Dienstag, 17. Januar 2017

17. Januar 1917


Kriegsfreiwilliger Schütze Andreas Fäßler.
XIII. Armeek., 27. Div., Inf.-Regt. 124, 1. Masch.-G.-Komp.
gefallen 17. Januar 1917.
Geboren am 3. März 1898 in Waldsee als Sohn des Gastwirts „z. drei König“ Andreas Fäßler, Wolfegger Straße hier, und seiner Ehefrau Agnes, geb. Kieferle. Nach Entlas-sung aus der Volksschule arbeitete er im Elternhause mit, trat dann als jugendlicher Arbeiter in die hiesige Maschinenfabrik ein, wo er tüchtiger Metallschleifer wurde. Am 15. Juli 1915 trat er als Freiwilliger beim Ersatzbataillon des Regts. 124 ein und kam am 27. September desselben Jahres ins Feld, wo er sich durch Mut und Tapferkeit das Eiserne Kreuz II. Klasse verdiente und am 17. Januar 1917 an der Somme den Helden-tod erlitt.
Ein Kamerad schreibt an den Vater: „….Als Augenzeuge des Heldentodes Ihres Sohnes kann ich Ihnen den genauen Verhalt der Sache schildern. Nach Rückkehr aus dem Urlaub wurden wir beide wieder zur gleichen Gewehrbedienung eingeteilt und kamen in Stellung in 2. Linie. Am 3. Tage, kurz vor ½5 Uhr nachmittags, wollten unser Gewehrführer und Andreas den Unterstand verlassen; kaum waren sie draußen, einige Schritte vom Unterstande weg, da plötzlich – ein Krach –, und beide lagen schwerver-wundet am Boden. Blitzschnell eilten wir auf sie zu, um sie möglichst schnell in sicherem Unterstand zu bergen. Aber Andreas starb nach einigen Schmerzenslauten den Heldentod. Am andern Tag wurde er im Soldatenfriedhof von Couceaucourt von den Regimentskameraden beerdigt. Welch tiefe Lücke der Verlust Ihres Sohnes Andreas gerissen hat, bewiesen die schönen, anerkennenden Worte, die Herr Leutnant Poppe am Heldengrab gesprochen hat…“.“

aus: „Schwäbische Helden Weingarten (in Wttbg.) im Weltkrieg“, Stuttgart 1920

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