Dienstag, 12. November 2019

12. November 1919


Alfred Uhl hatte im Weltkrieg als Leutnant der Reserve und Ordonnanz-Offizier beim 10. Württem-bergischen Infanterie-Regiment Nr. 180 gedient. Er schloß sich nach seiner Entlassung aus dem Heeres-dienst den baltischen Freikorps in Kurland an. Alfred Uhl wurde ein Jahr nach dem Waffenstillstand im Westen in einem der letzten Gefechte gegen die Bolschewiken schwer verwundet, kurz bevor seine Einheit in die Heimat zurückkehrte.

Samstag, 9. November 2019

9. November 1919


Ernst Hirschburger wurde als gedienter Reservist am 4. August 1914 zum Ersatz-Bataillon des Infan-terie-Regiments 180 eingezogen und kam am 14. August 1914 zum Feldregiment an die Westfront. Er kämpfte während des gesamten Krieges unbeschadet in Flandern und Nordfrankreich und wurde nach Rückkehr in die Heimat am 8. Dezember 1918 infolge Demobilmachung aus dem Heeresdienst entlas-sen.
Ins Zivilleben zurückgekehrt erkrankte Ernst Hirschburger an den Folgen der Strapazen des Krieges und kam ins Garnisons-Lazarett nach Tübingen, wo er am 9. November 1919 verstarb.

Mittwoch, 6. November 2019

6. November 1919


Konrad Supper wurde als gedienter Landwehrmann am 22. August 1914 zum 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Stuttgart XIII/3. eingezogen. Er kam am 27.10.1914 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 und am 6. Februar 1915 zum Feldregiment ins Oberelsaß. Konrad Supper kämpfte bis 1918 mit seinem Regiment in den Stellungskämpfen an der Vogesenfront. Am 31. März 1918 wurde bei ihm eine über faustgroße Resistenz neben dem Bauchnabel festgestellt. Er kam ins Lazarett, infizierte sich dort an Lungentuberkulose und wurde in die Lungenheilanstalt Überruh im Allgäu verlegt. Am 17. Oktober 1919 kam er unheilbar in die Nähe seiner Heimatgemeinde ins Reserve-Lazarett I in Cannstatt. Er verstarb wenige Tage später am 6. November 1919 im Lazarett. Konrad Supper hinterließ neben seiner Ehefrau Karoline zwei Kinder.

Montag, 4. November 2019

4. November 1919


Johann Walz wurde am 7. Mai 1918 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 eingezogen, jedoch am 18. Mai 1918 als Müller und Landwirt zur Fortführung des kriegsernährungswichtigen elterlichen Betriebes wieder entlassen. Am 16. Juli 1918 wurde er erneut zum Ersatz Bataillon des Grenadier-Regiments 123 eingezogen und kam nach der infanteristischen Grundausbildung am 24. Oktober 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Reserve-Division ins Feld im Westen.
Johann Walz erkrankte zwei Tage nach seinem Eintreffen im Felde an Grippe und wurde über die Krankensammelstelle Nivelles in Belgien in die Heimat zurück transportiert. Er verstarb am 4. Novem-ber 1919 im Reserve-Lazarett I in Cannstatt.

Sonntag, 3. November 2019

3. November 1919


Ludwig Höckle, Maschinenpraktikant in Stuttgart, war einer der vielen Kriegsteilnehmer, die sich im Zivilleben nicht mehr zurecht fanden. Er wurde am 8. August 1917 als ungedienter Landsturmrekrut zum Ersatz-Pionier-Bataillon 13 eingezogen und kam am 24. April 1918 zum Pionier-Feld-Rekruten-Depot Nr. 2 ins Feld und wurde am 14. Mai 1918 der 2. Feld-Pionier-Kompagnie des Württembergi-schen Pionier-Bataillons 13 zugeteilt, mit der er bis zum Waffenstillstand in Nordfrankreich kämpfte.. 
Nach Waffenstillstand und Rückkehr in die Heimat wurde Ludwig Höckle im Rahmen der Demobil-machung der jüngeren Jahrgänge am 10. Januar 1919 aus dem Heeresdienst entlassen. Er trat am 25. Juli 1919 dem neu gebildeten Schützen-Regiment 25 des Übergangsheeres bei. Durch die im Versailler Vertrag vorgesehene Reduzierung des Heeres auf 100.000 Mann waren seine Chancen auf einen Verbleib im Militärdienst schlecht. Ludwig Höckle erschoß sich am 3. November 1919 in Stuttgart.

Freitag, 1. November 2019

1. November 1919


Otto Häußermann, Kaufmann in Heilbronn, wurde am 16. August 1914 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 eingezogen. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 4. Novem-ber 1914 zum Feldregiment nach Flandern. Schon am nächsten Tag wurde er bei Messines durch einen Querschläger in die linke Hüfte mit schwerer Beckenverletzung und Kontraktur des linken Knies schwer verwundet. Er verstarb nach fünfjähriger Leidenszeit am 1. November 1919 im Lazarett in seiner Heimatstadt Heilbronn.

Dienstag, 29. Oktober 2019

29. Oktober 1919


Wilhelm Spieß wurde am 1. September 1917 im Alter von 16 Jahren zum Ersatz-Bataillon des Infante-rie-Regiments 121 eingezogen. Er kam am 12. Februar 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Infanterie-Division an die Westfront. Dort erkrankte er am 12. März 1918 an offener Lungentuberkulose und wurde ins Festungs-Lazarett 9 (Kloster zum guten Hirten) in Straßburg im Elsaß eingewiesen.
Am 15. April 1918 in die Lungenheilanstalt Wilhelmsheim bei Backnang überstellt, kam Wilhelm Spieß am 28. August 1918 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 zurück und wurde von dort am 7. Oktober 1918 unter Anerkennung einer hundertprozentigen Erwerbsunfähigkeit als Rentenempfänger entlassen. Wilhelm Spieß wurde am 16. Oktober 1919 ins Garnisons-Lazarett Ludwigsburg aufgenom-men und verstarb dort knapp zwei Wochen später.

Sonntag, 27. Oktober 2019

27. Oktober 1919



Georg Kühlenthal
Hauptlehrer in Untersulmetingen, † 27. Oktober 1919
Geb. 14. 10. 78 in St. Gallen, Sem. Saulgau 1897, U.-Lehrer in Scheer, Maselheim, Arnach, Kirchberg, Oberndorf, Vogt, Bellamont, Moosburg, Emerfeld, Riedlingen, Hauptlehrer in Ennabeuren, seit 1916 in Untersulmetingen, verheiratet (fünf Kinder), wurde im Sommer 1916 zum Militär eingezogen, kam im März 1917 an die Front und stand über ein Jahr im Felde bei der 8./247, meist in Flandern. Im Frühjahr 1918 brachte ihn eine Operation in die Heimat. Die leichten Rückenschmerzen, die ihm blieben, wuchsen sich später zu einem schweren Rückenmarksleiden aus, das den lebensfrohen und lebensfrischen Mann verzehrte. Er wurde in seiner Heimat Riedlingen beigesetzt. Kühlenthal, ein pflichtbewußter Lehrer und gewandter Kirchenmusiker, war als treuer Amtsbruder und guter Nachbar im Laupheimer Lehrergesangverein hoch geschätzt.“

aus: „Ehrenbuch der im Weltkrieg gefallenen kath. Lehrer Württembergs“, Biberach an der Riß 1927

Dienstag, 22. Oktober 2019

22. Oktober 1919


Karl Bartelmeß wurde als gedienter Wehrmann am 4. August 1914 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 119 eingezogen. Er rückte mit seinem Regiment an die Vogesenfront ins Oberelsaß, wo er bis auf zwei Unterbrechungen durch einen Lazarettaufenthalt wegen einer leichten Verwundung im Herbst 1914 und einen vierzehntägigen Heimaturlaub „zur Wiederherstellung seiner Gesundheit“ im Januar 1916 bis Oktober 1917 verblieb.
Karl Bartelmeß erkrankte am 7. Oktober 1917 an einem Abszeß im Schritt. Er kam am 18. Oktober 1917 ins Feld-Lazarett 256 und schließlich über das Kriegs-Lazarett A der Kriegs-Lazarett-Abteilung 38 im Februar 1918 ins Festungs-Zweig-Lazarett nach Untermarchtal. Er verstarb am 22. Oktober 1919 in seiner Heimatstadt Stuttgart und hinterließ Ehefrau und Kind. 

Freitag, 18. Oktober 2019

18. Oktober 1919


Josef Werkmann, Bürodiener in Stuttgart, hatte in den Jahren 1898 bis 1902 beim Ulanen-Regiment Nr. 19 gedient und war 1901 zum Unteroffizier befördert worden. Als Rentenempfänger wegen teilweiser Erwerbsunfähigkeit wurde er am 22. April 1918 zur Ersatz-Eskadron seines alten Regiments eingezo-gen, aber bereits am 16. Juli 1918 als „d. kr. u.“ (dauernd kriegsdienstunfähig) wieder entlassen. Er hinterließ neben seiner Ehefrau Marie drei unmündige Kinder.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 512

Dienstag, 15. Oktober 2019

15. Oktober 1919


Friedrich Kotz, lediger Kaufmann aus Stuttgart, hatte bereits am 15. Oktober 1912 seinen Wehrdienst beim Grenadier-Regiment 119 angetreten und marschierte mit diesem an seinem 22. Geburtstag ins Feld. Er wurde am 6. September 1914 bei Pretz in den Argonnen durch einen Schrapnellschuß in den Ober-schenkel verwundet und kam am 19. November 1914 nach Behandlung in Reserve-Lazaretten in Saar-louis und Stuttgart als garnisonsverwendungsfähig zum Ersatz-Bataillon der Olga-Grenadiere.
Auch Friedrich Kotz wurde trotz gesundheitlicher Einschränkungen auf Grund des großen Mangels an Frontsoldaten im März 1918 „ausgekehrt“ und kam am 5. März 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Infanterie-Division ins Feld. Er erkrankte eine Woche später an Tuberkulose, wurde am 12. März 1918 dem Festungs-Lazarett X in Straßburg und von dort am 11. April 1918 in die Lungenheilanstalt Wilhelmsheim eingewiesen, in der er eineinhalb Jahre später an Tuberkulose verstarb.

Montag, 30. September 2019

30. September 1919


Martin Hohl, lediger Taglöhner in Adrazhofen, wurde am 15. Januar 1915 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 125 als ungedienter Landsturmpflichtiger einberufen und kam am 23. März 1915 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 120 ins Feld. Er wurde nach dem Angriff auf die Stellung im Wald von Béthincourt am 12. Mai 1916 vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten.
Martin Hohl war bereits im Juni 1915 und im März / April 1916 wegen Typhusverdacht im Lazarett. Er verstarb laut Eintrag auf dem Kriegerdenkmal in seinem Geburtsort Friesenhofen am 30. September 1919. Die Todesursache ist nicht überliefert. In der Stammrolle der 1./LIR 120 ist als Todestag der 28. September 1919 angegeben. 

Samstag, 28. September 2019

28. September 1919


Hermann Hunzinger hatte seinen Militärdienst bereits am 15. Oktober 1913 beim Infanterie-Regiment 126 in Straßburg im Elsaß angetreten. Er zog am 8. August 1914 mit dem Regiment ins Feld und wurde bereits einen Tag später durch einen Schuß in die Schulter verwundet. Wiederhergestellt und zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 versetzt, wurde er am 5. Mai 1915 durch einen Kopfschuß leicht ver-wundet und am 23. Juni 1915, elf Tage nach seiner Rückkehr aus dem Lazarett, durch einen Infanterie-Durchschuß des rechten Oberarms erneut verwundet. Am 22. Juni 1915 zur Truppe zurück, mußte er sich am 6. Oktober 1916 wegen einer Gasvergiftung bis 25. November 1916 wieder in Lazarettbe-handlung begeben.
Hermann Hunzinger wurde am 13. Juli 1917 zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie nach Mün-singen versetzt und kam vom 31. Juli bis 13. August 1917 zur Beobachtung auf Herzbeschwerden ins Festungs-Hilfslazarett Ulm. Zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie zurückgekehrt, wurde er am 12.10.1917 der 26. (Württembergischen) Infanterie-Division zugeteilt und kam zum Grenadier-Regi-ment 119 an die Front. Dort wurde er am 12. April 1918 bei Serre-les Puisieux durch ein Schrapnell an der linken Wange schwer verwundet. Er verstarb am 28. September 1919 an den Folgen seiner Ver-wundungen in seiner Heimatstadt Tuttlingen.

Freitag, 27. September 2019

27. September 1919


Gustav Buck, lediger Kaufmann aus Ravensburg, wurde am 7. August 1914 zur II. Ersatz-Abteilung des Feldartillerie-Regiments 13 in Ulm eingezogen und am 3. September 1914 zur Ausbildung als Infanterist zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 versetzt. Am 30. Oktober 1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 119 ins Feld ausgerückt, erkrankte er bereits am 27. Dezember 1914 an einer Hodenfistel und wurde nach mehreren aufeinanderfolgenden Lazarettaufenthalten am 4. März 1915 wieder dem Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments zugeteilt, erkrankte dort am 19. März 1915 erneut an der alten Krankheit und befand sich bis zum 30. Juli 1915 zur Behandlung im Reserve-Lazarett Stuttgart I (Brauerei Wulle).
Wieder genesen wurde Gustav Buck am 1. Februar 1916 dem neu aufgestellten III. Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 122 zugeteilt und zog mit diesem am 4. März 1916 ins Feld. 
Gustav Buck wurde in der Schlacht an der Somme am 14. Oktober 1916 als vermißt gemeldet und war in französische Gefangenschaft geraten. In Gefangenschaft in Saint Nazaire erkrankte er wiederum an Hodenentzündung. Als nicht kampffähiger Pflegefall wurde er 12. Dezember 1917 zur weiteren Pflege in die Schweiz überstellt und dort in Lenzerheide im Kanton Graubünden interniert, zunächst in der Villa Waldheim, dann ab 8. Januar 1918 im Hotel Schweizerhof.
Am 16. März 1918 wurde Gustav Buck über die Austauschstelle Konstanz ausgetauscht, kam zunächst zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 und am 6. April 1918 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 122. Immer noch krank wurde er am 18. Juli 1918 ins Reserve-Lazarett III in Tübingen eingewiesen. Er verstarb nach beinahe fünfjähriger Leidenszeit am 27. September 1919.

Dienstag, 24. September 2019

24. September 1919


Georg Krauß, Bäcker aus Breitenberg, kam am 7. Mai 1918 im Alter von 17 Jahren zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 und wurde am 21. Juni 1918 zur II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments 65 zur Ausbildung zum Kanonier versetzt.
Georg Krauß rückte am 24. September 1918 zum Württembergischen Artillerie-Feld-Rekruten-Depot ins Feld. Der 5. Batterie des Feld-Regiments wurde er erst nach dem Waffenstillstand zugeteilt und machte mit dieser den Rückmarsch in die Heimat mit und traf mit dieser Ende November 1918 in Ludwigsburg ein.
Im Zuge der Demobilmachung wurde Georg Krauß der II. Ersatz-Abteilung des Regiments zugeteilt und schließlich am 9. Januar 1919 entlassen. Er erkrankte nach seiner Heimkehr nach Breitenberg an den Folgen des Krieges und verstarb am 24. September 1919 im Lazarett in Cannstatt.

Freitag, 20. September 2019

20. September 1919


Die preußischen Militärunterlagen wurden im 2. Weltkrieg in Potsdam vernichtet. Über den militäri-schen Werdegang von Hans Bünger kann daher nicht viel mehr ausgesagt werden, als daß er laut preußischer Verlustliste Nr. 1388 gegen Ende des Krieges vermißt wurde. Hans Bünger war in englische Gefangenschaft geraten und wurde am 19. September 1919 bei der versehentlichen Entladung des Gewehrs eines Wachmannes der englischen Begleitmannschaft in Calais schwer verwundet. Er starb tags darauf in einem englischen Hospital in Calais.

Bild: Internationales Komitee des Roten Kreuzes

Sonntag, 15. September 2019

15. September 1919


August Hettler, Kaufmann und Familienvater von drei Kindern hatte in den Jahren 1894/1895 als einjährig Freiwilliger beim Grenadier-Regiment 119 gedient und war zuletzt im Jahre 1900 bei einer Übung zum Unteroffizier befördert worden. Als Unteroffizier des Landsturms II. Aufgebotes wurde er am 29. August 1914 zur Ersatz-Kompagnie des 1. Landsturm-Infanterie-Bataillons Stuttgart XIII/2. eingezogen und am 20. Januar 1916, zwischenzeitlich zum Vizefeldwebel befördert, zur Führung seines Geschäftes wieder entlassen.
Am 2. September 1916 wurde er erneut zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 eingezogen, aber bereits am 20. September 1916 wieder entlassen.
Am 22. Januar 1917 wurde August Hettler nochmals zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 eingezogen. Von dort kam er am 4. April 1917 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Hall XIII/11., zu dieser Zeit I. Bataillon des Württembergischen Landsturm-Infanterie-Regiments 39, an die Front nach Flandern und war bis zum Waffenstillstand in Flandern, Lothringen, wieder in Flandern und in Nordfrankreich im Einsatz. Nach dem Rückmarsch über Belgien nach Köln am Rhein, von dort mit dem Dampfer nach Mannheim und weiter mit der Eisenbahn nach Hall wurde das Bataillon am 11. Dezember 1918 demobil gemacht.
August Hettler kehrte nach Stuttgart zurück. Zur Ruhe gekommen, machten sich die Strapazen des Krieges durch ständige Verschlechterung seines Gesundheitszustandes bemerkbar. Er verstarb am 15. September 1919 in seiner Heimatstadt Stuttgart.


Freitag, 13. September 2019

13. September 1919


Julius Gehring, Bauer aus Ostelsheim, wurde am 22. November 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 eingezogen, kam am 16. Januar 1917 zum neu aufgestellten Infanterie-Regiment 475 und zog mit diesem am 11. März 1915 ins Feld. Er geriet am 21. Mai 1917 bei den Kämpfen um den Cornillet-Berg in französische Gefangenschaft.
Julius Gehring kehrte im Spätsommer 1919 aus der Gefangenschaft zurück. Er wurde infolge seines Gesundheitszustandes ins Reserve-Lazarett Köln Jakobstraße 39 (ehemaliges Festungs-Lazarett XVII) aufgenommen und verstarb dort am 13. September 1919 an Lungentuberkulose und Herzschwäche.

Bilder: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 471

Mittwoch, 11. September 2019

11. September 1919


Wilhelm Drechsler, Kuhbauernsohn aus Gründelhardt wurde am 20. Mai 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 248 eingezogen und kam am 30. September 1915 zum Regiment an die Front in Flandern. Er erkrankte am 9. November 1915 an einer Gesichtsrose, wurde im Feld-Lazarett in Moorslede und im Kriegs-Lazarett in Gent gepflegt und kehrte am 6. Januar 1916 zur Truppe zurück. Am 22. Januar 1916 wurde bei Wilhelm Drechsler ein Herzleiden festgestellt worauf er über die Leicht-kranken-Abteilung in Gent am 8. Februar 1916 in die Heimat zum Ersatz-Bataillon 248 zurückversetzt wurde.
Wieder kampffähig befunden rückte Wilhelm Drechsler am 3. Juli 1916 nochmals ins Feld zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergisches) Reserve-Division und wurde am 11. Juli 1916 dem Infan-terie-Regiment 180 zugeteilt. Dort geriet er am 26. September 1916 beim Angriff der Engländer auf Thiepval leicht verwundet am Knie in englische Gefangenschaft.
Wilhelm Drechsler kehrte am 2. September 1919 schwer nervenkrank aus der Gefangenschaft zurück. Er wurde direkt vom Heimkehrertransport ins Lazarett in Hannover eingeliefert und verstarb dort am 11. September 1919.

Montag, 9. September 2019

9. September 1919


Robert Jaag wurde am 7. August 1914 als gedienter Landwehrmann zum Reserve-Infanterie-Regiment 119 eingezogen und rückte mit diesem ins Feld. Am 17. Januar 1915 erkrankte er erstmals an Darm-katarrh, kam für drei Wochen ins Lazarett und wurde nach seiner Rückkehr zum Regiment am 19. März 1915 wegen seiner gesundheitlichen Einschränkungen zum Ersatz-Bataillon versetzt. Am 30. Juni 1915 wieder beim Regiment im Feld, wurde er am 3. August 1915 wieder zum Ersatz-Bataillon zurück ge-schickt. Dort erkrankte Robert Jaag am 25. August 1915 an einem Leistenbruch, kam ins Reserve-Lazarett VIII Stuttgart und wurde, nachdem er sich ab 4. Oktober 1915 wieder beim Ersatz-Bataillon befunden hatte, am 11. April 1916 dem Rekruten-Depot der 8. Ersatz-Division (später 243. (Württembergische) Infanterie-Division) hinter der Front zugeteilt. Vom 10. August bis 9. September 1916 wegen einer erneuten Leistenbruch-Operation wieder im Lazarett, wurde er als „garnisonsverwen-dungsfähig“ zum Rekruten-Depot entlassen.
Am 13. Februar 1917 stellte sich bei Robert Jaag eine Trübung des Augenlichtes ein. Er kam zunächst am 13. Februar 1917 ins Feld-Lazarett 138 nach Beney-en Woëvre und am 16. Februar 1917 ins Feld-Lazaretts 67 der 5. Landwehr-Division – Nachtblindenanstalt – in Beney. Von dort erfolgte am 9. März 1917 die Verlegung über das Festungs-Lazarett I in Metz in das Reserve-Lazarett Heil- und Pflegeanstalt Saarlouis, in das Robert Jaag am 13. März 1917 aufgenommen wurde. Von dort erfolgte am 12. April 1917 die Verlegung in die königliche Heilanstalt Weissenau bei Ravensburg zur vollständigen Gene-sung. 
Robert Jaag wurde am 19. Juli 1917 dem Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 zugeteilt und von dort am 14. Dezember 1917 als Kriegsuntauglich entlassen. Er verstarb am 9. September 1919 an den Folgen seiner chronischen Darmkrankheit.

Freitag, 6. September 2019

6. September 1919


Wilhelm Marx, Schmied aus Unterurbach, hatte seinen Wehrdienst in den Jahren 1907 bis 1909 beim Grenadier-Regiment 123 abgeleistet. Er wurde bei Kriegsbeginn, am 4. August 1914 zum Infanterie-Regiment 180 eingezogen und dem Ersatz-Bataillon zugeteilt. Von dort kam er am 31. Mai 1915 zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 ins Feld. Am 16. Juni 1915 vor Ypern durch einen Schrapnell-Durch-schuß durch Hals und Gesicht schwer verwundet, wurde er nach Entlassung aus dem Lazarett am 30. August 1915 zurückgestellt und in die Heimat entlassen.
Bereits am 1. November 1915 wurde Wilhelm Marx wieder zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infan-terie-Regiments 248 eingezogen und am 10. Februar 1916 als „garnisonsverwendungsfähig hinter der Front“ wieder zum Regiment ins Feld entsandt, wo er am 18. Oktober 1916 bei Montreux an Schmer-zen an seiner alten Verwundung erkrankte. Nach erneuten Lazarettaufenthalten kam Wilhelm Marx am 2. Juli 1917 nochmals zum Ersatz-Bataillon 248 zurück. Am 30. Oktober 1918 erkrankte er dort wieder an seiner Verwundung und kam ins Vereinslazarett nach Kirchheim unter Teck, später ins Reserve-Lazarett Nürtingen. Wilhelm Marx erholte sich nicht mehr. Er verstarb am 6. September 1919 und hinterließ neben seiner Witwe Pauline fünf unmündige Kinder, das jüngste während des Krieges geboren. 

Donnerstag, 29. August 2019

29. August 1919


Karl Wieland litt unter hochgradiger Sehschwäche, die ihm auch im Zivilleben nur eine Tätigkeit als Taglöhner ermöglichte. Er wurde am 5. März 1915 zum II. Rekruten-Depot des Ersatz-Bataillons Infan-terie-Regiment 121 eingezogen, kam am 22. April 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 248 und am 31. Mai 1915 zu diesem Regiment ins Feld nach Flandern. Auf Grund seiner eingeschränkten Verwendbarkeit wurde Karl Wieland am 2. März 1916 zum Ersatz-Bataillon Reserve 248 zurückversetzt und kam am 8. Juni 1916 wieder zum Ersatz-Bataillon 121. Am 16. Februar 1917 wurde Karl Wieland nochmals ins Feld zum Ersatz-Infanterie-Regiment 51 (später Infanterie-Regiment 478) geschickt, wurde aber bereits nach wenigen Tagen, am 21. Februar 1917, wieder dem Ersatz-Bataillon zurück überwiesen.
Karl Wieland wurde nach seiner Rückkehr als „garnisonsverwendungsfähig Etappe“ eingestuft und verblieb beim Ersatz-Bataillon 121 in Ludwigsburg. Dort erkrankte er am 6. März 1918, wurde ins Reserve-Lazarett I Ludwigsburg eingeliefert und kam anschließend ins Städtische Krankenhaus in Heilbronn. Am 15. Juli 1918 wurde er der Tuberkulose-Heilanstalt Vereins-Lazarett Überruh in Groß-holzleute bei Isny im Allgäu überwiesen. Am 28. Januar 1919 in seinen Heimatort Neuhütten entlassen, erholte er sich nicht mehr und verstarb dort am 29. August 1919.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 461

Mittwoch, 21. August 2019

21. August 1919


Robert Nolthenius wurde am 29. August 1914 als gedienter Landsturm (Infanterie-Regiment 121 von 1894-1896) zum 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Stuttgart XIII/3. einberufen und nach vier Monaten Wach- und Garnisonsdienst am 5. Januar 1915 wieder entlassen. Am 11. Juni 1915 wieder einberufen, leistete er bis zu seiner erneuten Entlassung am 15. November 1916 Dienst in der selben Einheit.
Robert Nolthenius wurde am 1. März 1917 nochmals einberufen, kam zunächst zum Ersatz-Bataillon des Landsturm-Infanterie-Regiments 13, dann, am 17. April 1917 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Heilbronn XIII/10. an die Front vor Verdun. Dort geriet er am 20. August 1917 in der Regensburg-Stellung in französische Gefangenschaft. Er verstarb am 21. August 1919 in französischer Gefangen-schaft, die Todesursache konnte nicht mehr festgestellt werden.

Dienstag, 20. August 2019

20. August 1919


Friedrich Fuß hatte seine Wehrdienstzeit in den Jahren 1911 bis 1913 beim Infanterie-Regiment 125 abgeleistet. Er wurde bei Kriegsausbruch am 4. August 1914 zum Grenadier-Regiment 119 eingezogen und rückte mit diesem sofort ins Feld. Friedrich Fuß gehörte während der gesamten Kriegsdauer der 1. Kompagnie des Grenadier Regiments an. Er wurde am 02.01.1915 bei Koszlow-Szlachecki am Oberarm und am 9. Juni 1916 durch Granatsplitter am linken Oberschenkel verwundet. Am 20. April 1918 wurde er infolge seiner Oberschenkelverwundung „fußleidend“ ins Lazarett eingeliefert und am 19. August 1919 dem Reserve-Lazarett Weisenau bei Mainz überwiesen, in dem er am 20. August 1919 den Spät-folgen seiner Verwundung erlag.

Samstag, 17. August 2019

17. August 1919


Otto Rank trat am 8. November 1914 als Kriegsfreiwilliger beim Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 121 ein und kam am 6. Februar 1915 zum Regiment ins Feld. Bereits nach zwei Wochen an der Front wurde er am 20. Februar 1915 am Oberschenkel leicht verwundet und kam nach seiner Wiederherstellung am 21. Juni 1915 zum Ersatz-Bataillon zurück. Am 11. Juli 1915 stand er wieder im Feld, diesmal beim Reserve-Infanterie-Regiment 121 in den Stellungskämpfen bei Thiepval.
Am 9. Oktober 1915 wurde Otto Rank zum neu aufgestellten Württembergischen Gebirgs-Bataillon versetzt. In den Stellungskämpfen in den Vogesen geriet er am 10. September 1916 am Mättle beim Versuch, einen französischen Posten aus dem Graben zu ziehen, in französische Gefangenschaft. Er starb am 17. August 1919 nach einem Fluchtversuch.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 494

Donnerstag, 15. August 2019

15. August 1919


Adolf Weller war nur sechs Tage bei seinem Regiment an der Front. Am 7. Mai 1918 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 eingezogen, kam er am 12. September 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 204. (Württembergischen) Infanterie-Division zur weiteren Ausbildung hinter der Front und am 12. Oktober 1918 zum Infanterie-Regiment 413 in die Kämpfe in der Hermannstellung. Adolf Weller wurde bereits am 17. Oktober 1918 östlich Saint Souplet vermißt und war in ameri-kanische Gefangenschaft geraten. Er verstarb am 15. August 1919 im Alter von 19 Jahren in einem amerikanischen Hospital in Tours, Frankreich.


Bilder: ICRC historical archives

Mittwoch, 14. August 2019

14. August 1919


August Jauß, lediger Mechaniker aus Merklingen, war bereits vor dem Kriege nach viermonatiger Dienstzeit im Februar 1914 als dienstunbrauchbar aus dem Militärdienst entlassen worden. Nach Kriegsaus-bruch am 15. November 1915 zum Landsturm-Rekruten-Depot 8 in Öhringen eingezogen, wurde er bereits am 22. Januar 1916 wieder zurückgestellt. Die nächste Einberufung erfolgte am 1. Mai 1916 zum Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon XIII/22, gefolgt von einer erneuten Zurückstellung am 13. Oktober 1916. Am 20. März 1918 wurde August Jauß nochmals zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 einberufen. Diesmal kam er am 14. Juli 1918 zunächst zum Feld-Rekruten-Depot der 26. Infanterie-Division und kurz darauf, am 25. Juli 1918 zum Grenadier-Regiment 119 an die Front.
August Jauß wurde am 25. Oktober 1918 bei Vesles vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten. Die Einträge in der Stammrolle enden hier. Laut Gefangenenkartei des XIII. (Württembergi-schen) Armee-Korps kehrte er im Mai 1919 als Austauschgefangener schwerkrank aus der Gefangen-schaft zurück. 

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 590

Dienstag, 13. August 2019

13. August 1919


Paul Vogel, verheirateter Familienvater aus Stuttgart, wurde am 15. Januar1915 zum Ersatz-Bataillon des Fuß-Artillerie-Regiments Nr. 13 eingezogen. Er kam am 14. April 1915 zum Regiment ins Feld ins Oberelsaß und wurde als Fernsprecher beim Stab eingesetzt.
Paul Vogel erkrankte am 4. Juli 1916 an Hodentuberkulose und kam ins Lazarett nach Rufach. Am 11. Juli 1916 wurde er nach Neu Breisach ins dortige Lazarett und am 18. September 1916 ins Lazarett in Bad Dürrheim verlegt. Am 1. Februar 1917 beim Ersatz-Bataillon des Fuß-Artillerie-Regiments 13 zurück, wurde Paul Vogel bereits am 19. Februar 1917 ins Festungs-Lazarett Straßburg eingewiesen und von dort am 29. März 1917 bis zur Entlassung wegen Dienstunfähigkeit nach Stuttgart beurlaubt. Im Urlaub erneut erkrankt wurde er am 4. April 1917 im Lazarett Wilhelmsheim in Reichenberg bei Backnang aufgenommen, von wo er nach dreimonatigem Aufenthalt zur Kraftfahr-Ersatz-Abteilung 13 nach Untertürkheim entlassen wurde. 
Paul Vogel wurde am 23. Oktober 1917 von der ärztlichen Bemusterungskommission als im Zivilberuf arbeitsfähig eingestuft. Ob er seine Tätigkeit als Mechaniker wieder aufgenommen hat, ist nicht bekannt. Er verstarb am 13. August 1919 im Garnisons-Lazarett in Stuttgart.

Montag, 12. August 2019

12. August 1919


Josef Rupp, lediger Bauernsohn aus Kottspiel wurde am 5. November 1915 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 127 eingezogen. Er kam am 18. Juli 1916 zum Rekruten-Depot der 26. Reserve-Division ins Feld hinter die Front und wurde am 29. August 1916 der 11. Kompagnie des Infanterie-Regiments 180 zugeteilt. Bereits einen Monat später, am 26. September 1916, wurde er bei Thiepval als vermißt gemeldet. Josef Rupp war in englische Gefangenschaft geraten. Schwer herzkrank wurde er als einer der ersten deutschen Kriegsgefangenen am 6. Mai 1919 aus der Gefangenschaft entlassen und ins Kreiskrankenhaus Dessau eingeliefert. Dort verstarb er am 12. August 1919 vormittags um 5.55 Uhr im Alter von 22 Jahren.

Donnerstag, 8. August 2019

8. August 1919


Der Bauernsohn Wilhelm Hausch wurde am 21. November 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 122 eingezogen. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 8. August 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 54. (Württembergischen) Reserve-Division hinter die Front und wurde am 20. August 1917 der 5. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 246 zugeteilt. Wilhelm Hausch kämpfte ein Jahr mit seinem Regiment an der gesamten nördlichen Westfront, bis er am 22. August 1918 bei Méaulte vermißt wurde. Einen Tag später kam sein Regiment in Ruhe und wurde schließlich am 5. September 1918 aufgelöst und als Ersatz auf andere Regimenter verteilt. 
Wilhelm Hausch selbst war in englische Gefangenschaft geraten. Er verstarb ein knappes Jahr später im Alter von 20 Jahren im 24. General Hospital in France in Etaples „infolge Rippfellentzündung mit Erguß“.

Montag, 5. August 2019

5. August 1919


Karl Kircher wurde am 24. August 1915 als ungedienter Landsturmmann zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 123 eingezogen. Nach der infanteristischen Ausbildung wurde er am 1. Februar 1916 zur 51. Infanterie-Brigade in die Gegend von Reginiéville versetzt und dort unter Berück-sichtigung seines fortgeschrittenen Alters dem Wachkommando zugeteilt. Vom 14. Mai 1916 bis zum 3. Juni 1916 kämpfte er in den Reihen der 6. Kompagnie des Ersatz-Infanterie-Regiments 51 in den Stel-lungskämpfen zwischen Maas und Mosel, kam aber bereits nach drei Wochen infolge eingeschränkter gesundheitlicher Verwendungsfähigkeit zum Wach-Kommando des Württembergischen Bataillons beim Rekruten-Depot der 8. Ersatz-Division und am 29. September 1916 zum Armee-Fernsprech-Park 4 der Armee-Abteilung Strantz.
Am 13. April 1917 wurde Karl Kircher zur Ausbildung zum Tegraphisten in die Heimat zur Nachrich-ten-Ersatz-Abteilung 13 versetzt und kam nach erfolgter Ausbildung am 25. Juli 1917 zurück an die Westfont zur Armee-Fernsprech-Abteilung 4 in die Stellungskämpfe in Flandern und die sich ab Mitte 1918 anschließenden Abwehr- und Rückzugskämpfe.
Wieder in der Heimat, wurde Karl Kircher am 1. Dezember 1918 aus dem Heeresdienst entlassen. Mit dem Dank des Vaterlandes in Form von 50 Mark Entlassungsgeld, 15 Mark Marschgeld, einem Tuch-anzug, einem Paar Schuhe und einem Mantel versehen, kehrte er, nachdem er seine Arbeitsstelle als Maler in Vogt kriegsbedingt verloren hatte, in seine Geburtsstadt Öhringen zurück, wo er an den Folgen der Strapazen des Krieges erkrankte und schließlich am 5. August 1919 in einem Lazarett in Stuttgart verstarb.

Mittwoch, 31. Juli 2019

31. Juli 1919


Die Regimentsgeschichte des Württembergischen Reserve-Infanterie-Regiments 121 enthält einen schönen Nachruf auf den ehemaligen Regimentskommandeur Oberst Josenhanß:

„Oberst Josenhanß war ein gerader, aufrichtiger Charakter, mit ernster Pflichterfüllung, der es gut mit seinen Soldaten meinte. Leider fehlte ihm die Gabe, dies zum Ausdruck zu bringen, so daß er meistens falsch beurteilt wurde. Schon damals ein kranker Mann, ist er am 31. Juli 1919 am Herzschlag gestorben.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 121 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1922

Montag, 29. Juli 2019

29. Juli 1919



Sergeant Josef Henzler.
7. Landw.-Div., Landw.-Inf.-Regt. 119, 12. Komp.,
.gestorben 29. Juli 1919.
Müller, zweiter gefallener Sohn der Familie Christian Henßler hier, ist geboren am 5. November 1882 in Weingarten. Bei Herrn Kunstmühlebesitzer Rueß-Baienfurt erlernte er seinen Beruf und arbeitete als Gehilfe in Herbranz bei Lindau, bis zu seinem aktiven Militärdienst. Diesen leistete er ab in Neubreisach im Infanterie-Regiment 142, von 1902/04. Hernach arbeitete er in Chur in der Schweiz, dann in Biberach, zuletzt in Liebenzell im Schwarzwald. In schlichtem Wesen, in tüchtiger, treuer Arbeit seinem Bruder gleich, war er wie dieser an seinen Arbeitsstellen geschätzt. Am dritten Mobilmachungstag stellte er sich zur Fahne und marschierte mit dem Landwehr-Infanterie-Regiment 119 ab zur Fahrt nach der Westfront. Für seine Pflichttreue und Tapferkeit im Dienste des Vaterlandes sprechen seine Beförderungen –  im Frühjahr 1916 wurde er Gefreiter, im Herbst Unteroffizier, im Frühjahr 1917 Sergeant. Im Dezember 1918 wurde Josef Henßler wegen Kränklichkeit – rückenmarkleidend – in die Heimat entlassen*. Er kam in das hiesige Lazarett, von da nach Ulm, wo er am 29. Juli 1919 gestorben ist. Überführt in die Heimat, wurde er in deren Friedhof mit militäri-schen Ehren, auch geehrt von der Einwohnerschaft, zur letzten Ruhe bestattet. Segne Gott der hart betroffenen Familie Henßler solche Opfer!“

aus: „Schwäbische Helden Weingarten (in Wttbg.) im Weltkrieg“, Stuttgart 1920

*laut Stammrolle verletzte sich Josef Henzler am 4. Oktober 1918 am Unterarm durch Sturz in eine Säge und kam, nachdem er zusätzlich an Grippe erkrankt war, am 20. Oktober 1918 ins Feld-Lazarett Nr. 256.

Donnerstag, 25. Juli 2019

25. Juli 1919


Fritz Schäfer kämpfte noch zwei Wochen im Weltkrieg. Am 7. Mai 1918 als ungedienter Landsturm zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 eingezogen, kam er am 23. September 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. Reserve-Division zur Ausbildung hinter der Front und am 29. Oktober 1918 zum Reserve-Infanterie-Regiment 121 in die Hermann-Stellung am Schelde-Kanal. Seine Aufgabe bestand hauptsächlich im Marschieren: ab dem 7. November 1918 begann der Rückzug in die Antwerpen-Maas-Stellung, das Regiment marschierte rund 70 Kilometer bis Hal südwestlich Brüssel. Von dort wurde nach Abschluß des Waffenstillstandes bis Ende November 1918 rund 300 Kilometer bis in die Gegend von Remscheid marschiert. Nach einigen Rasttagen wurde das Regiment verladen und traf am 4. und 5. Dezember 1918 in Gmünd ein. Fritz Schäfer wurde infolge Demobilmachung am 11. Dezember 1918 zur 8. Kompagnie des Infanterie-Regiments 180 versetzt, traf aber nicht mehr bei seiner neuen Einheit ein, sondern kam krankeitshalber ins Lazarett. Dort verstarb er am 25. Juli 1919 im Alter von 19 Jahren.

Mittwoch, 24. Juli 2019

24. Juli 1919


Wilhelm Rieker, lediger Glaser aus Großgartach, wurde am 25. September 1915 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 eingezogen. Er wurde am 14. April 1916 ins Feld in Marsch gesetzt und kam am 20. April 1916 bei seinem Regiment an, das zu dieser Zeit im Stellungskampf an der griechischen Grenze in Mazedonien lag. Ab Mitte Juni 1916 kämpfte er mit dem Füsilier-Regiment in Galizien, von September 1916 bis Februar 1917 in Kurland und ab Mitte Februar 1917 in Nordfrankreich. Wilhelm Rieker erkrankte am 2. April 1918 an der Lunge und kam ins Lazarett. Er erholte sich nicht mehr und verstarb nach über einjähriger Leidenszeit am 24. Juli 1919 im Alter von 23 Jahren an seinem Lungenleiden.

Freitag, 19. Juli 2019

19. Juli 1919

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 709

„In tiefster Trauer stehen wir alten Kriegskameraden vom Württ. Gebirgs-Bataillon am Grabe unseres lieben Leutnants Ortlieb. Wehmütige Erinnerungen werden in uns lebendig, an Kampftage, an welchen es dem Gebirgs-Bataillon gelungen ist, den stolzen Namen Württemberg bei Freund und Feind zu höchstem Ansehen zu bringen. Mit einem Schlage war das junge Bataillon bekannt durch die glänzende Waffentat des Leutnants Ortlieb und seiner 36 Schützen gegen das französische Köpfle in den Vogesen, eine Waffentat, die höchsten Orts in Vorbereitung, Ausführung und Erfolg als vorbildlich bezeichnet wurde. Erst wägen, dann wagen, das war seine Losung. Aufmerksam und dienstfreudig vorausdenken, vorausplanen, vorbereiten – dann unter voller Einsetzung der eigenen Person mit Gewandtheit und Schneid zur Ausführung, zur Tat und zum Erfolg! Das war der Geist, in welchem er mit seinem Kommandeur arbeitete, das war der Geist, in dem er seine Schützen führte. So ist sein Name eng verknüpft mit den glänzendsten Waffentaten und Erfolgen des Gebirgs-Bataillons. Mit höchster Auszeichnung hat er teilgenommen am 1. rumänischen Feldzug im  Jahre 1916 beim Durchbruch aus Siebenbürgen durch die transsylvanischen Alpen in die Walachei, am Ehrentage von Valari, am Siegeszuge über Targu Jiu, Kraiova, Bukarest, am Durchbruch durch die Südostkarpathen in die Putna, am Sturmlauf auf Magura Odobesti. Im Jahre 1917, im 2. rumänischen Feldzuge, ward er schwer verwundet, in den schweren Kämpfen um den trutzigen D. Cosna, der vom Gebirgs-Bataillon erstürmt, zäh verteidigt und gehalten wurde. Nach seinem Ausscheiden aus dem Gebirgs-Bataillon infolge schwerer Verwundung blieb er unser aller treuer Freund und Kamerad und es ist mir persönlich eine freudige Genugtuung, daß ich noch vor kurzer Zeit ihn sehen, sprechen und ihm nochmals uneinge-schränkt Dank und Anerkennung sagen konnte für das, was er uns war und was er für uns tat. So lege ich denn den ehrlich und rechtschaffen verdienten Kranz aus deutscher Eiche an seinem Grabe nieder im Namen des ehemaligen stolzen Württ. Gebirgs-Bataillons.“

Ansprache des ehemaligen Kommandeurs des Württembergischen Gebirgs-Bataillons, Major Theodor Sproesser am Grab von Leutnant Ortlieb am 23. Juli 1919.

Mittwoch, 17. Juli 2019

17. Juli 1919

Jakob Strom (rechts)
Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 709

Jakob Strom, Fahrradhändler aus Trossingen, wurde am 5. August 1914 als gedienter Unteroffizier ein-gezogen und rückte am 9. August 1914 mit der 7. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 119 ins Feld. Er wurde am 10. März 1915 bei La Boisselle durch ein Gewehr-Geschoß am Kopf so schwer verwundet, daß er nach der Entlassung aus dem Lazarett am 31. März 1916 halbseitig gelähmt als kriegsuntauglich aus dem Militärdienst entlassen wurde.
Jakob Strom erlitt am 8. Juli 1919 bei einer Explosion in seinem Fahrradgeschäft in Trossingen schwerste Verbrennungen, an denen er am 17. Juli 1919 verstarb. Er hinterließ seine Ehefrau Katharina mit zwei unmündigen Kindern.

Sonntag, 14. Juli 2019

14. Juli 1919


Willi Oster, lediger Schreiner in Stuttgart, wurde am 18. Juni 1917 im Alter von 17 Jahren zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 124 eingezogen. Am 2. April 1918 dem Infanterie-Regiment 124 zugeteilt, geriet er direkt in die Große Schlacht in Frankreich und die sich anschließenden Stellungs-kämpfe. Willi Oster geriet am 22. August 1918 bei Bray-sur Somme in englische Gefangenschaft. Er wurde am 14. Juli 1919 im Gefangenenlager East-Nestroy bei Birmingham von einem englischen Wach-soldaten versehentlich erschossen.

Bild: Internationales Komitee des Roten Kreuzes

Die richtige Bezeichnung des Gefangenenlagers ist Oswestry (siehe die Kommentare auf der zugehörigen Facebook-Seite).