Donnerstag, 20. September 2018

20. September 1918



„Die Aisne bezw. der Kanal bildeten bei Chavonne ein unüberschreitbares Hindernis, nachdem die wenigen Brücken und Schleusen zerstört waren. Aber wie an der Vesle boten die vom Regiment besetzten Hänge auch hier herrlichen Überblick ins Aisnetal und weit hinein in das nun dem Feind gehörende Gelände. Unsicher tastet er an den Fluß heran und beschießt zunächst das Hintergelände, doch hier war nicht viel zu schaden, Die längst umkämpften, total zerstörten Ortschaften sind dem Erdboden gleichgemacht, um so zahlreichere Höhlen bieten den Reserven Schutz; sie werden, noch während die Truppe sie bewohnt, durch Pioniere zur Sprengung und Vergasung vorbereitet.
Starke Kämpfe spielen sich in dieser Zeit in der rechten Flanke zwischen Soissons und Laon ab. Mit fortgesetzten Angriffen strebt der Feind auf letztgenannte Stadt, zugleich mit dem Versuch, die weit überragenden Höhen des Damenweges von Osten her aufzurollen. Gleichzeitig nimmt die große Schlacht der vereinigten Franzosen und Amerikaner in der Champagne bis zur Maas ihren Anfang.“

aus: „Das Infanterie-Regiment „Alt Württemberg“ (3. Württ.) Nr. 121 im Weltkrieg 1914–1918“ׅ, Stuttgart 1921

Mittwoch, 19. September 2018

19. September 1918



Adolf Bauer, geboren 6. Juli 1892 in Ludwigsburg, ist am 19. September 1918 abends 7½ Uhr bei Bapaume gefallen.
Als Sohn des gewesenen und verstorbenen Kameralamtsdieners Bauer in Kapfenburg und seiner hier wohnhaften Witwe, trat er nach seiner kaufmännischen Ausbildung als aktiver Soldat im Oktober 1913 in die Luftschifferabteilung der Garnison Metz ein und marschierte bei Ausbruch des Krieges mit dieser Abteilung ins Feld. Später trat er freiwillig zur Infanterie über und wurde dem schlesischen Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 23 zugeteilt. Um seiner soldatischen Tüchtigkeit stieg er zum Feldwebel auf und diente als solcher seit zwei Jahren bei der 10. Kompagnie des genannten Regiments. Es war am Abend des 19. September, daß er die Kompagnie antreten ließ und nach dem Wegtreten die Schreibstube aufsuchte, als plötzlich, kaum fünf Minuten später, eine Granate mitten in der Schreibstube einschlug, den Schreibers sofort tötete und ihn am Kopfe schwer verwundete. Ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, starb er bald darauf in den Armen eines Freundes und war begraben auf dem Soldatenfriedhof Eswars bei Cambrai. Sein Tod hat nach dem Zeugnis der Kompagnie den Besten dahingerafft, aber auch seine Angehörigen in tiefstes Leid versetzt. Besonders war er mit seiner Mutter eng verbunden und ihr eine treue Stütze gewesen. In mancherlei Leid der Familie bewies er die zärtliche Fürsorge eines guten braven Sohnes. Noch im Juli dieses Jahres im Urlaub, schied er wie von banger Ahnung erfüllt mit schwerem Herzen von Mutter, Schwester und Schwager Finanzsekretär Gillich hier, bei dem die betagte Mutter Wohnung und Aufnahme gefunden hat. Schon glaubte er damit rechnen zu dürfen, daß er nach dem Kriege bei seiner alten Firma in Stuttgart wieder eintrete, die ihn um seines besonderen Pflichteifers, seiner großen Gewissenhaftigkeit und seiner ruhigen Art willen wieder gerne bei sich gesehen hätte. Aber sein jäher Heldentod hat allen schönen Hoffnungen ein Ende gemacht. Wir fühlen der Mutter es nach, wie schwer es ihr wird, diese Hoffnungen auf den einzigen Sohn zu begraben und bitten für sie um Trost aus der Höhe in der Gewißheit, daß sie ihren Sohn im Verein mit seinem Vater und ihren Mann in dem seligen Erbteil des ewigen Lichtes suchen und wissen darf, und für den Rest ihres Erdenlebens bei der verbliebenen einzigen Tochter und dem Schwiegersohn hier reichen Ersatz an Liebe und Fürsorge findet.“

aus: „Kriegs-Chronik der evangelischen Gemeinde Ellwangen 1914–1918.“, Ellwangen 1920

Dienstag, 18. September 2018

18. September 1918



„Landwehr-Feldlazarett Nr. 25 (Württ.)                                                  O. U. 20.09.1918
I. Br. Nr. 2042.
Der 8. K. L. I. R. 120.

Der Ldstpfl. Gottlieb Wacker dort. Komp. ist am 18. 9. 18 vormittags 3.40 h im hiesigen Feldlazarett an seiner schweren Verwundung (Gr. Splitter-Verletzung des Kopfes, Gesichts, Gesässes u. r. Beines mit Knochenverletzungen) gestorben und wurde am 19. 9. 18 nachm. 3 Uhr auf dem neuen Kriegerfriedhof zu Marcq (Argonnen) beerdigt, sein Einzelgrab hat die Nummer 122.
Der Nachlaß des Verstorbenen wird von hier an seine Frau abgesandt.
Soldbuch, sowie ein Auszug aus dem H. K. B. geht ebenfalls von hier an den Ersatz-Truppenteil.
Erkennungsmarke liegt anbei.
Chefarzt
D. Fetzer
Stabsarzt
1 Anlage.“


Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 484

Montag, 17. September 2018

17. September 1918



„Der Gesundheitszustand, der dank der vorsichtigen Maßnahmen der Ärzte des Regi-ments seither immer gut gewesen war, verschlechterte sich Anfang Juli. Fast das gante Landw.-Inf.-Reg. 123 wurde von der sog. spanischen Krankheit, der Grippe, ergriffen. Sie äußerte sich, wie sonst auch, in plötzlich auftretendem, hohem Fieber, in Durchfall, Erbrechen, großer Müdigkeit und Gliederschmerzen. Nur vereinzelt trat Lungenent-zündung ein. Wenige Todesfälle waren zu beklagen. Immerhin aber beeinträchtigte sie den Kampfwert der Truppe. Es war nur ein Glück, daß es auch dem gegenüberstehenden Feinde nicht besser erging.“

aus: „Württembergisches Landw.-Inf.-Regiment Nr. 123 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

Samstag, 15. September 2018

15. September 1918



„Am 15. September vormittags griffen feindliche Flieger, rechtzeitig gemeldet, Stuttgart und Vororte mit Bomben an. Militärischer Sachschaden ist nicht entstanden, dagegen wurde durch eine englische Fliegerbombe ein Privatwohnhaus zerstört, wobei zwei Kinder, ein Knabe im Alter von 8 Jahren und ein Mädchen im Alter von 3 Jahren den Tod fanden und eine Anzahl Personen verletzt wurden.
Leider hat diese Tat aber noch mehr Opfer gefordert, denn nach rastlosen, auch in der Nacht durch Berufsfeuerwehr und Militär ohne Unterbrechung fortgesetzten Abräu-mungsarbeiten sind noch fünf weitere Tote geborgen worden, zwei von den Schwerver-letzten sind im Spital gestorben.
Die Namen der Toten sind: Frau Glasermeister Daunquart mit ihren beiden Töchtern Margarete und Klara, Frau Helene Mathäs, Fräulein Rosa Mehrer, Soldat Willy Narr; drei Kinder: Alfred und Mathilde Helene Seybold und Richard Strohmaier.
Schwer verletzt sind: Glasermeister Daunquart und Frau Mathilde Narr.
Leichter verletzt: Bürodiener Wilhelm Narr und Kind Helene Narr, Frau Anna Weiß, geborene Müller, und zwei Kinder Otto und Klara Weiß, Fräulein Katharine Mehrer und Schüler Ernst Wolf.
Den betroffenen Familien wendete sich allgemeine Teilnahme in allen Kreisen der Bevölkerung zu.
Am 17. September wurden noch zwei bisher vermißte Personen, Frau Rosine Mehrer und das Kind Lisa Weiß, tot geborgen. Die Zahl der Todesopfer bei Einsturz des zer-trümmerten Hauses hat sich somit auf elf erhöht.“

aus: „Schwäbisches Kriegstagbuch“, Stuttgart 1918

Freitag, 14. September 2018

14. September 1918



„Am 13. September, 2 Uhr vormittags, traf beim Regiment der Divisionsbefehl ein, der von 6 Uhr vormittags ab die Alarmbereitschaft für sämtliche Teile der Division anord-nete. Von der Front der Gruppe war zwar ziemlich heftiges Artilleriefeuer zu hören, der erwartete Großangriff erfolgte jedoch nicht. Die Alarmbereitschaft wurde daher um 10 Uhr vormittags wieder aufgehoben. Die Division übernahm nun die beiden nördlichen Regimentsabschnitte der 32. Inf.-Division (Abschnitt Havel Nord und Havel Mitte). In diese rückten am Abend die Regimenter 123 und 124 ein. Um den Feuerschutz der Artillerie lückenlos zu erhalten, löste das Regiment zunächst nicht die im neuen Divisi-onsabschnitt stehende Artillerie der 32. Inf.-Division ab, sondern wurde auf den ganzen Divisionsabschnitt verteilt eingesetzt. Am folgenden Tag, dem 14. September, wurde mit Bestimmtheit mit Beginn der Offensive gerechnet. In den Schluchten hinter dem Fort Douaumont sollten 300 Tanks bereitstehen. 5.30 Uhr vormittags sollte das Trom-melfeuer beginnen, so lauteten die übereinstimmenden Aussagen von Gefangenen. Die II. Abteilung stand mit Rücksicht auf die Lage von 6.30 Uhr vormittags bespannt zum Eingreifen bereit bei Loison. Wiederum erfolgte kein Angriff. Die 27. Inf.-Division übernahm mit dem heutigen Tage das Kommando über die Infanterie der Division. Die gesamte Artillerie in den Abschnitten der beiden Divisionen blieb zunächst dem Artilleriekommandeur der beiden Divisionen unterstellt. Regimentsstab, Stab II./13 und 5. Batterie bezogen heute Unterkunft in Loison, die 6. Batterie im Priesterlager südwest-lich Loison. Durch einen feindlichen Fliegerangriff auf Loison hatten beide Batterien Verluste zu beklagen.“

aus: „Das Württembergische Feldartillerie-Regiment König Karl (1. Württ,) Nr. 13 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart, 1928

Donnerstag, 13. September 2018

13. September 1918



Eugen Kelber
LEUTN. D. R. FLIEGERJAGDST. 15                                                             13. SEPTEMBER 1918
Geb. 1. 11. 1896 in Weitingen, Sohn des O.-Lehrers in Rottenburg, Sem. Rottweil seit 1911, rückte am 1. Sept. 1914 als Kriegsfr. nach Ludwigsburg ein, kam am 6. Nov. ins Feld und machte bei 248 den schweren Winter vor Ypern mit. Im Mai 1915 erhielt er einen Kopfschuß. Lazarett Uerdingen bei Krefeld. Kaum hergestellt zog er zum zweitenmale zu Landw. 120 ins Feld: Wald von Ailly und Apremont, St. Mihielbogen, später im Cheppywald. Hier schlug er sich als Patrouillengänger und Sturmtruppführer so hervorragend, daß er in kurzer Zeit E. K. II, die Achselstücke, E. K. I und das Ritterkreuz d. Mil. Verd. Ord. errang. Bei einer Patrouille im Cheppywald erhielt er einen Lungendurchschuß. Im Dez. 1917 kam er zur Fliegerabteilung nach Böblingen. Nun war er in seinem Element. Im Juli 1918 gings zum II. Jagdgeschwader, Staffel 15. Am Abend des 13. Sep. kam er mit sechs andern Fliegern in einen Kampf gegen eine Überzahl amerikanischer Flieger. In Nebel und Sturm verlor er die Orientierung, kam Kampfgenossen ab und traf allein mit den Feinden zusammen. Das war sein Untergang. Drei Tage später fand man das verbrannte Flugzeug und die fast verkohlte Leiche im Moseltale, 15 km südlich Metz. Am 29. Sept. wurde er in Waiblingen, dem damaligen Dienstort seines Vaters, beigesetzt. Kelber zeigte klaren Blick, Geistesgegenwart, Mut und Selbstzucht. Dies bahnte ihm den Weg zum glänzenden Aufstieg und machte ihn im Verein mit seinen sonstigen Eigenschaften zu einem der besten, allseits beliebten Offiziere.“

aus: „Ehrenbuch der im Weltkrieg gefallenen kath. Lehrer Württembergs“, Biberach an der Riß 1927

Mittwoch, 12. September 2018

12. September 1918



„Der Regimentsstab traf am 7. September über Avesnes – Hirson – Charleville – Sedan in Spincourt zur Ausladung ein., nachdem die II. Abteilung bereits tags zuvor in Longuyon ausgeladen worden war. Die II. Abteilung hatte Unterkunft in Grand-Failly bezogen, ein Platz, der ihr aus den ruhmreichen Tagen des Jahres 1914 noch wohl bekannt war, und war im Anmarsch auf Spincourt. Die Lage war offenbar folgende: Die ursprüngliche Absicht, die Division in Ruhequartieren zwischen Longuyon und Mont-médy unterzubringen, war überholt, da das Oberkommando der 5. Armee mit franzö-sisch-amerikanischen Angriffen rechnete. Die Division wurde infolgedessen beschleu-nigt herangezogen und sollte näher an die Front als Eingreifdivision herangezogen werden. Die Division unterstand der Gruppe Ornes, dem K. u. K. 18. Korpskommando unter Feldmarschall-Leutnant Golginger. Im Laufe des 8. September trafen die I. und III. Abteilung ein. Sobald die Batterien in den Unterkünften einigermaßen eingerichtet waren, wurde die Ausbildung aufgenommen. Dabei wurde auf die Ausbildung der fast gänzlich fehlenden Spezialisten größter Wert gelegt. Dem großen Mangel an Kano-nieren half ein von der Ersatzabteilung eintreffender Nachersatz von 74 Mann ab. Die Vorbereitungen zum Erschießen der besonderen Einflüsse für alle Geschütze des Regi-ments auf dem Schießlatz Houdelaucourt wurden getroffen. Am 12. September wurde Spincourt mit einem schweren Flachfeuergeschütz beschossen, das Regimentsstabs-quartier wurde deshalb nach Muzeray verlegt.“

aus: „Das Württembergische Feldartillerie-Regiment König Karl (1. Württ,) Nr. 13 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart, 1928

Dienstag, 11. September 2018

11. September 1918



Vorbemerkung:
Adolf Kreuzberger wurde am 5. April 1918 beim Angriff auf Colincamps verwundet. nach Versorgung auf dem Verbandplatz kam er am 15. April 1918 zur bayerischen Kriegs-Lazarett-Abteilung Nr. 24, Gruppe 3, und von dort ins Reserve-Lazarett I in Bremen, Abteilung Technikum. Am 19.08.1918 wurde er ins Teillazarett Gutenberg in Mainz und am 22. August 1918 ins Reserve-Lazarett I, Zweiglazarett Paulinenstift, in Stuttgart verlegt, wo er am 11. September 1918 an Sepsis und Herzschwäche nach Hüftschuß verstarb. Die Regimentsgeschichte schreibt über den 5. April 1918:

„Schwere Opfer hat der Tag gefordert: 6 Offiziere, 71 Mann waren gefallen, 6 Offiziere und 250 Mann verwundet. Hohe Anerkennung wurde den Leistungen aller Mann-schaften und Offiziere des Regiments durch S. K. H. den Herrn Divisionskommandeur zuteil, auch der Kommandeur der bayerischen Nachbarbrigade zollte dem beispiellosen Vorgehen der Grenadiere bewunderndes Lob, aber leider war dem Regiment, das mit frischem Angriffsgeist zuversichtlich an die schwere Aufgabe herangegangen war, der wohlverdiente Erfolg versagt geblieben. Vorzügliche, todesmutige Führer und Soldaten, prächtige, treue und liebwerte Kameraden waren aus unseren Reihen gerissen.“

aus: „Das Grenadier-Regiment „Königin Olga“ (1. Württ.) Nr. 119 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1927

Montag, 10. September 2018

10. September 1918



„An der Straße Hendecourt – Bullecourt hatte sich der Gegner zu besonders heftigem Widerstand in mehreren starken Maschinengewehrnestern festgesetzt, aus denen unserem Vorgehen sowohl in der Front wie auch weiter rechts auf Hendecourt aus der Flanke heftiges Feuer entgegenschlug. Die eigene Artilleriefeuerwalze war uns trotz unseres guten Tempos weit vorausgeeilt und hatte sehr bald überhaupt aufgehört. Das Bataillon forderte daher beim Schützenregiment artilleristische Wirkung gegen die Straße Hendecourt – Bullecourt an, freilich ohne Erfolg.
Etwa 300 Meter südlich Hendecourt schob sich die 2. Eskadron in die vordere Linie ein und lag dort zwischen Teilen der Infanterie-Regimenter 103 und 107.
Infolge der starken Maschinengewehrnester an der Straße Hendecourt – Bullecourt kommt der Angriff zum Stocken; ein einsetzender feindlicher Gegenstoß aber wird blutig abgewiesen.
Inzwischen hat sich auch die 3. Eskadron, die hinter der Mitte gefolgt war, in die vor-derste Linie eingeschoben und im Verein mit der 1. und 5. Eskadron nach erbittertem Kampfe gegen zähen Widerstand Hendecourt 11.45 vormittags genommen. Dabei haben sich die Verbände ziemlich vermischt, rechts ist Anschluß an das Inf.-Reg. 103 vorhanden, dagegen fehlt er nach links. Zunächst hält sich der Gegner noch in einem kleinen Waldstückchen nordwestlich Hendecourt; ein von dort einsetzender feindlicher Gegenstoß wird aber restlos abgeschlagen.
Daraufhin dringen die Eskadrons weiter vor. Das Wäldchen wird 12.15 Uhr von der 3. Eskadron genommen, über das sie in 300 Meter Tiefe Posten vorschiebt, während der Hauptteil der Eskadron am Nordwestrand des Waldes verbleibt. Zahlreiche Gefangene sind eingebracht.
Gleichzeitig stößt Leutnant d. R. Hermanny mit seiner Abteilung bis auf den Höhenrand nördlich Hendecourt vor. Um 1 Uhr nachmittags hat er den Höhenrand nördlich des Ortes mit Front nach Norden und Nordwesten besetzt. Ein Vorfeld von 300 Meter Tiefenausdehnung wird geschaffen.
Hiermit sind wir im endgültigen Besitz von Hendecourt.
Das Angriffsziel ist erreicht und die Angriffsbewegung kommt damit zum Stillstand.
Sämtliche Teile sind eingesetzt, zwei Züge der Maschinengewehr-Eskadron südlich Hendecourt, der dritte Zug südwestlich Riencourt.
Die Verluste des Regiments sind noch nicht genau zu übersehen, aber das sichere Gefühl. daß sie keinesfalls in einem Mißverhältnis zu dem errungenen schönen Erfolge stehen, erfüllt uns mit freudiger Genugtuung.
Kurz nach 1 Uhr setzt der Gegner zu einem Gegenangriff an, der jedoch in unserem Maschinengewehrfeuer liegen bleibt. Unter dem Schutze eines starken Artilleriefeuers auf unsere vorderen Linien baut der Feind von 2 Uhr an vorsichtig ab.
Mittlerweile ist aber auch die Munition bei uns höllisch knapp geworden. Auch die Verpflegung machte in diesen ganzen Tagen sehr erhebliche Schwierigkeiten. Mit Mühe und Not gelang es, Brot und Büchsenfleisch, freilich nur in sehr schmalen Portionen, vorzubringen; insbesondere Wassermangel machte sich häufig stark fühlbar.“

aus: „Dragoner-Regiment „König“ (2. Württ.) Nr. 26 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1921

Sonntag, 9. September 2018

9. September 1918



„Flieger schwärmten in Massen Tag und Nacht über uns und bewarfen die zurückge-henden Truppen und Unterkunftsorte mit Bomben. In wenigen Tagen hatten wir wieder 6 Pferde eingebüßt.“

aus: „Das Ulanen-Regiment „König Karl“ (1. Württ.) im Weltkrieg 1914-1918“ Stuttgart, 1927

Samstag, 8. September 2018

8. September 1918



„Leider riß der Tod in den letzten Wochen des Krieges noch schwere Lücken in die Reihen der Stäbe und Batterien. Die im ganzen Heer und in der Heimat weitverbreitete Grippe forderte auch im Regiment viele Opfer. Bei manchen Batterien trat die Krankheit so schlimm auf, daß sogar die fernere Gefechtstätigkeit in Frage gestellt war. In einer Batterie z. B. standen für den ganzen Pferdebestand von über hundert Pferden nur noch acht Pferdepfleger zur Verfügung. Außer vielen tapferen Unteroffizieren und Mann-schaften des Regiments, die kurz vor dem Waffenstillstand durch diese schreckliche Krankheit dahingerafft wurden, starb daran, wie das Regiment in den Demobilmach-ungstagen erfuhr, auch Leutnant d. R. Hugger, der Beobachtungsoffizier des Stabes der III. Abteilung, der seit Bestehen des Regimentes demselben ohne Unterbrechung ange-hört hatte.“

aus: „Das Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 116 im Weltkrieg“, Stuttgart 1921

Freitag, 7. September 2018

7. September 1918



„Am 2. September zur gewohnten Stunde um 6.30 Uhr vormittags fing der Engländer wieder zu trommeln an und nach einer halben Stunde ging seine Infanterie zum Angriff über. Die vom Regiment besetzten Grabenstücke werden in zähem Aushalten sämtlich gehalten, aber das Garderegiment Augusta bröckelte immer mehr ab. Unser II. Batl. war gezwungen, mit Front nach Süden eine Lücke, die durch das Zurückgehen der Garde entstanden war, abzuriegeln. Dadurch war die Verbindung mit dem hart bedrängten, aber zäh stand haltenden I. Batl. bei Allaines verloren gegangen. Leutnant d. R. Ohren des I. Batl., der an die im Norden kämpfenden Truppen des Regiments Anschluß finden wollte, fiel bei dieser schweren Aufgabe. Gegen 4 Uhr abends wichen die im Anschluß an das I. Batl. nach Norden kämpfenden Teile des Kaiser-Franz-Garderegiments unerwartet rasch zurück, so daß der Engländer dem III. Batl. in Flanke und Rücken kam. In der Front hatte das schwache Häuflein unter Leutnant d. R. Holder jedem Angriff standgehalten, aber von Flanke und Rücken gefaßt, wurde das III. Batl., bezw. was noch von ihm übrig war, nach mißlungenem Durchbruch, von der Überzahl erdrückt und gefangen genom-men. Nur der Bataillonsstab und der Unteroffizier Wenninger der 11. Komp. konnten sich nach Südosten durchschlagen. Dem übermächtigen Druck der Engländer weichend, aber besonders, um nicht das Schicksal des III. Batl. erleiden zu müssen, zogen sich das I. und II. Batl. kämpfend auf die Höhen von Aizecourt le Haut zurück. Der Gegner folg-te nur zögernd, so daß mit einbrechender Dämmerung die beiden Bataillone mit Teilen des Augusta-Regiments ohne Feindwirkung eine Stellung in alten Gräben bei Drien-court beziehen konnte.“

aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 478 und seine Stammtruppen Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 51, 52, 53 und Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 51“, Stuttgart 1924

Donnerstag, 6. September 2018

6. September 1918




„Am 4. September machte das Regiment 476 ein Unternehmen und brachte Gefangene ein. Ohne Vorbereitung holte kurz zuvor Vizefeldwebel Kopp mit einem Stoßtrupp der 2. Kompagnie drei Mann des französischen Regiments 97 aus der feindlichen Stellung. Am 6. September suchte der Feind die Angriffe zu vergelten. 6.20 Uhr vormittags setzte ein starkes Artillerie- und Minenfeuer auf die Stellung der 1. und 2. Kompagnie ein, nach dessen Abflauen der Franzose anlief. Er wurde aber heiß empfangen; in hartem Nahkampf behielten die beiden Kompagnien die Oberhand. Ohne sein Ziel zu erreichen, flutete der Angreifer mit schweren Verlusten in seine Ausgangsstellung zurück.“

aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 475 im Weltkrieg“, Stuttgart 1921

Mittwoch, 5. September 2018

5. September 1918


„Seit 30. 8. 1918, 800 m. südöstl. Vis en Artois ca. 14 km. südöstl. Arras (Nordfr.) vermißt.
Lt. Mitteilung der San. Komp. 15 D. F. P. [Deutsche Feld-Post] 719 v. 5. 9. 1918 ist Birker am 5. 9. 18., 2.15 Vorm. auf dem H. V. Pl. [Hauptverbandplatz] Bantigny infolge Granatverletzung am Bauch, Kopf und der r. Hand gestorben und auf dem Ehrenfriedhof Bantigny beerdigt.
den 11. 9. 1918
I. V.
Paul Glaser
Leutnant d. R. u. Komp.-Führer“

Zu den Ereignissen beim I./RIR 121 am 30. August 1918 siehe Beitrag vom 30. August 1918

Dienstag, 4. September 2018

4. September 1918



„Am folgenden Tag kam der langersehnte Ablösungsbefehl für die Division. Die Infan-terie wurde sofort herausgezogen, während das Regiment ganz allmählich in rückwär-tige Stellungen zurückgenommen wurde, um bei einem etwaigen Großangriff sofort wieder bei der Hand zu sein. Der 1. und 2. September hatte indessen den Feind so schwere Verluste gekostet, daß er zu einem großangelegten Angriff vorläufig nicht fähig war.
Die Hauptziele waren jetzt die Brücken, Schleusen und Stege über den Kanal, ferner Aizecourt le Haut und Allaines. Im Lauf des Tages bezogen 2. und 3. Batterie Stel-lungswechsel nordöstlich Longavesnes. Die III. Abteilung wurde in die Gegend Tin-court zurückgezogen. Erst in der Nacht auf den 4. September durfte die II. Abteilung zwischen Liéramont und Guyencourt Stellungen beziehen.
Die Feuertätigkeit war von nun an auf beiden Seiten im Verhältnis zu den vorhergehen-den Tagen ziemlich gering. Die I. Abteilung, von der ja noch 2. und 3. Batterie einge-setzt waren, schoß nur ganz wenig, die II. Abteilung feuerte vorübergehend heftig nach Moislains, wo der Feind am längsten aufgehalten worden war, die III. Abteilung nahm Bussu unter Feuer. Die feindliche Infanterie blieb jetzt ruhig und machte auch keine örtlichen Vorstöße mehr. Dies kam der Ablösung des Regiments sehr zu statten.“

aus: „Das Württ. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 238 früher Württ. Ersatz-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 65 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1921

Montag, 3. September 2018

3. September 1918



„Ein Sergeant der Schwadron unseres Freundes schrieb aus dem englischen Gefange-nenlager: „Am 31. August 1918 stürmten wir Hendecourt und Rinecourt. Als einer der ersten stürmte Herr Leutnant stets voraus, als Vorbild eines deutschen Offiziers. Beim Versuch, die stark besetzte Straße Arras – Cambrai zu überschreiten, traf Herrn Leutnant ein Schuß unweit der Lunge; Gefreiter Schilling war sofort tot.
Ich lag mit meinem Stoßtrupp 100 Meter rechts davon und sah Herrn Leutnant und die zwei Mann fallen, wir waren aber zu nahe am Feind, kaum 30 Meter entfernt, alle an-dern waren weit hinter uns, ich mußte nun auch wieder zurück und gab Herrn Leutnant und die zwei Mann für tot und verloren. Sie zu holen, war bei der Nähe des Feindes unmöglich“.
Am Morgen kam dann Wellers Bursche zurück mit einer Karte, die er als letzten Gruß für Mutter und Schwester geschrieben hatte. Der Sergeant berichtet weiter: „Die Zeilen trafen tief mein Innerstes, ich machte mich sofort mit drei Mann auf, um Herrn Leutnant zu holen. Mein Leben preisgebend, gelangte ich kriechend auf dem Bauch in dem Granatloch an, wo Herr Leutnant lag, fand aber nur noch den toten Gefreiten Schilling, bemerkte jedoch in der Straßenmulde, wie die Engländer Herrn Leutnant wegschafften. Da ich kaum 15 Meter davon weg war, wurde ich auch von den Engländern entdeckt, im Moment gab ich für mein Leben nichts mehr, doch das Glück hielt seine Hand über mir, trotz dem starken Feuer, das mir den Tod bringen sollte, kam ich nochmal gesund da-von, aber ohne Herrn Leutnant zu retten.
Die letzten Zeilen:
„Meine Lieben! Ich glaube, daß ich sterben muß, das Atmen wird mir zu schwer, Schuß durch die rechte Lunge. Euch vielen Dank. Weint nicht um mich, ich bin nicht so brav und gut gewesen, wie ich hätte sein sollen. Euch und allen vielen Freunden und Ver-wandten herzlichen Dank.
Euer Sohn und Bruder Eugen.“
Diese Karte hat Weller seinem treuen Burschen Konrad andiktiert, der am andern Tag fiel, nachdem er sie dem stellvertretenden Schwadronsführer, Leutnant Schulz, gegeben hatte. Schulz selbst fiel ebenfalls; die Karte wurde der Mutter unseres Freundes von einem Engländer geschickt, der sie wohl dem gefallenen Leutnant abgenommen hat.“

aus: „Gedenkbuch der Tübinger Nicaria für ihre Gefallenen“, Tübingen 1933

Sonntag, 2. September 2018

2. September 1918



„Eine unruhige Nacht brach an. Englisches Störungsfeuer lag auf fast allen wichtigen Geländepunkten. Die englische Infanterie versuchte überraschende Vorstöße. Die Front mußte gesichtet, geordnet und neu eingeteilt werden. Eine größere Verschiebung war infolge der Nähe und Aufmerksamkeit des Feindes nicht möglich. Klare Befehlsver-hältnisse in der bunt durcheinandergewürfelten Front zu schaffen, war aber das Aller-erste, was geschehen mußte. Die Bataillone des Regiments lagen im allgemeinen zwi-schen den Bataillonen des Alexander-Regiments. Da dessen Kommandeur der ältere war, traten die Bataillone des Füsilier-Regiments unter den Befehl des Kommandeurs des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiments.
Kaum waren die Verbände notdürftig geordnet, als am Morgen (2. September) wieder um 6.30 Uhr vormittags erneutes starkes feindliches Feuer einsetzte. Nach wenigen Minuten steigerte es sich zum Trommelfeuer. Aus dem Wirbel von krachenden Ein-schlägen erscholl das scharfe Hämmern deutscher Maschinengewehre. Fast 2 Stunden lang wogte der Kampf um die vordere Linie hin und her. Wieder vermischten sich die Verbände. Erbittert wurde um jeden Zentimeter Boden gerungen. Gegen 8.45 vormittags drang der Gegner von Norden her in Allaines ein. Die am Südrand fechtenden Truppen des III. Bataillons mußten weichen und entkamen gerade noch mit knapper Not der Um-zingelung. Nur die 10. Kompanie fehlte. Bei dieser Kompanie befand sich der Batail-lonskommandeur, Major Fürst von Waldburg-Zeil, mit seinem Bataillonsstabe und dem Führer der 2. Maschinengewehrkompanie, Oberleutnant d. R. Burger. Man nahm zu-nächst an, der Bataillonsstab und die Kompanie seien nach Norden oder Süden abge-drängt worden.
Bis zur Linie Aizecourt-Le Haut – Bussu wurde im Laufe des Vormittags die vordere Linie zurückgedrängt. Das III. Bataillon – immer noch ohne Bataillonskommandeur und 10. Kompanie – klammerte sich unter Führung der Leutnants d. Res. Grasmüller, Reutter, Armleder und Gundel an die Höhe südlich Aizecourt-Le Haut und hielt sie bis zur Nacht. Der Widerstand war so zäh und für den Feind so verlustreich, daß er sich an einzelnen Stellen wieder bis Allaines zurückzog. An anderen Punkten griff er dagegen heftig an. Das I. Bataillon hielt sich trotzdem in der Schlucht nordwestlich Bussu. Es war dort dem Infanterie-Regiment 94 unterstellt, während das III. Bataillon bei Aize-court-Le Haut im Verlaufe des Gefechts dem Jägerbataillon 14 zugeteilt wurde.
Es wurde Spätnachmittag. Das Ringen war noch nicht zu Ende. Noch immer war keine genaue Meldung über das Schicksal des Bataillonsstabes und der 10. Kompanie einge-gangen. Verwundete hatten schon am Vormittage behauptet, Stab und Kompanie seien bis auf den letzten Mann dem Feind in die Hände gefallen. Jetzt, nachdem bei begin-nender Nacht etwas Ruhe eingetreten war, meldeten sich Augenzeugen, die aus der Nähe mit angesehen hatten, wie Major Fürst von Waldburg-Zeil, sein Ordonnanzoffi-zier, Leutnant d. R. Breuninger, der Bataillonsstab, der Führer der 3. Maschinengewehr-kompanie, Oberleutnant d. R. Burger und Leutnant d. R. Grünewald mit seiner 10. Kompanie in einem kleinen Grabenstück zusammengedrängt, sich lange heldenmütig gegen die Übermacht gewehrt hatten. Nach und nach schlossen die Engländer die kleine Schar von allen Seiten ein. Die Anschlußkompanien merkten in dem Durcheinander des Kampfes nicht, daß ihr Bataillonskommandeur und die 10. Kompanie am Feinde liegen geblieben waren. Und als sie Gewißheit darüber bekamen, war es zu spät zum befrei-enden Gegenstoß. In dem kleinen Grabenstück vorne war es still geworden.“

aus: „Das Füsilier-Regiment Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn (4. württ.) Nr. 122 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921

Samstag, 1. September 2018

1. September 1918



„Der Divisionskommandeur Exz. v. Schippert versucht alles, um der Division ein paar Tage der so nötigen Ruhe zu erwirken, aber die Lage an der gesamten Westfront war so gespannt, daß keine Truppen zur Ablösung zur Verfügung standen, und so befand sich das müde Regiment am frühen Morgen des 30. August auf dem Marsch zur Versamm-lung nach Aizecourt le Bas. Dort war es als Armeereserve alarmbereit. Die deutsche Front war an diesem Tage mit den vordersten Teilen vollends über die Somme zurück-genommen worden, ohne daß es dem Gegner gelungen wäre, diese schwierige Bewe-gung wesentlich zu stören. Es war mit dem tapferen Ausharren der Division in den Tagen vom 8. – 28. August zu danken, daß der Uferwechsel so gut gelungen ist. Im Laufe des 30. August fühlte der Gegner wieder gegen die Front, die von der 2. Garde-Inf.-Division besetzt war, vor. Das Regiment hatte auf den Höhen beiderseits Aizecourt eine rückwärtige Stellung zu erkunden und auszubauen. Doch 8 Uhr abends wurde das Regiment in der Linie Bouchavesnes-Ferme – Allaines mit allen drei Bataillonen als Rückhalt durch die stark bedrängte 2. Garde-Division eingesetzt. Es war dies dieselbe Stellung, die in den Sommekämpfen des Jahres 1916 das Bereitschaftsbataillon des Regiments besetzt gehalten hatte. Die lichten Bataillone hatten je eine Stellung von 400 m Ausdehnung zu besetzen, was bei den geringen Gefechtsstärken große Anforder-ungen besonders an die verantwortlichen Führer stellte.
Die Stärken der Bataillone betrugen:
I. Batl. (einschl. M.-G.-K.) 11 Offiziere, 163 Unteroffiziere und Mannschaften,
II. Batl. (einschl. M.-G.-K.) 5 Offiziere, 43 Unteroffiziere und Mannschaften,
III. Batl. (einschl. M.-G.-K.) 8 Offiziere, 79 Unteroffiziere und Mannschaften.
Wie zu erwarten, dauerte es gar nicht lange, und die vordere Linie des Garde-Regiments Kaiserin Augusta wurde auf unsere Aufnahmestellung zurückgedrückt, so daß die Bata-illone bereits am 1. September vormittags in vorderer Linie lagen. Die Verbände des Re-giments wurden mit denen des Augusta-Regiments vollkommen vermischt, und da der Kommandeur der Garde der Dienstältere war, wurden die Bataillone dem Kaiserin-Augusta-Regiment unterstellt. Um 7.15 Uhr vormittags greift der Gegner die Bataillone ungestüm an, besonders auf dem linken Flügel beim I. Batl. kam es zu erbitterten Nah-kämpfen, bei welchen Leutnant d. R. Fröschle den Heldentod fand. Auf der ganzen Front wurde der Angriff blutig abgeschlagen. Tagsüber versuchte der Gegner noch öf-ters durch Patrouillenvorstöße unsere Stellung zu zermürben, aber vergebens.“


aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 478 und seine Stammtruppen Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 51, 52, 53 und Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 51“, Stuttgart 1924