Donnerstag, 18. Januar 2018

18. Januar 1918


„Über Pingano wurde auf schlechten Wegen Valeriano und anderntags Maniago erreicht, wo die Österreicher abgelöst und die Kompagnien auf einen großen Bezirk verteilt wurden. Eier und Butter gab es genug, aber kein Salz. Die Pferde taten sich am Mais gütlich. Unter der dortigen Bevölkerung traf man viele Gestalten mit blauen Augen und blondem Haar, Nachkommen der einstigen germanischen Langobarden. Auch wird viel deutsch gesprochen. Über Weihnachten lag der Bataillonsstab in Spilimbergo am Tagliamento, wo der Kommandeur die Etappenkommandantur übernahm, während die Kompagnien an verschiedenen Orten, so in Cividale, Sacile, Vittoria, mit Gefangenen-bewachung vollauf beschäftigt waren. Am 19. Januar 1918 kam der Stab nach Pordenone hinab, einer alten, schmutzigen Stadt, wo ihm zehn weit auseinandergelegene Gefangenenlager unterstellt wurden.“


aus: „Landsturm vor! Der mobile württembergische Landsturm im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart, 1929

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