Samstag, 24. September 2022

24. September 1922

 


Die militärische Karriere des Kriegsfreiwilligen Ernst Widmann dauerte nicht lange. Nachdem er am 16. August 1914 freiwillig beim Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 eingetreten war, kam er nach der infanteristischen Grundausbildung am 3. November 1914 zum Feld-Regiment in russisch Polen. Kaum sechs Wochen später, am 13. Dezember 1914, wurde er bei Sanniki durch einen Kopfschuß mit einem Gewehr-Geschoß schwer verwundet wobei er das linke Auge verlor. Nach Lazarettbehand-lungen in Bromberg, Stuttgart und Nürtingen wurde er am 16. November 1915 wieder dem Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 zugeteilt. Von dort wurde er am 1. Januar 1916 als kriegsdienst-beschädigt entlassen.

Der Dank des Vaterlandes bestand in einer monatlichen Rente von 33 Mark und einer silbernen Verdienstmedaille. Ernst Wiedmann verstarb am 24. September 1922 in Untertürkheim an den Folgen seiner Verwundung.

Freitag, 2. September 2022

2. September 1922

 


Pauline Sichler war bei Kriegsbeginn als Diakonisse in Karlsruhe tätig. Im November 1914 wurde sie vom badischen Landesverein vom Roten Kreuz zur Kranken- und Verwundetenpflege einberufen. Sie kam zunächst ins Reserve-Lazarett Ettlingen, im Februar 1915 nach Mülhausen im Elsaß und im Februar 1917 nach Schlettstadt im Elsaß.

Während ihrer Tätigkeit in der Kriegskrankenpflege steckte sie sich an Grippe an an Grippe an und wurde genötigt, ihren Dienst vor der vollständigen Genesung wieder aufzunehmen. Sie kehrte schwer lungenkrank aus dem Krieg zurück und verstarb am 2. September 1922 in ihrer Heimatstadt Tuttlingen an Lungentuberkulose.

Mittwoch, 24. August 2022

24. August 1922

 



Friedrich Hagenmüller, Schreiner in Stuttgart, wurde am 26. Mai 1916 mit dem Jahrgang 1896 zum Militärdienst eingezogen. Er erhielt seine infanteristische Grundausbildung beim Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 und zog am 8. Oktober 1916 zum Infanterie-Regiment 180 ins Feld, direkt in die Schlacht an der Somme, die Ende November 1916 allmählich in Stellungskämpfe überging. Von  dort kam er Mitte April 1917 an die Siegfriedfront, Mitte Mai in die Frühjahrsschlacht bei Arras und schließlich in erneute Stellungskämpfe im Artois.
Am 31. Mai 1917 wurde Friedrich Hagenmüller bei Riencourt durch eine Schrapnellkugel leicht an der Hüfte verwundet. Die Verwundung stellte sich bald als schwerwiegender heraus. Nach über einjähriger Lazarettbehandlung in Verden an der Aller, Hannover und drei verschiedenen Lazaretten in Stuttgart wurde er am 5. Juni 1918  mit der Beurteilung dauernd kriegsverwendungsunfähig zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 180 zurückversetzt. 
Friedrich Hagenmüller wurde am 1. September 1918 als für Hilfsdienste nicht geeigneter Kriegsinvalide mit einer monatlichen Rente von 157 Mark aus dem Heeresdienst entlassen. Er verstarb am 24. August 1922 in Stuttgart an den Spätfolgen seiner Verwundung.