Mittwoch, 3. April 2024

3. April 1924

 


Rudolf Mayer war bei Kriegsausbruch als Malermeister in Backnang tätig. Er war verheiratet und Vater von drei Kindern. Am 5. März 1915 wurde er als ungedienter Landsturmmann zum Landwehr-Infanterie-Regiment 120 eingezogen und kam nach fünfmonatiger Grundausbildung im Juli 1915 zum Ersatz-Infanterie-Regiment 51 (später umbenannt in Infanterie-Regiment 478) an die Front, in die Stellungskämpfe zwischen Maas und Mosel. Im November 1916 mußte er wegen einer Handverletzung das Lazarett aufsuchen. Mitte November 1916 wurde er dann nach kurzem Lazarettaufenthalt dem Rekruten-Depot der 8. Ersatz-Division zugeteilt, bei dem er bis zum 21. Januar 1917 verblieb.

Am 22. Januar 1917 kehrte Rudolf Meyer an die Somme zu seinem Regiment zurück. Er nahm nachfolgend im April und Mai an 1917 an der Doppelschlacht Aisne Champagne und ab Ende Mai 1917 an den Stellungskämpfen vor Reims und Verdun teil.

Rudolf Mayer kam am 20. März 1918 wegen eines Geschwürs am After ins Lazarett. Dort wurde eine Erkrankung an Lungentuberkulose festgestellt. Nach längeren Lazarettaufenthalten, zuletzt in der Lungenheilanstalt Wilhelmsheim bei Backnang, wurde er am 10. Dezember 1918 dem Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 zur Aufnahme in die Stammrolle überwiesen und aus dem Militärdienst entlassen. Er bezog als Invalide eine 50 %-ige Teilrente und verstarb am 3. April 1924 in seiner Heimatstadt Backnang an den Folgen seiner kriegsbedingten Erkrankung.

Donnerstag, 14. März 2024

14. März 1924

 


Hermann Brunner, Abiturient aus Stuttgart, wurde am 28. September 1915 als Landsturm-Rekrut zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 eingezogen. Er kam nach der infanteristischen Grundaus-bildung am 9. Januar 1916 zur weiteren Ausbildung in Frontnähe zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Infanterie-Division und nach Abschluß derselben zum Grenadier-Regiment 119 nach Flandern. Hermann Brunner wurde am 6. Juni 1916 durch einen von einem Schrapnell verursach-ten Schußbruch des linken Oberarmes verwundet: Die Regimentsgeschichte berichtet über diesen Tag:

„Am 6. Juni hatte die 107. Inf.-Division rechts der 26. mit den Regimentern 22 und 157 die Hooge-Stellung und die südlichen Anschlußgräben gestürmt. Das Wirkungsschießen von unserer Artillerie, da zur Täuschung auf den feindlichen Stellungen gegenüber der 51. Inf.-Brigade liegt, wird vom Gegner sofort erwidert. Offenbar in Erwartung eines weiteren Vorgehens auf dem bisherigen Angriffsgelände nahm dann der Feind unsere Stellung unter schweres, und bei dem Mangel an genügend festen Unterständen verlustbringendes Feuer mit allen Kalibern, das bis in die Nacht fortdauert.“


Hermann Brunner kam zunächst zur Erstversorgung ins Württembergisches Feld-Lazarett Nr. 8 in Frontnähe, dann für zehn Wochen ins Kriegs-Lazarett des Garde-Korps in Laurent-du Fort. Ende August 1916 kam er wieder in die Heimat, ins Reserve-Lazarett Reutlingen, Nach längerem Aufenthalt in Reutlingen erfolgte die Weiterbehandlung Anfang Januar 1917 in Stuttgart, wo er schließlich ein Jahr nach seiner Verwundung am 27. Juni 1917 vom Reserve-Lazarett Paulinenstift zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 entlassen wurde.
Nach vier Monaten beim Ersatz-Bataillon wurde Hermann Brunner am 2. November 1917 in einen Unglücksfall verwickelt, bei dem der soeben geheilte Arm erneut brach. Leider hat der seinerzeitige Kompagnieschreiber darauf verzichtet, nähere Angaben zum Unglücksfall zu hinterlassen. Hermann Brunner kam ins Reserve-Lazarett V Stuttgart und kehrte am 19. Februar 1918 zum Ersatz-Bataillon zurück. Am 30. März 1918 wurde er schließlich als kriegsdienstbeschädigt mit 60 % Arbeitsunfähigkeit aus dem Militärdienst entlassen.
Hermann Brunner erkrankte später schwer an seiner Verletzung. Er verstarb am 14. März 1924 in seiner Heimatstadt Stuttgart.


Mittwoch, 7. Februar 2024

7. Februar 1924

 


Georg Kircher, lediger Schmied in Stuttgart, wurde am 1. Februar 1918 zur Train-Ersatz-Abteilung 13 eingezogen und dort zum Fahrer mit dem Pferdegespann ausgebildet. Nach Ende der sechswöchigen Ausbildung im März 1918 kam er über das Minenwerfer-Ersatz-Bataillon 9 ins Feld und wurde dort am 2. April 1918 der zwischen Albert und Arras im Verbande der 26. (Württembergischen) Reserve-Division kämpfenden Minenwerfer-Kompagnie 226 zugeteilt.

Am 24. Juli 1918 verunglückte Georg Kircher mit seinem Wagen schwer und zog sich einen Schädel-bruch zu. Nach Aufnahme ins Lazarett und kurzer Erholungszeit bei der Genesenden-Kompagnie des Feld-Rekruten-Depots der 26. Reserve-Division kehrte er am 9. September 1918 zu seiner Kompagnie zurück, die inzwischen als selbständiger Verband aufgelöst und dem Reserve-Infanterie-Regiment 121 zugeteilt worden war. Mit diesem nahm Georg Kircher an den Rückzugskämpfen in Nordfrankreich und dem Rückmarsch in die Heimat teil. Im Rahmen der Demobilmachung des Reserve-Infanterie-Regi-ments 121 wurde er am 11. Dezember 1918 als Angehöriger der jüngeren Jahrgänge noch zum Infan-terie-Regiment 180 versetzt und von diesem aus dem Heeresdienst entlassen.

Georg Kircher verstarb am 7. Februar 1924 im Versorgungs-Lazarett Ludwighospital in Stuttgart an den Folgen seiner im Jahre 1918 erhaltenen Verletzung.