Sonntag, 5. April 2020

5. April 1920


Eugen Jordan, Friseur aus Stuttgart, wurde am 1. Mai 1916 als Ungedienter  zum 4. Landsturm-Rekru-ten-Depot in Aalen eingezogen, kam am 30. Juni 1916 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 123 und schließlich am 27. September 1916 zum Reserve-Infanterie-Regiment 247 an die Somme. Er erkrankte am 22.12.1916 in der feuchtkalten Stellung vor Verdun an Sehnenscheidenent-zündung und kam, nachdem sich im Regiments-Krankenrevier nach mehrtägigem Aufenthalt keine Besserung einstellte, am 7. Januar 1917 in das in der Schule von Pierrepont eingerichtete Etappen-Laza-rett. Am 23. Januar 1917 wurde er von dort ins Reserve-Lazarett Wiesbaden, Teillazarett Wiesbadener Hof, und am 12. Februar 1917 ins Reserve-Lazarett Stuttgart X Kunstgewerbeschule verlegt. 
Weitgehend wiederhergestellt, wurde Eugen Jordan am 4. Mai 1917 dem Ersatz-Bataillon seines Regiments überwiesen und dort der 1. Genesenden-Kompagnie zugeteilt, erkrankte aber am 12. Mai 1917 erneut an Rippfellentzündung und wurde wieder ins Reserve-Lazarett X eingewiesen. Am 31. Oktober 1917 kehrte er vom Vereins-Lazarett vom Roten Kreuz in Weilheim unter Teck, in das er am 14. August 1917 verlegt worden war. zur 1. Genesenden-Kompagnie zurück.
Eugen Jordan wurde am 28. Februar 1918 zur Arbeitsleistung bei der Firma Hermann Maier in Stuttgart entlassen. Ein Versorgungsanspruch wegen Kriegsdienstbeschädigung wurde nicht anerkannt. Er ver-starb am 5. April 1920 im Marien-Hospital in Stuttgart an der Folgen seiner Erkrankungen.

Samstag, 4. April 2020

4. April 1920


„Norbert  B e u t e r, Wilhelmstraße.
Geb. 5. Juni 1885.
Verheiratet mit Katharine geb. Stauß von Heffingen-Honenzollern seit 27. April 1912.
Sohn des Matthias Beuter
und der Helene geb. Saile.
W e h r d i e n s t:        aktiv: Gren.-Regt. 119
         im Krieg: Landw.-Inf.-Regt. 124.
Gestorben an Krankheit am 4. April 1920 im Lazarett in Ulm als Reservist.

Die 2. Württ. Landw.-Div., der das Landw.-Inf.-Regt. 124 angehörte, hatte als Abschluß im Verein mit der preuß. Garde jene furchtbaren Kämpfe im September und Oktober 1918 in den Argonnen zu bestehen, die die Räumung des hartumstrittenen Waldgebirges zur Folge hatten.
Die Amerikaner, die mit Übermacht an schweren und schwersten Geschützen, an Tanks und besonders an Menschenmassen gegen die schwachen und ausgepumpten deutschen Formationen anrannten, brachten von Mitte September 1918 an die zähen Verteidiger schrittweise zum Weichen. Unter unvorstellbarer Feuerwirkung schmolzen die Kom-panien dahin. Den Tanks und dem Massenaufgebot von Menschen der Amerikaner standen die Landwehrmänner nur mit M. G. gegenüber. Die unerhörten Leistungen der 2. Landw.-Div. können den schönsten Taten aktiver Bataillone während des Krieges gleichgestellt werden.
Die Trümmer der Division sammelten sich mit der Garde, die noch aus 300 Mann bestand, am Nordrand der Argonnen am 10. Oktober 1918 zu neuem Widerstand.
Beuter hat den ganzen Krieg hauptsächlich in ruhigen Stellungen mitgemacht, einmal wurde er leicht am Bein verwundet. Die ihm anhaftende Krankheit wurde durch die Strapazen gefördert und bald nach Kriegsende zwang ihn der Halskrebs aufs Kranken-lager, dem er erlag.
Beuter hatte aktiv gedient, wurde 35 Jahre alt und hinterließ die Witwe und 3 Kinder.“

aus: „Hirrlingen Kreis Tübingen (Württemberg) Ehrenbuch 1914-18“, Cannstatt ca. 1939

Montag, 23. März 2020

23. März 1920


Josef Bareis war bereits im Jahre 1903 zum Wehrdienst eingezogen und nach einer Woche wegen Dienstunfähigkeit wieder entlassen worden. Wegen des Krieges wurde er am 23. März 1915 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 127 eingezogen, am 5. Mai 1915 aber wieder aus dem Heeresdienst entlassen. Nochmals eingezogen am 1. September 1915 kam Josef Bareis zunächst zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 und am 21. Januar 1916 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 124 ins Feld in den Argonnenwald. Nach wenigen Tagen, am 29. Januar 1916, wurde er dort mit starken Ohren-schmerzen nach der Explosion einer Mine ins Lazarett eingeliefert. Nach Aufenthalten in mehreren Lazaretten kam er am 5. August 1916 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 124, wurde am 1. Februar 1917 dem Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 248 überwiesen, kam am 4. Oktober 1917 wieder ins Feld zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Reserve-Division, wurde dort sofort der Genesenden-Kompagnie zugeteilt und am 30. Dezember 1917 wieder zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 180 zurückversetzt.
Am 21. Januar 1918 wurde Josef Bareis mit de Begründung „Ohrenleiden und Schwerhörigkeit“ als „arbeitsverwendungsfähig für Armierung“ eingestuft und am 23. Januar 1918 „zur Fortführung seines eigenen landwirtschaftlichen Betriebes“ zurückgestellt und nach seinem Heimatort Felldorf entlassen.
Josef Bareis verstarb am 23. März 1920 im Garnisons-Lazarett in Tübingen. Der Eintrag im Totenbuch des 10. Württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 180 lautet: „infolge früherer Verwundung verstor-ben, Näheres nicht zu ermitteln“.

Dienstag, 17. März 2020

17. März 1920


Paul Klamser wurde am 5. November 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 248 eingezogen. Er kam am 14. Juni 1916 zum Feld-Rekruten Depot der 54. (Württembergischen) Reserve-Division zur weiteren Ausbildung hinter der Front ins Feld und am 8. Juli 1916 zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 an die Front in französisch Flandern. Wenige Tage später, am 16. Juli 1916 wurde Paul Klamser am Kopf verwundet und kam ins Lazarett. Am 15. August 1916 zur Truppe zurückgekehrt nahm er in den Jahren 1916 und 1917 an den Kämpfen seines Regiments in den Vogesen, im Artois, vor Verdun und in der Champagne teil, bis er am 16. September 1917 in den Stellungskämpfen vor Verdun schwer an Magen- und Darmkatarrh erkrankte.
Paul Klamser hätte am 16. Dezember 1917 laut ärztlichem Gutachten wieder zur Truppe zurückkehren sollen. Sein Gesundheitszustand besserte sich jedoch nur unwesentlich. Er wurde am 31. Oktober 1917 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments zurückversetzt und dort zunächst bis 22. Ok-tober 1918, später bis 22. April 1918 garnisonsverwendungsfähig geschrieben. Am 30. November 1918 wurde Paul Klamser infolge Demobilmachung aus dem Heeresdienst entlassen. Eine Kriegsdienst-beschädigung wurde anerkannt, jedoch ohne Versorgung, da die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit unter 10 % eingestuft wurde. Paul Klamser starb am 17. März 1920 im Lazarett in Cannstatt an den Folgen seiner Erkrankung.

Dienstag, 10. März 2020

10. März 1920


Julius Kruck muß sich Anfang 1915 im Saarland aufgehalten haben. Er wurde am 1. März 1915 vom Bezirkskommando Saarbrücken zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 166 in Bitsch eingezo-gen. Nach absolvierter Grundausbildung kam er am 14. Juni 1915 zu einer württembergischen Einheit, dem Grenadier-Regiment 119, das zu dieser Zeit bei Przasnysz in russisch Polen im Felde stand. Laut Stammrolle geriet er am 17. Oktober 1915 dort in russische Gefangenschaft – das Regiment befand sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits in Serbien. 
Julius Kruck wurde am 14. August 1918 ausgetauscht und kam am 18. August 1918 zur 9. Besatzungs-Kompagnie in Warschau, die vorwiegend Bahnsicherung für die aus der Ukraine zurückkehrenden Truppen zu übernehmen hatte. 
Am 14. Dezember 1918 kehrte auch Julius Kruck in die Heimat zurück und wurde dem Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 zugeteilt und am 28. Dezember 1918 aus dem Heeresdient entlassen. Er erkrankte am 30. Dezember 1919 an den Folgen der durchlittenen Strapazen und verstarb am 10. März 1920 im Reserve-Lazarett II in Cannstatt.

Dienstag, 3. März 2020

3. März 1920


Karl Teufel war als gedienter Artillerist drei Wochen von einer vierzehntägigen Übung beim Feld-artillerie-Regiment 65 zurück, als er am 3. August 1914 infolge Mobilmachung wieder zur leichten Munitions-Kolonne der II. Abteilung des Feldartillerie-Regiments 29 eingezogen wurde und mit dieser eine Woche später als Fahrer eines Munitionswagens nach Frankreich ins Feld zog. Am 25. August 1914 wurde er innerhalb seines Regiments zur 5. Batterie versetzt und nahm als Fahrer einer Geschützprotze an den Feldzügen in Nordfrankreich, Rußland, Serbien, Flandern und schließlich 1916 an der Schlacht an der Somme teil. 
Im August und September 1916 lazarettkrank, wurde Karl Teufel am 19. September 1916 zur II. Ersatz-Abteilung seines Regiments versetzt und am 31. Januar 1917 „als dauernd dienstunbrauchbar  ohne Versorgung – Erwerbsbeschränkung unter 10 % – nach Bondorf O./A. Herrenberg entlassen“. Sein Gesundheitszustand verbesserte sich in den Folgejahren nicht. Karl Teufel mußte wieder ins Lazarett und verstarb am 3. März 1920 in Stuttgart. 

Montag, 2. März 2020

2. März 1920


Julius Rummel wurde bei der Musterung am 3. September 1914 auf Grund seiner schwachen Gesund-heit für „dauernd feld- und garnisonsdienstunfähig“ erklärt. Nach der Nachmusterung am 7. Dezember 1915 wurde er der II. Ersatz-Abteilung des Feldartillerie-Regiments 65 und am 7. April 1916 der Train-Ersatz-Abteilung 13 zur Verwendung als Ökonomiehandwerker beim Feld-Lazarett Nr. 8/XIII. (später in 256 umbenannt) zugeteilt. Dort fand Julius Rummel als gelernter Schneider ab dem 14. April 1916 als Lazarettschneider Verwendung. Das Lazarett verblieb bis zum 16. November 1918 im Oberelsaß und kehrte dann in die Heimat zurück.
Julius Rummel wurde nach dem Rückmarsch aus dem Heeresdienst entlassen. Er bestätigte bei seiner Entlassung „Ich erkenne die Stammrolle als richtig an, habe keine Versorgungsansprüche und bestätige, daß ich in einem brauchbaren Anzug entlassen wurde.“ Er war bereits im Jahre 1916 wegen einer Nierenentzündung im Lazarett. Sein ohnehin beeinträchtigter Gesundheitszustand besserte sich nicht mehr. Er verstarb am 2. März 1920 in Stuttgart und hinterließ neben seiner Frau Therese drei unver-sorgte Kinder.

Dienstag, 25. Februar 2020

25. Februar 1920



„Am 23. 1. hatte es die feindliche Artillerie besonders auf die Ortschaften im Regimentsabschnitt abgesehen. Niederburnhaupt wurde nicht weniger als sechsmal beschossen. Dabei geriet wieder einmal eine der stattlichen Scheunen in Brand. um eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern, wollte Major Graf, begleitet von seinem Adjutanten, Leutnant Seebaß, dem Führer der in der Ortschaft liegenden 4. Komp., Oberleutnant Kemmler, und dem Offizier vom Ortsdienst, Leutnant d. L. Hollweg, Maßnahmen zum löschen treffen. Plötzlich fuhr eine feindliche Granate mitten in den Kreis der 4 Offiziere, warf sie zu Boden, verwundete sie sämtlich und einen Wehrmann der 4. Komp. und tötete einen daneben stehenden Mann der 9. Komp. Leutnant Seebaß wurde an Lunge und Fuß sehr schwer, Major Graf an der Brust, und Oberleutnant Kemmler am Ohr leicht verwundet. Während die beiden letzteren zunächst bei der Truppe verbleiben konnten, mußten Leutnant Seebaß und Hollweg schleunigst ins Feldlazarett nach Lutterbach bei Mülhausen befördert werden. Die Schwere ihrer Verletzung machte ein weiteres Verbleiben beim Feldregiment unmöglich. Damit schie-den wiederum zwei außerordentlich tüchtige, umsichtige und zuverlässige Offiziere aus, die seit Kriegsbeginn im Regiment gedient hatten. Aber auch die Verwundung von Major Graf war schwerer als es zunächst den Anschein hatte. Doch blieb er mit Auf-bietung aller Kräfte auf seinem Posten“
aus: „Württembergisches Landw.-Inf.-Regiment Nr. 123 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

Andreas Graf verstarb am 25. Februar 1920 an den Folgen seiner Verwundung.

Dienstag, 18. Februar 2020

18. Februar 1920



Karl Ringer meldete sich am 28. August 1914 freiwillig beim Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121. Er kam nach der infanteristischen Grundausbildung am 7. Januar 1915 zum Feld-Regiment nach russisch Polen und erkrankte dort am 10. März 1915 an Lungenspitzenkatarrh, einer Vorstufe zur Lungentuberkulose.
Karl Ringer wurde nicht wieder gesund. Er verstarb fünf Jahre später in seiner Heimatstadt Heilbronn.

Samstag, 15. Februar 2020

15. Februar 1920


Hugo Brösamle meldete sich mit 18 Jahren am 21. November 1914 freiwillig beim Grenadier-Regiment 119. Er wurde dem dortigen Ersatz-Bataillon zur Ausbildung zugeteilt und kam am 25. Juni 1915 zum neu aufgestellten Reserve-Infanterie-Regiment 122 an die Front. Er nahm zunächst mit seinem Regiment an den Stellungskämpfen an der Schwarzen Lauter südlich Châtau-Salins teil. Im September 1915 in die Champagne verlegt, wurde Hugo Brosämle am 25. September 1915 in der Herbstschlacht in der Cham-pagne bei Somme-Py vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten.
In der Zitadelle von Blaye an der Gironde-Mündung gefangen gehalten, schöpfte wohl auch Hugo Brösamle Hoffnung auf baldige Heimkehr, als die deutschen Kriegsgefangenen im Januar 1919 mit Zügen Richtung Nordosten abtransportiert wurden. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Die Kriegsge-fangenen hatten noch ein Jahr unter harten Bedingungen Aufräumungs- und Wiederherstellungsarbeiten im ehemaligen Kampfgebiet abzuleisten.
Hugo Brösamle erreichte am 9. Februar 1920 das Durchgangslager Münsingen. Die Entlassung aus dem Heeresdienst erlebte er nicht mehr. Er verstarb am 15. Februar 1920 im Reserve-Lazarett Münsingen.

Samstag, 8. Februar 2020

8. Februar 1920


Adam Lamparth wurde am 30. August 1914 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Horb eingezugen. Als gedienter Artillerist kam er am 19. September 1914 zur Reserve-Artillerie-Munitions-Kolonne 74 an die Westfront ins Feld. Am 19. April 1917 wurde er zur Zuteilung zu einer neu aufgestellten Formation zur II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments 29 versetzt und zog am 19. September 1917 mit der Etappen-Munitions-Kolonne 27 wieder in den Westen.
Adam Lamparth erkrankte am 16. April 1918 schwer. Er wurde zunächst in ein Feld-Lazarett in Frontnähe eingewiesen und wurde später ins Reserve-Lazarett Buchau am Federsee verlegt. Am 24. Juli 1918 kam er als garnisonsverwendungsfähig zur Garnisons-Batterie der II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments 29 zurück, wurde am 1. November 1918 zur 3. Ersatz-Batterie versetzt und am 15. November 1918 entlassen. Er verstarb am 8. Februar 1920 an den Folgen seiner Erkrankung im Lazarett in Tübingen.

Grabstein auf dem Ehrenfeld des Tübinger Friedhofes

Montag, 3. Februar 2020

3. Februar 1920


Josef Ehrler wurde am 2. Dezember 1914 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 einge-zogen. Er kam nach der infanteristischen Grundausbildung am 20. Februar 1915 zum Regiment an die Westfront und im Oktober 1915 an die serbische Grenze.
Josef Ehrler wurde am 3. November 1915 bei Tavnik durch einen Bauchschuß schwer verwundet. Er verstarb am 3. Februar 1920 an den Spätfolgen seiner Verwundung.

Freitag, 31. Januar 2020

31. Januar 1920


Karl Stähle wurde am 15. Oktober 1914 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 125 eingezogen und kam am 30. November 1914 zum Regiment ins Feld. Acht Tage später, am 7. Dezember 1914 wurde er bei Ilow in russisch Polen als vermißt gemeldet und war in russische Gefangenschaft geraten. Die Kriegsstammrolle enthält folgenden Nachtrag: 
„Nachtrag: Laut VL (Verlustliste) 876 ist Stähle laut russischem Totenschein am 31. Jan. 1920 im 4. Nowo-Nikolajewsker Mlitärlazarett an Flecktyphus gestorben u. auf dem Friedhof der fremdländischen Soldaten in dem Militärstadtteil beerdigt worden. Sterbefallanzeige wurde am 21. Juni 1922 dem Standesamt Mönsheim O/A. Leonberg erstattet,
Stuttgart, den 14. 9. 28                                          Maximilian von Haldenwang Archivrat“

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 465

Montag, 27. Januar 2020

27. Januar 1920


Wilhelm Lang wurde am 5. November 1915 zur II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments 65 eingezogen. Nach artilleristischer Grundausbildung wurde er am 27. Februar 1916 der 1. Batterie des Feld-Regiments vor Ypern zugeteilt, wo er am 1. September 1916 durch eine in der Nähe einschlagende Granate eine Gasvergiftung und Gehirnerschütterung erlitt. 
Am 20. September 1916 zur Batterie zurückgekehrt, wurde Wilhelm Lang auf Grund seines Zivilberufes als Elektrotechniker am 17. Oktober 1916 zur Ausbildung zum Funker kommandiert und kam am 8. April 1917 wieder ins Feld zur Divisions-Funker-Abteilung 76. Am 23. Februar 1918 zur Divisions-Funker-Abteilung 155 versetzt, erkrankte er am 2. November 1918 an Grippe und Lungenentzündung und kehrte am 28. November 1918 in die Heimat zur Funker-Ersatz-Kompagnie der Nachrichten-Ersatz-Abteilung 13 zurück.
Wilhelm Lang wurde am 9. Januar 1919 mit einer anerkannten Kriegsdienstbeschädigung von unter 10 % infolge Demobilmachung aus dem Heeresdienst entlassen. Er verstarb am 27. Januar 1920 in seiner Heimatstadt Stuttgart an den Folgen der Gasvergiftung vom 1. September 1916.

Montag, 20. Januar 2020

20. Januar 1920


August Hamann war Berufsmusiker. Er kam am 1. Oktober 1908 als Hoboist vom hannoverschen Infanterie-Regiment Nr. 165, dem er am 12. Oktober 1906 beigetreten war, zum Regimentsstab des Infanterie-Regiments 121. Bei Kriegsausbruch rückte er am 7. August 1914 mit seinem Regiment ins Feld.
Am 7. Dezember 1914 wurde August Hamann bei Wszeliwy in russisch Polen verwundet. Er kam ins Lazarett, kehrte am 2. Januar 1915 zum Regiment zurück und nahm nachfolgend an den Feldzügen  und Gefechten des Regiments teil, bis er am 17. Juli 1918 wegen Zuckerkrankheit ins Lazarett eingewiesen wurde. Nach Behandlung in verschiedenen Lazaretten kehrte er am 27. November 1919 zum Infanterie-Regiment 121 zurück, wurde dort zunächst der 2. Garnisons-Kompagnie beim Ersatz-Bataillon, am 21. Januar 1919 der 1. Kompagnie und schließlich am 30. April 1919 der Wirtschafts-Kompagnie zugeteilt.
Am 21. Juni 1919 erkrankte August Hamann erneut an Diabetes und wurde bis 15. Juli 1919 im Garnisons-Lazarett Ludwigsburg gepflegt. Am 15. Juli 1919 „zur Suche einer Zivilstelle“ auf drei Monate beurlaubt, kehrte er nochmals zum Regiment zurück, mußte sich aber bereits am 22. Oktober 1919 wieder in Lazarettbehandlung im Reserve-Lazarett Jordanbad bei Biberach an der Riß begeben. Nachdem durch seine Erkrankung noch die alte Verwundung vom Dezember 1914 wieder aufgebrochen war, starb August Hamann am 20. Januar 1920 im Jordanbad.

Samstag, 18. Januar 2020

18. Januar 1920


Gotthilf Morlock hatte in den Jahren 1900 bis 1902 seinen Wehrdienst beim badischen Infanterie-Regiment 142 abgeleistet. Bei der Mobilmachung wurde er am 5. August 1914 zunächst zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 eingezogen und kam dann zur 4. Kompagnie des Landsturm-Infanterie-Bataillons Calw XIII/1., bei der er bis Ende Juli 1916 Etappendienst verrichtete. Als felddiensttauglich wurde er am 1. August 1916 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 versetzt und am 23. August 1916 nach Galizien zum Feld-Regiment in Marsch gesetzt, das er am 27. August 1916 erreichte.
Gotthilf Morlock wurde am 5. September 1916 nach dem Gefecht bei Byszow in Galizien als vermißt gemeldet und war in russische Gefangenschaft geraten. Er verstarb am 18. Januar 1920 in Nowo-Nikolajew (heute Nowosibirsk). Offensichtlich hatten die Übernahme der Stadt durch Arbeiter und Soldaten im Jahre 1917, die nachfolgende Einnahme durch Truppen der Weißen Armee und die Rück-eroberung durch die Rote Armee im Jahre 1919 seine Rückkehr in die Heimat verhindert. Die Todes-ursache von Gotthilf Morlock ist nicht bekannt. Nowo-Nikolajewesk wurde während des Bürgerkrieges von Cholera, Typhus und anderen Seuchen heimgesucht, die tausende Einwohner das Leben kosteten. Wahrscheinlich ist Gotthilf Morlock zu den Opfern dieser Seuchen zu rechnen.

Sonntag, 12. Januar 2020

12. Januar 1920


Karl Rohrbach, lediger Weingärtner aus Heilbronn, hatte in den Jahren 1910 bis 1912 seinen Wehrdienst beim Füsilier-Regiment 122 abgeleistet. Bei der Mobilmachung wurde er am 4. August 1914 wieder zu seinem Regiment eingezogen und marschierte am 27. August 1914 vom Ersatz-Bataillon ins Feld. Am 1. September 1914 beim Feld-Regiment eingetroffen, nahm er bis November 1914 an den Vormarsch-kämpfen von Verdun bis südlich von Ypern teil.
Karl Rohrbach wurde am 4. November 1914 im Gefecht bei Messines durch ein Gewehr-Geschoß an der Hüfte schwer verwundet und nach langen Lazarettaufenthalten als kriegsdienstbeschädigt aus dem Heeresdienst entlassen. Er verstarb am 12. Januar 1920 in seiner Heimatstadt Heilbronn an den Folgen seiner Verwundung.

Samstag, 11. Januar 2020

11. Januar 1920



aus: „Das Württ. Infanterie-Regiment Nr. 180 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921
Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 703

Freitag, 10. Januar 2020

10. Januar 1920


Eugen Ruckwied befand sich bei Kriegsausbruch an Bord des Kanonenbootes „Eber“ vor Lüderitzbucht in Deutsch-Südwestafrika. Die „Eber“ begleitete vom 3. bis 20. August einen deutschen Handelskonvoi nach Trinidad. Sie übergab am 24. August 1914 Geschütze und Munition an ein deutsches Passagier-schiff und begab sich anschließend nach Bahia in Brasilien, wo sie auf Reede gelegt wurde. Mit dem Kriegseintritt Brasiliens am 26. Oktober 1917 wurde die „Eber“ von der Besatzung in Brand gesteckt und versenkt. Die Besatzung wurde interniert.
Eugen Ruckwied kehrte im Januar 1920 aus der Internierung krank in die Heimat zurück. Er verstarb am 10. Januar im Durchgangslager Lager Lechfeld südlich Augsburg.