Backnang, rückte beim Landwehr-Aufruf am 6. August 1914 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 121 ein. Das Regiment rückte in der Nacht vom 8. auf 9. August 1914 mit der Bahn über den Schwarzwald an den Rhein nach Neu-Breisach und von dort am 12. August 1914 nach Colmar. Am 19. August 1914 zog das Regiment durch das Münstertal zum Kapellenberg, wo es seine Feuertaufe erhielt. Gottlieb Schlichenmaier war im Gefecht durch einen Schuß durch den Oberschenkel in die Blase schwer verwundet worden. Er kam auf den Verbandplatz in Günsbach und kam am 8. September 1914 im Lazarett in Lyon-Villemanzy wieder zu sich – der Verbandplatz in Günsbach war noch am 19. August mit Personal und allen Verwundeten in französische Hände gefallen. Sein Aufenthalt in Frankreich bis zum 8. September 1914 blieb laut Stammrolle „infolge Körperschwäche“ unbekannt.
Gottlieb Schlichenmaier wurde am 13. Juli 1915 über die Schweiz ausgetauscht und kam zunächst ins Lazarett in Karlsruhe, am 23. Juli 1915 ins Reserve-Lazarett 6 nach Stuttgart und am 28. Juli 1915 ins Vereins-Lazarett Wilhelmsspital in Stuttgart. Am 31. Januar 1916 wurde er von dort zum Ersatz-Batail-lon entlassen. Am 1. April 1916 schied Gottlieb Schlichenmaier als dauernd arbeitsverwendungsunfähig mit Invalidenrente aus dem Heeresdienst aus. Er verstarb am 8. Mai 1921 nach langem Leiden im heimatlichen Horbachhof.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 485

Mittwoch, 5. Mai 2021

5. Mai 1921

 


Albert Glaser, lediger Bäcker aus Markgröningen, wurde am 25. September 1915 mit dem Jahrgang 1896 regulär zum Wehrdienst eingezogen. Er kam zunächst zur Grundausbildung zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 120, dann am 5. Januar 1916 an die Front zum Infanterie-Regiment 121, bei dem er am 21. Februar 1916 in Flandern durch einen Durchschuß des Oberschenkels mit einem Gewehr-Geschoß verwundet wurde. Am 10. April 1916 kehrte er zum Regiment zurück.
Albert Glaser wurde am 24. August 1916 bei Longueval an der Somme als vermißt gemeldet. Durch Mitteilung seiner Eltern erfuhr das Regiment im November 1916, daß er in englische Gefangenschaft geraten war. Er wurde am 3. September 1919 aus er Gefangenschaft entlassen und kehrte am am 8. September 1919 vom Durchgangslager Limburg an der Lahn in die Heimat zurück. Albert Glaser verstarb am 5. Mai 1921 an den Folgen von Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft.

Karteikarte des Nachweisbüros des württembergischen Kriegsministeriums; Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 590

Karteikarte des Internationalen Roten Kreuzes; Bild: grandeguerre.icrc.org



Sonntag, 25. April 2021

25. April 1921

 



Paul Schmid, verheirateter Mechaniker in Stuttgart und Vater einer Tochter, wurde am 5. August 1914 als gedienter Landwehrmann zum Reserve-Infanterie-Regiment 120 eingezogen. Bereits bei der Feuertaufe des Regimentes am 18. August 1914 bei Grendelbruch in den Vogesen wurde er als verwundet gemeldet. Spätere Nachforschungen nach seinem Verbleib blieben ergebnislos, so daß er ab dem 8. März 1916 als vermißt geführt wurde. Er wurde am 25. April 1921 vom Amtsgericht Cannstatt mit Todesdatum 18. August 1914 offiziell für tot erklärt.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 477


Mittwoch, 14. April 2021

14. April 1921

 



Josef Kopp befand sich bei Kriegsausbruch seit Oktober 1913 beim Infanterie-Regiment 126 in Straßburg im Elsaß. Er marschierte am 8. August mit seinem Regiment Richtung Westen und wurde am 30. August beim Angriff der Franzosen auf die deutschen Stellungen im Wald bei Raon-l' Étape durch eine Gewehrkugel am Gesäß verwundet. Auf die Verwundung folgten Lazarettaufenthalte in Würzburg – bis Ende Mai 1915 – und Rottweil. Am 20. Juli 1915 wurde Josef Kopp vom Reserve-Lazarett Rottweil der Garnisons-Kompagnie des Ersatz-Bataillons überwiesen und von dort als dienstunfähig mit monatlicher Versorgung nach Deißlingen entlassen. Er verstarb am 14. April 1921 an den Spätfolgen seiner Verwundung.

Samstag, 10. April 2021

10. April 1921

 


Ernst Sigmann hatte seine dreijährige Miltärdienstzeit als Kavallerist ab Oktober 1908 beim Ulanen-Regiment 19 absolviert. Er wurde am 4. August 1914 zum Württembergischen Reserve-Dragoner-Regiment eingezogen und erhielt bereits am 20. August 1914 auf dem Donon in den Vogesen einen Oberschenkelschuß, Nach mehrwöchigem Lazarettaufenthalt wurde Ernst Sigmann  am 21. Oktober 1914 zum Dragoner-Regiment 26 versetzt, mit dem er bis 1918 an den Kämpfen in Nordfrankreich, Flandern, Rumänien und Lothringen.
Am 30. September 1918 wurde Ernst Sigmann bei Hendecourt durch einen Schrapnellschuß am kleinen Finger der rechten Hand leicht verwundet. Er kam am 9. Oktober 1918 aus dem Lazarett zur Ersatz-Eskadron. Auf Grund der Beförderungssperre mußte er nicht mehr an die Front und wurde von dort am 16. November 1918 vorzeitig zur Arbeitsleistung beim Dampfsäge- und Hobelwerk in Schorndorf entlassen. 
Ernst Sigmann verstarb am 10. April 1921 „an Kriegsfolgen“ in Schorndorf. Er hinterließ eine Witwe mit drei Kindern. 

Dienstag, 6. April 2021

6. April 1921

Franz Kraus

Unterlehrer in Wiesensteig. † 6. April 1921.

Geb. 29. 9. 95 in Gmünd, Sem. Gmünd seit 1911, rückte nach Ablegung der 1. Dienstprüfung im Jan. 1916 nach Cannstatt ein und stand beim Gren. Reg. 119 im Felde – E. K. II. silb. M. V. M. Im April 1917 wurde er durch A. G. schwerverwundet, Unterschenkelamputation. Nach seiner Entlassung Unterlehrer in Hofherrnweiler und Wiesensteig. Am 6. April 1916 starb der mit besonderer Liebe musikalisch tätige, aufrichtige und bescheidene Mann nach langem Leiden an Tuberkulose. Er ruht in Mengen“

aus: „Ehrenbuch der im Weltkrieg gefallenen kath. Lehrer Württembergs“, Biberach an der Riß 1927

 


Donnerstag, 1. April 2021

1. April 1921


Wilhelm Däuber wurde am 3. August 1914 als gedienter Unteroffizier der Landwehr zur 16. Kompagnie des Landwehr-Infanterie-Regiments 121 eingezogen. Nach sieben Monaten der Kämpfe in den südlichen Vogesen trat das IV. Bataillon Mitte März 1915 zum neu aufgestellten Landwehr-Infanterie-Regiment 126 über. Mit diesem verblieb Wilhelm Däuber zunächst im südlichen Elsaß, kam im Januar 1916 an den Rhein-Rhone-Kanal, im Februar 1917 nach Lothringen und im Mai 1917 an die Ostfront an den Stochod in Wolhynien.
Als gelernter Schriftsetzer wurde Wilhelm Däuber am 2. August 1917 auf Anforderung des Verlags-hauses Strecker und Schröder in Stuttgart vom Heeresdienst zurückgestellt. Er verstarb am 1. April 1921 in seiner Heimatstadt Stuttgart an „Kriegsfolgen“.

Mittwoch, 31. März 2021

31. März 1921

 


Friedrich Hertneck, Bäcker aus Vaihingen auf den Fildern trat am 22. September 1916 beim Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 ein, wurde am 20. Dezember 1916 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Reserve-Division hinter der Front verlegt und am 2. April 1917 dem Reserve-Infanterie-Regiment 119 zugeteilt. Er wurde am 15. Juli 1918 bei Puisieux vermißt. In der Stammrolle findet sich noch der Eintrag „soll schwer verwundet in englische Gefangenschaft geraten sein“, der sich aber als unzutreffend erwies.

Laut Regimentsgeschichte bestand die 1. Kompagne, der Friedrich Hertneck angehörte, nach den Kämpfen am 15. und 16. Juli 1918 noch aus sechs Mann. Der Eintrag zum 15. Juli 1918 lauter:

„Den ganzen Vormittag des 15. Juli blieb es ruhig. Plötzlich setzte nachmittags 4.55 Uhr schlagartig Trommelfeuer ein und schon um 5 Uhr griffen die Engländer an. In alten, vor der Stellung laufenden Gräben hatten sie sich herangeschlichen und aufgebaut. Drei starke Schützenlinien liefen Sturm, überrannten die vordere Linie und gelangten bis in den „Habichtsweg“. Reste der 1. und 2. Komp. brachten den Angriff zunächst zum Stocken. Das II. Batl., das als Bereitschaft vor der Artillerie lag, füllte die Lücken, das III. Batl. im Lager in Biefvillers wurde alarmiert und die 9. und 12. Komp. vorgezogen. Auch rechts war der Gegner beim Inf.-Reg. 180 ins Vorfeld eingedrungen. Ein zweiter Angriff abends erweiterte die ersten feindlichen Erfolge.“

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 476


Mittwoch, 3. März 2021

3. März 1921

 


Josef Sauter, lediger Maurer aus Ratshausen, befand sich bei Kriegsausbruch seit dem 13. Oktober 1913 beim Infanterie-Regiment 127 und marschierte am 8. August 1914 mit diesem ins Feld. Am 22. September 1914 verlor er bei Charpentry durch ein feindliches Infanterie-Geschoß die beiden vorderen Glieder des rechten Zeigefingers. Nach Entlassung aus dem Lazarett wurde Josef Sauter am 11. Januar 1915 als kriegsunbrauchbar mit Versorgung entlassen, da er den Abzugsbügel eines Gewehres nicht mehr problemlos betätigen konnte.

Nach den großen Verlusten der Schlachten des Jahres 1916 wurde Josef Sauter am 1. August 1916 trotz seiner Einschränkung wieder zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 127 eingezogen und kam am 1. Oktober 1916 zu seinem alten Regiment ins Feld.

Josef Sauter erkrankte am 3. Dezember 1916 an der Somme an Bronchialkatarrh und kam ins Lazarett. Er kehrte nicht mehr an die Front zurück und verstarb am 3. März 1921 in der Heimat an den Folgen seiner Erkrankung.





Sonntag, 28. Februar 2021

28. Februar 1921

 


Adolf Seitz trat am 8. Oktober 1914 als Kriegsfreiwilliger beim Ersatz-Bataillon de Landwehr-Infanterie-Regiments 120 ein. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 17. Dezember 1914 zum Feld-Regiment in die Stellungskämpfe bei Savonnières. Nach einigen Monaten Dienst an einer relativ ruhigen Front mußte er wegen einer Verwundung ins Lazarett. Nach der Lazarettbehand-lung und dem anschließenden Aufenthalt beim ersatz-Bataillon zog er am 7. Juli 1915 wieder an die Front nach Flandern zum Reserve-Infanterie-Regiment 247. 
Am 23. Dezember 1915 erkrankte Adolf Seitz an Herzbeschwerden. Er kam für vier Wochen ins Lazarett und am 23. Mai 1916 zum Ersatz-Bataillon. Am 19. Juli 1916 kehrte Adolf Seitz wieder an die Front zurück, diesmal zum Reserve-Infanterie-Regiment 122, das in den Kämpfen bei Arras stand. Dort erkrankte er am 9. Januar 1917 erneut. 
Nach seiner Rückkehr aus dem Lazarett wurde Adolf Seitz am 17. Februar 1917 zur Ausbildung am Maschinengewehr der 2. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie in Münsingen überwiesen. Von dort kam er Mitte Mai 1917 zur 3. Maschinengewehr-Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 119 in die Siegfriedstellung. Am 16. Juli 1917 wurde er durch einen Schrapnellsplitter am Oberschenkel bei Bullecourt schwer verwundet. Nach Aufenthalt in Lazaretten und beim Ersatz Bataillon wurde er schließlich am 30. April 1918 aus dem Heeresdienst entlassen.,
Adolf Seitz verstarb am 28. Februar 1921 an den Folgen von Verwundung und Krankheit im Versor-gungskrankenhaus in seiner Heimatstadt Heilbronn.

Samstag, 20. Februar 2021

20. Februar 1921

 


Eugen Jetter wurde am 30. Juli 1917 als Landsturm-Rekrut zum Ersatz-Bataillon des Füsilier Regiments 122 eingezogen. Er kam am 22. Dezember 1917 zur weiteren Ausbildung hinter der Front zum Feld-Rekruten-Depot der 243. (Württembergischen) Infanterie-Division in die Umgebung von Verdun. Am 9. April 1918 wurde Eugen Jetter dem Infanterie-Regiment 479 zugeteilt. Er wurde am 21. Mai 1918 bei Albert durch einen Granatsplitter im Gesicht leicht verwundet, erlitt am 13. August 1918 bei Suzanne eine Gasvergiftung und wurde am 17. Oktober 1918 bei Le Cateau nochmals durch einen Granatsplitter an der linken Hand leicht verwundet. Am 29. November 1918 wurde Eugen Jetter in der Nähe von Siegburg „infolge Wundlaufen beider Füße“ ins Lazarett eingewiesen. Er hatte bis dahin seit Beginn des Rückmarsches östlich Charleroi in Belgien am 12. November 1918 mit seinem Regiment rund 250 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.
Eugen Jetter verstarb am 20. Februar 1921 in seiner Heimatstadt Tuttlingen an Kriegsfolgen. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt.

Mittwoch, 17. Februar 2021

17. Februar 1921

 


Karl Bihler, Seminarist in Reutlingen, wurde am 30. Juli 1917 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 eingezogen. Nach der Infanteristischen Grundausbildung kam er am 20. Dezember 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 243. (Württembergischen) Infanterie-Division ins Feld und wurde dort in der Nähe der Somme unter frontnahen Bedingungen weiter ausgebildet. Am 2. Juli 1918 wurde er von einem Granatsplitter an der linken Hand leicht verwundet und kam nach Lüttich ins Lazarett. 
Karl Bihler war am 20. Juli 1918 kaum zur Truppe zurückgekehrt, da wurde seine Kompagnie am 23. August 1918 bei einem englischen Angriff zwischen Cappy und Chuignes an der Somme fast vollständig aufgerieben: Karl Bihler wurde hierbei durch ein Artillerie-Geschoß am Kopf schwer verwundet. Nach der Erstversorgung im Feld Lazarett kam er am 14. September 1918 nach Göttingen und wurde dort in verschieden Lazaretten behandelt. Er wurde am 5. April 1919 „behelfsmäßig“ aus dem Lazarett entlassen und verstarb am 17. Februar 1921 in der Heimat an den Folgen seiner Verwundung


Samstag, 6. Februar 2021

6. Februar 1921


Karl Waldenmaier, lediger Bauer aus Plüderwiesenhof, wurde am 5. November 1915 als ungedienter Landsturmpflichtiger zu Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 eingezogen und kam am 29. August 1916 zum Infanterie-Regiment 126 ins Feld direkt in die Schlacht um Verdun und von dort Ende Oktober 1916 in die Schlacht an der Somme. Am 5. November 1916 wurde er durch einen Gewehrschuß am Ohr und Oberkiefer verwundet. Er kam am 24. November 1916 kam er zu seinem Regiment zurück und kämpfte mit diesem nochmals kurz in den Stellungskämpfen vor Verdun.
Karl Waldenmaier geriet am 15. Dezember 1916 in französische Gefangenschaft. Erkrankt wurde er am 25. Oktober 1919 aus der Gefangenschaft entlassen, während die Mehrzal der deutschen Kriegsge-fangenen in Frankreich zu Aufräumungsarbeiten ins ehemalige Kampfgebiet im Norden verlegt wurden. 
Direkt aus der Gefangenschaft kam Karl Waldenmaier ins Garnisons-Lazarett Ulm und anschließend in die Reserve-Lazarette Solitüde, Ludwigsburg und Tübingen. Am 4. Februar 1920 wurde er schließlich aus dem Militärdienst entlassen. Wie sehr ihn seine Oberkieferverwundung beeinträchtigte, geht aus den Aufzeichnungen zu seiner Gefangenschaft hervor – er scheint nicht mehr in der Lage gewesen zu sein, den eigenen Namen verständlich auszusprechen. Karl Waldenmaier verstarb ein Jahr nach seiner Entlassung an den Folgen von Krieg, Verwundung und Gefangenschaft.

Karteikarte der Gefangenenkartei des Württembergischen Kriegsministeriums
Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 590

Auszug aus einer französischen Lagerliste „Waldencier“

Karteikarte der Gefangenenkartei des Roten Kreuzes in Genf „Waldenzier“



Freitag, 29. Januar 2021

29. Januar 1921

 


Karl Eberlein, lediger Schuhmacher in Lauffen am Neckar, befand sich bei Kriegsausbruch bereits seit zehn Monaten als Rekrut beim Füsilier-Regiment 122. Er marschierte bei Kriegsbeginn mit seinem Regiment nach Nordfrankreich aus, wo er am 25. November 1914 an einem Herzleiden erkrankt ins Lazarett mußte. Nach seiner Genesung kehrte er am 15. Februar 1915 zum Regiment zurück, das sich zwischenzeitlich in russisch Polen befand, mußte aber bereits am 21. März 1915 nach erneuter Erkrankung wieder ins Lazarett. Nach Entlassung aus dem Lazarett wurde Karl Eberlein am 24. Juni 1915 vom Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 zur 1. Ersatz-Gebirgs-Kompagnie und am 7. Oktober 1915 zum Württembergischen Gebirgs-Bataillon versetzt. Mit diesem kämpfte er zunächst in den Vogesen, von Ende Oktober 1916 bis Anfang Februar 1917 in Rumänien, dann wieder in den Vogesen. Anfang August 1917 wurde das Bataillon wieder nach Rumänien verlegt, dann, nach kurzem Zwischenaufenthalt in Mazedonien, im September 1917 an die italienische Front. Nach Abschluß des Italien-Feldzuges im Januar 1918 war Karl Eberlein mit seinem Bataillon wieder in den Vogesen. Hier erkrankte er am 15. März 1918 erneut.
Karl Eberlein kehrte am 8. Juni 1918 nochmals zu seiner inzwischen zum Regiment aufgestiegenen Einheit zurück und kämpfte noch einige Monate mit dem Gebirgs-Regiment in Nordfrankreich und den Vogesen. Am 30. Oktober 1918 wurde er wegen seiner körperlichen Verfassung zum Ersatz-Bataillon zurückversetzt und von dort am 21. November 1918 entlassen. Er verstarb am 29. Januar 1921 in Heilbronn.

Dienstag, 26. Januar 2021

26. Januar 1921


Christian Haag, Pferdebauer und Straßenwart in Großsachsenheim und Vater von fünf Kindern, wurde am 3. August 1914 zur Artillerie-Munitions-Kolonne 9/XIII. eingezogen und zog mit dieser ins Feld. Die Kolonne war zunächst selbständig, wurde später in Leichte Munitions-Kolonne 1091 umbenannt und dem Feldartillerie-Regiment zugeteilt. Sie war 1914 in Nordfrankreich, 1914 und 1915 in russisch Polen, 1915 und 1916 in Serbien, im Sommer 1916 in Flandern und dann bis November 1918 wieder in Nordfrank-reich im Einsatz.
Christian Haag war ohne Unterbrechung mit der Kolonne im Feld bis er am 15. Oktober 1918 wegen einer fieberhaften Erkrankung ins Lazarett überwiesen wurde. Er verstarb am 26. Januar 1921 an Folgen des Krieges.

aus: „Kriegs-Chronik der Stadtgemeinde Großsachsenheim“, Bietigheim 1925

Donnerstag, 21. Januar 2021

21. Januar 1921

 


Karl Greis, gedienter Dragoner und im Zivilberuf Kellner in Stuttgart, wurde zu Kriegsbeginn am 2. August 1914 zum Dragoner-Regiment 26 eingezogen. Er marschierte mit seinem Regiment ins Feld und kämpfte in Nordfrankreich, Flandern und Lothringen. Ende Oktober 1916 wurde das Regiment nach Rumänien verlegt und nahm am Vormarsch über das Vulkangebirge ins Landesinnere teil.
Karl Greis wurde seit 16. November 1916 Rande Schlacht bei Targu Jiu vermißt. Später stellte sich heraus, daß er in rumänische Gefangenschaft geraten war. 
Nach dem Waffenstillstand mit Rumänien wurden die Kriegsgefangenen zügig ausgetauscht. Einige wenige wurden jedoch wegen fehlerhafter Registrierung nicht erfaßt, waren wegen Erkrankungen nicht transportfähig, oder wurden einfach vergessen. Zu diesen muß wohl auch Karl Greis gezählt werden.


Freitag, 15. Januar 2021

15. Januar 1921

 

Ernst Schmidt, lediger Kaufmann aus Renningen, wurde am 30. April 1915 als Rekrut zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 eingezogen. und kam nach verkürzter Grundausbildung am 19. Juli 1915 zum Reserve-Infanterie-Regiment 246 ins Feld nach Flandern. Bereits am 25. September 1915 wurde er in den Kämpfen um die Bellewaarde-Ferme durch eine Schußfraktur im Schultergelenk verwundet und wurde ins Kriegslazarett 123 in Iseghem eingeliefert. Hier verliert sich seine Spur. Er wird wohl nicht mehr zur Truppe zurückgekehrt sein. Auf dem Kriegerdenkmal an der Renninger Kirche ist sein Todesdatum mit dem 15. Januar 1921 angegeben.



Montag, 11. Januar 2021

11. Januar 1921


Jakob Beutler, lediger Tapezierer aus Ebhausen, wurde am 8. Januar 1915 als ungedienter Landsturm-pflichtiger zur 1. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie XIII. eingezogen und kam nach kurzer Grundaus-bildung am 13. April 1915 zum Maschinengewehr-Zug 52 ins Feld. Nur durch einige Lazarettaufenthalte infolge Erkrankung unterbrochen, kämpfte er ununterbrochen mit seiner Einheit (der Maschinengewehr-Zug war der 21. (Württembergischen) Ersatz-Brigade unterstellt und kam 1916 zur Maschinengewehr-Kompagnie des Ersatz-Infanterie-Regiments 52, das 1917 in Infanterie-Regiment 479 umbenannt wurde) bis kurz vor dem Waffenstillstand in Nordfrankreich.
In der Tankschlacht von Le Cateau am 17. Oktober 1918 versuchte sein stark dezimiertes Regiment einen feindlichen Durchbruch zu verhindern. Hierbei wurde Jakob Beutler durch ein Artillerie-Geschoß schwer verwundet und verlor den linken Unterarm. Er verstarb am 11. Januar 1921 in der Heimat an den Folgen seiner Verwundung.

Freitag, 8. Januar 2021

8. Januar 1921

 


Johannes Gengenbach, zweifacher Familienvater und Wagner in Stuttgart, wurde am 16. Juli 1915 als ungedienter Landsturmrekrut zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 eingezogen. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 19. Oktober 1915 zum Reserve-Infanterie-Regiment 122 in die Stellungskämpfe nördlich Reims. Nach einer Erkrankung an fieberhaftem Bronchialkatarrh im Februar 1916 kehrte er am 24. Juli 1916 zum Regiment an die Westfront zurück. 
Seit dem 15. Oktober 1916 wurde Johannes Gengenbach bei Génermont vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten, die er in Lagern bei Orléans und Tours zubrachte. Anfang Januar 1919 wurden die deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich nach Nord- und Norostfrankreich verlegt und dort in den ehemaligen Kampfgebieten zu Aufräumungsarbeiten eingesetzt. Trotz der Rückfüh-rungs-ereinbarungen im Versailler Vertrag wurden sie bis Anfang Januar 1920 dort zurückbehalten.
Johannes Gengenbach kehrte am 22. Januar 1920 über das Durchgangslager Meschede in die Heimat zurück. Er verstarb am 8. Januar 1921 an den Folgen der Strapazen von Krieg und Kriegsgefangen-schaft,

Karteikarte des Roten Kreuzes (Bild: grandguerre.icrc.org)


Karteikarte der Auskunftsstelle des Württembergischen Kriegsministeriums
Bild: Hauptstaatarchiv Stuttgart, Bestand M 590

Donnerstag, 7. Januar 2021

7. Januar 1921


Karl Fritz meldete sich am 4. September 1914 im Alter von 17 Jahren als Kriegsfreiwilliger beim Reserve-Infanterie-Regiment 119. Nach verkürzter infanteristischen Grundausbildung kam er am 13. November 1914 zum Regiment an die Westfront, mit dem er vorwiegend im Somme-Gebiet kämpfte. Am 8. Oktober 1916 erkrankte er an Lungenspitzenkatarrh und kam nach dreiwöchiger Lazarettbehand-lung zum Ersatz-Bataillon zurück. Nach vollständiger Genesung bei der 2. Garnisons-Kompagnie wurde Karl Fritz am 1. Mai 1917 zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 versetzt und zog am 9. Juli 1917 zum zweiten mal an die Westfront, zunächst für drei Wochen zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Infanterie-Division, dann weiter zum Grenadier-Regiment.
Der zweite Fronteinsatz dauerte nicht lange: am 19. August 1917 wurde Karl Fritz bei Langemark durch eine Granate schwer am Bein verwundet, seine militärische Karriere war damit beendet. Er verstarb am 7. Januar 1921 in Stuttgart an den Folgen seiner Verwundung.

Samstag, 2. Januar 2021

2. Januar 1921

 

„Martin  Z u g, Frommenhäuser Straße.

Geb. 13. November 1898*.

Sohn des Karl Zug, Fuhrmann

und der Elisabeth geb. Beuter.


W e h r d i e n s t: im Krieg:: Res.-Inf.-Regt. 119*
Gestorben an den Folgen der Verwundung am 2. Januar 1921 im Lazarett in Tübingen.

Die 26. Res.-Div.* hatte bei der großen Märzoffensive 1918 von Cherisy aus angegriffen und stieß an der Karnickelhöhe auf gegnerischen Widerstand. Die Höhe wurde am 28. März 1918 vom Inf.-Regt. 180 genommen. In diese Kämpfe war das Res.-Regt, 119 auch verwickelt. In den Stellungen bei Hamelincourt, 13 Kilometer nordwestlich Bapaume, wurde Zug durch Artilleriegeschoß am linken Arm verwundet. 
Im Lazarett mußte der Arm oberhalb des Ellbogens amputiert werden. Die Amputationswunde heilte rasch und Zug bekam eine auskömmliche Stellung als Portier in Stuttgart. Aber der an die Freiheit der Scholle gewohnte Mann fühlte sich bei seiner neuen Tätigkeit nicht glücklich. Er kündigte die Stellung nach einigen Monaten, arbeitete in der väterlichen Landwirtschaft, führte wie der Vater Langholz und lud die schweren Stämme mit einem Arm auf den Wagen. 
Der Verfasser traf ihn einmal mit einer Fuhre Langholz bei Frommenhausen, als Begleiter seine 12jährige Schwester bei ihm. Ein rührendes Bild, die mächtigen Hölzer auf den Wagen gekettet, zwei kräftige Pferde die Nüdtern pustend davor, dabei das junge rotbackige hübsche Mädchen und der kleine Martin mit einem Arm. „Martin“, sagte ich, „das geht auf die Dauer mit einem Arm nicht, du wirst sehen, der Arm hält die Anstrengungen nicht aus.“ Trocken entgegnete der tapfere Martin: „Es geht scho!“ 
Wenige Monate später mußte er wergen des Armes in die Klinik nach Tübingen. 
Die Überanstrengung war so stark, daß auch dieser Arm abgenommen werden mußte. 
Das Schicksal hat ihm das Leid und die Sorge, daß es jetzt endgültig mit dem Langholzfahren vorbei ist, abgenommen, er starb wenige Tage nach der Operation. 
Ein anderer Bruder sprang in die Bresche des Martin und dieser betreibt weiter das schwere Handwerk, wie der Martin und sein Vater. 
Auf dem Heimatfriedhof in Hirrlingen wurde Zug mit militärischen Ehren begraben. 
Zug war 23 Jahre alt und ledig.“

aus: „Hirrlingen Kreis Tübingen (Württemberg) Ehrenbuch 1914-18“, Cannstatt ca. 1939 

*Hier irrt die Heimatchronik: Martin Zug wurde ausweislich der Kriegsstammrolle am 11. November 1898 geboren und war bei der 7./Grenadier-Regiment 119. Er wurde am 5. April 1918 bei Hébuterne (circa 30 Kilometer westlich Bapaume) durch „Artillerie-Geschoß, Zersplitterung des linken Ellbogengelenks“ schwer verwundet.