Mittwoch, 7. Februar 2024

7. Februar 1924

 


Georg Kircher, lediger Schmied in Stuttgart, wurde am 1. Februar 1918 zur Train-Ersatz-Abteilung 13 eingezogen und dort zum Fahrer mit dem Pferdegespann ausgebildet. Nach Ende der sechswöchigen Ausbildung im März 1918 kam er über das Minenwerfer-Ersatz-Bataillon 9 ins Feld und wurde dort am 2. April 1918 der zwischen Albert und Arras im Verbande der 26. (Württembergischen) Reserve-Division kämpfenden Minenwerfer-Kompagnie 226 zugeteilt.

Am 24. Juli 1918 verunglückte Georg Kircher mit seinem Wagen schwer und zog sich einen Schädel-bruch zu. Nach Aufnahme ins Lazarett und kurzer Erholungszeit bei der Genesenden-Kompagnie des Feld-Rekruten-Depots der 26. Reserve-Division kehrte er am 9. September 1918 zu seiner Kompagnie zurück, die inzwischen als selbständiger Verband aufgelöst und dem Reserve-Infanterie-Regiment 121 zugeteilt worden war. Mit diesem nahm Georg Kircher an den Rückzugskämpfen in Nordfrankreich und dem Rückmarsch in die Heimat teil. Im Rahmen der Demobilmachung des Reserve-Infanterie-Regi-ments 121 wurde er am 11. Dezember 1918 als Angehöriger der jüngeren Jahrgänge noch zum Infan-terie-Regiment 180 versetzt und von diesem aus dem Heeresdienst entlassen.

Georg Kircher verstarb am 7. Februar 1924 im Versorgungs-Lazarett Ludwighospital in Stuttgart an den Folgen seiner im Jahre 1918 erhaltenen Verletzung.

Mittwoch, 17. Januar 2024

17. Januar 1924

 


Hermann Hausch wurde am 30. Juli 1917 mit dem Jahrgang 1899 eingezogen. Er kam zunächst zur infanteristischen Grundausbildung zum Ersatz-Bataillon der Infanterie-Regiments 121 und anschließend am 3. Dezember 1917 zur 4. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie/XIII. zur zusätzlichen Ausbildung am Maschinengewehr.

Am 20. April 1918 wurde die Marsch-Kompagnie 126 mit dem Nachersatz für das Infanterie-Regiment 126 aufgestellt, das in der Gegend von Armentières in Stellungskämpfen stand. Mit dieser kam Hermann Harsch am 4. Mai 1918 zum Regiment und wurde der 10. Kompagnie zugeteilt. Nach zweiwöchigem Fronteinsatz wurde Hermann Harsch am 20. Mai 1918 bei Sailly-sur la Lys durch eine Maschinen-gewehr-Garbe an Kopf und Brust schwer verwundet.

Hermann Hausch befand sich bei Kriegsende noch in der Universitäts-Augenklinik in München. Er kehrte später in die elterliche Wohnung nach Stuttgart-Ostheim zurück und verstarb dort am 17. Januar 1924 an den Folgen seiner schweren Verwundung. Er wurde auf dem Ehrenfeld des Waldfriedhofes in Degerloch beigesetzt.

Montag, 8. Januar 2024

8. Januar 1924

 


Karl Danzer, Buchbinder in Stuttgart, wurde am 7. Mai 1918 mit 17 Jahren zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 125 eingezogen. Auf Grund des großen Mangels an ausgebildeten Artilleristen kam er am 21. Juni 1918 zur artilleristischen Ausbildung zur II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments 65 und am 24. September 1918 zur weiteren Ausbildung zum württembergischen Feld-Artillerie-Rekruten-Depot 13 nach Ciney in Belgien.

Karl Danzer wurde einen Tag vor dem Waffenstillstand im Westen dem Reserve-Feld-Artillerie-Regiment 26 zugeteilt, das nachdem es am 8. November 1918 den letzten Schuß abgegeben hatte, hinter der Front bei Edingen (Enghien) in Belgien stand. Das Regiment wurde nach dem Rückmarsch am 12. Dezember 1918 in Ulm an der Donau aufgelöst und Karl Danzer aus dem Militärdienst entlassen.

Karl Danzer war vor seiner Entlassung am 8. Dezember 1918 ärztlich untersucht und für gesund befunden worden. Er verstarb am 8. Januar 1924 im Versorgungs-Lazarett Marien-Hospital in Stuttgart an den Folgen einer später festgestellten Kriegsdienstbeschädigung und wurde auf dem Ehrenfeld des Waldfriedhofes in Degerloch beigesetzt.