Sonntag, 19. Mai 2019

19. Mai 1919


Albert Maier trat am 2. September 1914 freiwillig beim Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 123 ein. Er kam am 4. Oktober 1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 247 ins Feld und wurde am 22. Oktober 1914 bei Becelaere verwundet. Nach seiner Wiederherstellung kam er am 22. März 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 und am 21. Februar 1915 zu diesem Regiment erneut an die Front. Am 26. März 1915 erkrankt, kam er am 20. Mai 1915 vom Lazarett wiederum zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120. Dort wurde er am 14. Juni 1916 als vermißt gemeldet.
Albert Maier schien mit der militärischen Disziplin nicht mehr zurecht gekommen zu sein. Bereits am 1. Mai 1915 wurde er zu „7 Wochen Gefängnis unter Anrechnung eines Monats der Untersuchungshaft wegen eines Vergehens der unerlaubten Entfernung im Felde in der Dauer von mehr als drei Tagen“ verurteilt, die er vom 21. September bis 10. Oktober 1915 im Festungsgefängnis Ulm verbüßte.
Am 18. November 1915 wurde er zu „2 Jahre, 6 Mon. Gefängnis unter Versetzung in die II. Klasse des Soldatenstandes wegen eines Vergehens der unerlaubten Entfernung im Felde in der Dauer von mehr als 7 Tagen, wegen eines Verbrechens des Betrugs im Rückfall, zusammentreffend mit erschwerter Urkun-denfälschung, wegen zweier Verbrechen des Diebstahls im Rückfall“ verurteilt, die er vom 13. Dezem-ber 1915 ab im Festungsgefängnis Ulm und ab 5. Januar 1916 im Zellengefängnis Heilbronn verbüßte. Am 11. Februar 1916 wurde die Haft aus dienstlichen Gründen widerruflich unterbrochen – Albert Maier kam zum Reserve-Infanterie-Regiment 120 an die Front. 
Nachdem er am 14. Juni 1916 vermißt gemeldet worden war, kam Albert Maier nach seiner Ergreifung am 14. August 1916 in Untersuchungshaft. Er erkrankte am 25. August 1916 an Lungentuberkulose, kam ins Reserve-Lazarett Stuttgart I und am 24. Oktober 1916 ins Reserve-Lazarett Nagold. Am 14. September 1917 wurde er vom Reserve-Lazarett Nagold zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 zur Verbüßung seiner Strafe zurückversetzt. Auf Verfügung des Gerichts der Landwehr-Inspektion Stuttgart wurde die Strafe am 15. September 1917 aufgehoben. Albert Maier wurde am 18. September 1917 aus dem Militärdienst entlassen und verstarb am 19. Mai 1919 an den Folgen seiner Tuberkulose-Erkrankung.

Samstag, 18. Mai 2019

18. Mai 1919


Josef Kieninger wurde am 26. August 1914 eingezogen und kam am 21. Juli 1915 vom Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 an die Westfront. Er erkrankte am 6. August 1918 und kam, nachdem sein Regiment Anfang September 1918 aufgelöst worden war, am 3. November 1918 vom Lazarett zum Füsilier-Regiment 122 in die Rückzugskämpfe in der Hermannstellung. Er geriet kurz nach seiner Rückkehr an die Front am 7. November 1918 in englische Gefangenschaft und verstarb am 18. Mai 1919 in einem englischen Lazarett an Lungenentzün-dung. 

Freitag, 17. Mai 2019

17. Mai 1919


Franz Berchtold war nur vier Monate an der Front. Am 20. Mai 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 247 eingezogen, kam er am 8. Juni 1916 zum Regiment nach französisch Lothringen. Am 9. September 1916 in die Schlacht an der Somme geworfen, erlitt das Regiment bereits in den ersten Tagen schwerste Verluste im feindlichen Trommelfeuer. Auch Franz Berchtold wurde durch Schüsse in die Hüfte und den Bauch schwer verwundet. Er verstarb am 17. Mai 1919 an den Folgen seiner Verwundungen.

Donnerstag, 16. Mai 2019

16. Mai 1919


Emil Gramm wurde am 20. November 1918 zum I. Rekruten-Depot des Ersatz-Bataillons des Grenadier-Regiments 119 eingezogen. Bereits am 21. November 1918 wurde er mit Grippe lazarettkrank in die Leichtkranken-Abteilung des in der Wulle-Brauerei in Stuttgart eingerichteten Reserve-Lazaretts eingewiesen. Er verstarb eine Woche nach seinem 19. Geburtstag im Reserve-Lazarett I in Cannstatt.

Mittwoch, 15. Mai 2019

15. Mai 1915


Wilhelm Müller wurde am 31 Juli 1914 zu einer Reserveübung eingezogen und befand sich bei Kriegsausbruch bereits bei der Truppe. Er wurde am 6. August 1914 dem Reserve-Infanterie-Regiment 121 zugeteilt und zog mit diesem am 11. August 1914 ins Feld. Er nahm mit einer krankheitsbedingten Unterbrechung im Januar 1915 an allen Kämpfen des Regiments von der Vogesen bis zur Somme teil, bis er am 13. Juni 1915 bei Serre vermißt wurde. Wilhelm Müller war in französische Gefangenschaft geraten und verstarb dort am 15. Mai 1919, vermutlich an der Spanischen Grippe. 

Dienstag, 14. Mai 2019

14. Mai 1919


Christian Lederer rückte am 4. August 1914 als gedienter Reservist zum Infanterie-Regiment 180 ein und nahm mit diesem am Vormarsch über die Vogesen und an den Stellungskämpfen bei Thiepval teil. Am 15. Mai 1915 wurde er zur Neuaufstellung des Reserve-Infanterie-Regiments 122 zum bayerischen Infanterie-Regiment 25 versetzt. Am 25. September 1915 wurde das II. Bataillon des am 5. Juli 1915 neu aufgestellten Reserve-Infanterie-Regiments 122 bei einem französischen Angriff südlich Somme-Py beinahe vollständig aufgerieben. Auch Christian Lederer wurde vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten. Er wurde in der Gefangenschaft ein Opfer der Spanischen Grippe und verstarb im Mai 1919.

Sonntag, 12. Mai 2019

12. Mai 1919



Lander Hugo, Konditor, Sergeant, ledig, einziges Kind des Josef, Küfermeisters, wurde von Aalen, wo er in Stellung war, 8. 8. 14, 23. J. alt, nach Ulm zum I.-Reg. 123 eingezogen und kam, Gedienter, alsbald mit dem Regiment nach dem Westen. Dort stand er in der 4. Komp. u. a. im Maas- und Argonnengebiet in Kämpfen. Fußverwundet wurde er im September 14 nach Ulm überwiesen und war dann längere Zeit in Münsingen beim Ausbildungspersonal, wo er auch einen Offiziers-Stellvertreterkurs mitmachte. Vom Frühjahr 16 stand er vor Ypern und an der Somme. Wieder fußverwun-det wurde er im August 16 nach Alpirsbach, später nach Ulm überwiesen. Im I.-Reg. 120 kam er im April 17 wieder an die Front. In der Arrasschlacht 4. 5. 17 handver-wundet, kam er nach Berlin, später in das Heimatlazarett Mengen und wieder zum Ausbildungspersonal nach Ulm und Münsingen. Im Oktober 18 grippekrank, stellte sich bei ihm ein dauerhaftes Leiden ein. Nach seiner Entlassung im Dez. 18 war er meist dahier im Elternhaus, wo er 12. 5. 19 starb. V.-Abz.“

aus „Das Eiserne Buch der Stadt Mengen“, Mengen 1924

Freitag, 10. Mai 2019

10. Mai 1919


Gottlob Dürr wurde am 31. Mai 1915 zum 1. Rekruten-Depot des 2. Landsturm-Infanterie-Bataillons Stuttgart XIII/3. eingezogen. Er kam am 23. Juni 1916 als Nachersatz zum Infanterie-Regiment 120 an die Front. Er wurde am 1. Mai 1917 wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Gefreiten und am 17. August 1918 ebenfalls wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Unteroffizier befördert. Am 12. Oktober 1918 wurde er bei Crépion nördlich Verdun im Abwehrkampf gegen amerikanische Truppen durch ein Artil-lerie-Geschoß am linken Arm und rechten Bein schwer verwundet. Er sollte sich von seiner Verwundung nicht mehr erholen.

Donnerstag, 9. Mai 2019

9. Mai 1919


Albert Obenland erkrankte wohl Anfang 1919 im Operationsgebiet der freiwilligen Schutztruppe Bug in Kurland. Zu seinem militärischen Werdegang läßt sich nicht mehr viel feststellen: laut Württembergi-scher Verlustliste 260 wurde er 1915 bei der 6. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 246 leicht verwundet, ist aber in der dortigen Stammrolle nicht aufgeführt. Eine schwere Verwundung scheint er laut Württembergischer Verlustliste 575 im Jahre 1917 erlitten zu haben. Aus Geheimhaltungsgründen wurde hier die Einheitszugehörigkeit nicht aufgeführt, so daß sich auch der weitere militärische Werde-gang nicht feststellen läßt.

Mittwoch, 8. Mai 2019

8. Mai 1919


Karl Baur trat am 10. August 1917 beim Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 125 ein und kam am 25. Januar 1918 zur 5. Kompagnie des Feldregiments an die Front. Am 14. Juli 1918 erkrankte er an einer fieberhaften Erkältung und wurde bis zum Waffenstillstand im Lazarett gepflegt. Nach der Rückkehr nach Stuttgart meldete sich Karl Baur zu der für den Grenzschutz im Osten aufgestellten Württembergischen Freiwilligen-Abteilung Haas. Die Abteilung wurde Ende April 1919 zur Nieder-schlagung der sozialistischen Räterepublik in der bayerischen Hauptstadt München eingesetzt. Karl Baur fiel dort in den letzten Gefechten nach der Einnahme der Stadt.

Dienstag, 7. Mai 2019

7. Mai 1919


Karl Riethmüller wurde am 3. August 1914 zum Infanterie-Regiment 120 eingezogen und bereits in den ersten Kämpfen der Regiments am Kleinen Donon in den Vogesen verwundet. Am 27. August 1915 zu seinem Regiment zurückgekehrt, kämpfte er bis Mai 1916 im Westen, bis er am 3. Juni 1916 vor Ypern durch ein Artillerie-Geschoß verschüttet wurde. Als befristet garnisinsverwendungsfähig befunden, wurde Karl Riethmüller am 21. Juni 1916 zur Stabswachkompagnie des Generalkommandos XIII. kommandiert, bis er am 20. August 1918 auf Grund seiner schwachen Gesundheit zum Proviantamt des XIII. Armee-Korps versetzt wurde. Nach der Rückkehr in die Heimat verschlechterte sich seine körper-liche Verfassung weiter. Er wurde noch zum Ersatz-Bataillon seines Regiments versetzt, kam dann aber ins Lazarett, wo er am 7. Mai 1919 verstarb.

Samstag, 4. Mai 2019

4. Mai 1919


Paul Ehle wurde am 1. September 1916 als Landsturm-Rekrut zum 2. Landsturm-Rekruten Depot Asperg eingezogen. Am 3. November 1916 kam er zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 und am 12. März 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 27. (Württembergischen) Infanterie-Division ins Feld. Am 13. April 1917 dem Infanterie-Regiment 124 zugeteilt, wurde er bereits am 3. Mai 1917 bei Bullecourt durch ein Artillerie-Geschoß am Kopf verwundet. Am 4. Juni 1917 kehrte er zum Regiment zurück und erhielt am 12. Oktober 1917 in der Herbstschlacht in Flandern eine schwere Beinverwun-dung, wiederum durch ein Artillerie-Geschoß. Nach seiner Wiederherstellung kehrte Paul Ehle noch-mals am 2. April 1918 zu seinem Regiment zurück und wurde seit 22. August 1918 in den Kämpfen zwischen Ancre, Somme und Avre vermißt. Paul Ehle war in englische Gefangenschaft geraten und verstarb dort am 5. Mai 1919 im Hospital in Le Havre-Bléville. Die Todesursache ist nicht bekannt.

Freitag, 3. Mai 2019

3. Mai 1919


Wilhelm Schock wurde am 22. Januar 1917 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 247 eingezogen und am 1. Juni 1917 zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie/XIII. Armee-Korps zur Ausbildung am Maschinengewehr versetzt. Am 12. Juni 1917 wurde er auf Reklamation seines Vaters zum Betrieb der heimischen Landwirtschaft zurückgestellt. Am 12. November 1917 erneut zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie nach Münsingen eingezogen, kam Wilhelm Schock am 26. Mai 1918 zum Infanterie-Regiment 180 als Nachersatz ins Feld. Bereits am 30. Juli 1918 erkrankte er an Darmkatarrh, wurde der Leichtkranken-Abteilung Nr. 609 überwiesen und kam nach Rückkehr in die Heimat ins Reserve-Lazarett II Sankt Loreto in Gmünd. Von dort wurde er, zwischenzeitlich an Lungentuberkulose erkrankt, am 25. Februar 1919 ins Reserve-Lazarett Wilhelmsheim nach Reichen-berg verlegt, in dem er am 3. Mai 1919 verstarb.

Donnerstag, 2. Mai 2019

2. Mai 1919



„Am 2. Mai mittags erfolgte gleichzeitig von allen Seiten der Einmarsch in die Stadt. Detachement Epp arbeitete sich unter heftigen Kämpfen langsam durch Giesing gegen die Isar vor. Detachement Seutter und Gräter durchschritten kämpfend Sendling und drangen in das Innere der Stadt ein. Detachement Bogendörfer nahm die Ausstellungs-hallen an der Theaterwiese in Besitz. Detachement Probstmeyer wurde von Augsburg mit der Bahn als Reserve des Gruppenkommandos nach dem Südbahnhof herange-zogen.
Das Vorgehen der Gruppe Friedeburg von Norden verzögerte sich im Kasernenviertel, so daß am Abend auch kein Anschluß mit ihr zu bekommen war. Das Gruppenkom-mando, das am 30. April nach Starnberg sich begeben hatte, rückte mit Detachement Gräter in München ein.
Der Widerstand, den die württembergischen Truppen fanden, war teilweise recht heftig. Geschickt sich der Eigenart des Straßenkampfes anpassend, brachten sie den einzelnen Widerstandsnestern gegenüber rasch Artillerie und Minenwerfer in Stellung und bra-chen damit schnell den Widerstand. Leider fand dabei bei schneidigem Vorfahren des Flakgeschützes des Detachements Gräter dessen Führer, Hauptmann Fritsch, mit meh-reren Leuten seiner tapferen Bedienung den Tod.“

aus: „Kriegstagbuch aus Schwaben“, Stuttgart 1919

Mittwoch, 1. Mai 2019

1. Mai 1919


Carl Rakowsky wurde am 19. Mai 1915 als ungedienter Landsturmpflichtiger zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 eingezogen. Nachdem er einige Zeit bei den Landsturm-Bataillonen Rottweil und Ellwangen im Wachdienst tätig war, kam er am 20. August 1917 an die Front zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 direkt in die Abwehrschlacht vor Verdun. Er wurde bereits am 26. August 1917 bei Montfaucon durch ein Artillerie-Geschoß an der Hand verwundet und wurde nach Abschluß seiner Lazarett-Behandlung am 15. November 1917 zum Ersatz-Bataillon seines Regiments. Am 7. April 1918 wieder an der Front, schien es Carl Rakowsky bei seinen schwäbischen Kameraden nicht zu gefallen. Er entfernte sich am 6. August 1918 unerlaubt von der Truppe und geriet in englische Gefangenschaft, wo er am 1. Mai 1919 an Lungentuberkulose und allgemeiner Entkräftung verstarb.

Dienstag, 30. April 2019

30. April 1919


Karl Schmid wurde am 4. Januar 1917 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 eingezogen und kam am 6. August 1917 zur 8. Kompagnie des Regiments ins Artois Feld. Am 22. Oktober 1917 wurde er bei Houthulst in Flandern durch einen Granatssplitter-Steckschuß in den Rücken, sowie durch Streifschüsse in die Schulter, Oberarm. Hals und Wange verwundet. Nach seiner Wiederherstellung kam er am 24. Juli 1918 zur Kompagnie zurück und wurde nach Waffenstillstand und Rückmarsch in die Heimat am 22. Dezember 1918 der 5. Kompagnie des Infanterie-Regiments 180 zugeteilt. Karl Schmid erkrankte am 20. Februar 1919 und wurde mit Verdacht auf Blinddarment-zündung ins Reserve-Lazarett I in Gmünd eingeliefert, in dem er am 30. April 1919 an Blinddarment-zündung verstarb. Er wurde am 2. Mai 1919 in seine Heimatstadt Göppingen überführt.

Sonntag, 28. April 2019

28. April 1919



Otto Blanc wurde am 12. November 1916 zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 eingezo-gen. Als „letzter Sohn“ blieb er zunächst vom Fronteinsatz verschont und kam am 1. Oktober 1917 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 und von dort am 11. November 1917 zum 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Stuttgart XIII/3. Am 13. Februar 1918 mußte auch Otto Blanc zum 3. Landsturm-Infanterie-Bataillon Ludwigsburg XIII/28., das als Besatzungstruppe in Rumänien stationiert war, ins Feld. In Rumänien erkrankte Otto Blanc am 31. August 1918 an einer Bartflechte und kam ins Kriegs-Lazarett 128 in Bukarest. Wie bei vielen anderen Lazarettinsassen gelang auch seine Rückfüh-rung bei der Räumung Rumäniens nicht mehr. Er geriet im Lazarett in rumänische Kriegsgefangenschaft und verstarb Ende April 1919 im Gefangenen-Lager Tonola.

Freitag, 26. April 2019

26. April 1919


Gustav Hammler wurde am 18. Juni 1917 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 eingezo-gen und kam am 14. Februar 1918 zum Infanterie-Regiment 476 an die Front an die Avre. Er wurde am 7. Oktober 1918 in der Abwehrschlacht an der Maas und in der Champagne vermißt und war in franzö-sische Gefangenschaft geraten. Schwer erkrankt kam er am 8. April 1919 über die Schweiz in die Heimat zurück und verstarb am 26. April 1919 im Garnisons-Lazarett in Stuttgart. 

Mittwoch, 24. April 2019

24. April 1919


Wilhelm Mösch wurde am 24. August 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 247 eingezogen. Er kam am 20. März 1916 zum Feld-Rekruten-Depot des 27. Reserve-Korps ins Feld und wurde am 4. Juni 1916 der 7. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 247 zugeteilt. Am 12. September 1916 wurde Wilhelm Mösch bei Combles durch Granatsplitter im Nacken leicht verwundet und kam nach seier Wiederherstellung am 4. Oktober 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie Regiments 247 zurück. Am 5. April 1917 zog er wieder ins Feld zum Feld-Rekruten-Depot der 242. (Württembergischen) Infanterie-Division. Von dort wurde er am 15. Juni 1917 der Bau-Abteilung der 242. Infanterie-Division zugeteilt und wurde bis zum 2. Februar 1918 mit Bauarbeiten hinter der Front beschäftigt. Am 2. Februar 1918 wurde Wilhelm Mösch wieder der kämpfenden Truppe, diesmal der 9. Kompagnie des Infanterie-Regiments 475 zugeteilt. Am 1. Juni 1918 durch einen Machinengewehr-Streifschuß an der Brust in der Schlacht bei Soissons – Reims erneut verwundet kam Wilhelm Mösch am 29. Juli 1918 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 475 und am 2. September 1918 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 124. Auf Grund seines fortgeschrittenen Alters und einer festgestellten Kriegsdienstbeschädigung von unter 10 % wurde Wilhelm Mösch am 19. September 1918 entlassen. Wilhelm Mösch war bereits während seiner aktiven Dienstzeit mehrmals krankheits-halber im Lazarett. Nach seiner Entlassung erkrankte er erneut und verstarb zwei Tage nach seinem 42. Geburtstag im Garnisons-Lazarett Stuttgart.

Montag, 22. April 2019

22. April 1919


Josef Rist wurde am 18. Juni 1917 als Ersatz-Rekrut zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 124 in Weingarten eingezogen. Nach infanteristischer Grundausbildung kam er zur 1. Ersatz-Maschinenge-wehr-Kompagnie XIII. Armee-Korps nach Münsingen zur weiteren Ausbildung am Maschinengewehr. Am 23. August 1918 zog Josef Rist ins Feld, zunächst zum Maschinengewehr-Scharfschützen-Kom-mando West, dann am 23. September 1918 zum Reserve-Infanterie-Regiment 121. Bereits eine Woche später, am 1. Oktober 1918, wurde Josef Rist in den Kämpfen zwischen Tilloy und Blécourt nördlich Cambrai vermißt. Als die Eltern dem Regiment am 22. April 1919 mitteilten, ihr Sohn befände sich in englischer Gefangenschaft, war Josef Rist bereits verstorben. Die Todesursache läßt sich nicht mehr ermitteln.  

Montag, 15. April 2019

15. April 1919


David Holder wurde am 5. August 1914 zur 1. Infanterie-Munitions-Kolonne des XIII. (Württemberg-ischen) Armee-Korps (später Munitions-Kolonne 319) eingezogen und nahm mit dieser an den Feldzü-gen gegen Frankreich, Rußland, Serbien, Italien und erneut gegen Frankreich teil. Am 26. Januar 1918 wurde er im Austausch gegen ältere Mannschaften zur späteren Verwendung an der Front zur II. Ersatz-Abteilung des Feldartillerie-Regiments 13 versetzt. David Holder befand sich bereits während seiner Ausbildung bei der Ersatz-Abteilung vom 29. April bis 30. Juli 1918 krankheitshalber im Reserve-Laza-rett Weingarten. Er erkrankte erneut an „fieberhafter Erkältung“ am 27. Oktober 1918 in der Garnison in Cannstatt, kam ins dortige Reserve-Lazarett I, wurde am 22. Januar 1919 ins Vereins-Lazarett in der Schuhfabrik Haueisen in Cannstatt und schließlich am 24. März 1919 heimatnah ins Vereins-Lazarett Geislingen an der Steige verlegt.

Sonntag, 14. April 2019

14. April 1919


Josef Rößler wurde am 12. Oktober 1910 ausgehoben und kam als Rekrut zum 10. Württembergischen Infanterie-Regiment Nr. 180. Er zog im August 1914 mit seinem Regiment über die Vogesen nach Nordfrankreich und kämpfte dort in den Stellungskämpfen westlich Bapaume bis er am 16. Mai 1915 zum bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 25 versetzt wurde, bei dem das II. Bataillon des Württembergischen Reserve-Infanterie-Regiments 122 neu aufgestellt wurde. Am 5. Juli 1915 wurde er der 8. Kompagnie des neu aufgestellten Reserve-Infanterie-Regiments 122 und kämpfte mit diesem in französisch Flandern und ab Mitte September 1915 in der Herbstschlacht in der Champagne, in der er am 25. September 1915 als vermißt gemeldet wurde.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 479

Freitag, 12. April 2019

12. April 1919


Hermann  Gminder liegt auf dem Friedhof Unter den Linden in Reutlingen begraben. Einheit und militärischer Werdegang sind nicht mehr feststellbar.

Donnerstag, 11. April 2019

11. April 1919


Anton Württemberger wurde wenige Tage nach Kriegsbeginn eingezogen. Er erkrankte am 1. März 1918 bei Sinaai westlich Sint Niklaas bei der 9. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 121 an der Ruhr. Das Regiment kam aus den Stellungskämpfen im Houthulster Wald in Ruhe an die belgisch-holländische Grenze. Über die Zustände im Houthulster Wald schreibt die Regimentsgeschichte: „die Kompagnien waren auf 40 – 50 Mann zusammengeschrumpft, die noch Überlebenden waren übermüdet und abgespannt. Die Unterbringung in Handzaeme schlecht, in Stellung noch viel schlechter, teilweise in Erdlöchern, kaum gegen die Witterungsverhältnisse geschützt, dazu seit Wochen naßkaltes, trübes Wetter, es wirkte alles zusammen.“
Anton Württemberger durchlief in einem über einjährigen Leidensweg nach seiner Ruhrerkrankung an Stationen:
  • 1. März 1918 bis 25. März 1918: Kriegs-Lazarett Franziskanerkloster in Lokeren.
  • 25. März 1918 bis 25. April 1918: Kriegs-Lazarett Mittelschule in Lokeren.
  • 26. April 1918 bis 10. Mai 1918: Reserve-Lazarett Altes Hospital in Linz am Rhein.
  • 11. Mai 1918: nach Entlassung aus dem Lazarett der 1. Garnisons-Kompagnie des Ersatz-Bataillons Reserve-Infanterie-Regiment 121 zugeteilt.
  • 29. Juni 1918 bis 7. August 1918: nach erneuter Erkrankung an Rippfellentzündung im Reserve-Lazarett I Stadtgarten in Gmünd.
  • 7. August 1918 bis 28. Oktober 1918: Reserve-Lazarett Elisabethenberg in Waldhausen bei Gmünd.
  • 29. Oktober 1918: heimatnah ins Reserve-Lazarett Biberach an der Riß.
  • 11. April 1919: im Reserve-Lazarett Biberach an der Riß an Magen- und Darmkatarrh verstorben.
  • 13. April 1919: nach Arnach überführt.



Mittwoch, 10. April 2019

10. April 1919


Richard Walter war Gymnasialprofessor am Georgii-Gymnasium in Eßlingen am Neckar und während des Krieges zeitweilig Führer der Fuß-Artillerie-Batterie 551.

Dienstag, 9. April 2019

9. April 1919


Hermann Geist wurde am 23. Mai 1916 als Ersatz-Rekrut zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 120 eingezogen. Am 17. September 1916 rückte Hermann Geist zum Füsilier-Regiment 122 nach Kurland ins Feld, wo er an den Stellungskämpfen bei Riga und Jakobstadt teilnahm. Im April 1917 wurde das Regiment an die Westfront verlegt. Dort nahm Geist – seit Juli 1917 als Krankenträger – an den Kämpfen im Priesterwald, in der Doppelschlacht Aisne-Champagne, vor Reims und Verdun teil. Am 23. August 1918 wurde Hermann Geist bei Foucaucourt als vermißt gemeldet und war in englische Gefangenschaft geraten.

Montag, 8. April 2019

8. April 1919



Grabkreuz auf dem Ehrenfriedhof in Böblingen:
ROBERT KOHLER 
*18. 7. 1894    + 8. 4. 1919

Sonntag, 7. April 2019

7. April 1919


Reinhold Krauß wurde am 1. Juli 1918 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 eingezogen. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 1. Oktober 1918 zur weiteren Ausbildung hinter der Front der 2. Armee zum Feld-Rekruten-Depot der 243. Infanterie-Division. Er erkrankte am 11. November 1918 und kam über das Kriegs-Lazarett Lüttich ins Garnisons-Lazarett (Reserve-Lazarett I) nach Stuttgart.

Samstag, 6. April 2019

6. April 1919


Konrad Ragg wurde am 14. Oktober 1913 zur Ableistung seines Wehrdienstes ausgehoben. Bei Kriegs-beginn wurde Konrad Ragg zunächst dem Ersatz-Bataillon überwiesen und folgte seinem Regiment am 25. Oktober 1914 ins Feld nach. Konrad Ragg nahm an allen Feldzügen seines Regiments im Westen, Rußland, Serbien und Italien teil. Im September 1918 an Darmkatarrh erkrankt, erkranke er am 10. November 1918 erneut, wurde über die Krankensammelstelle in die Heimat zurücktransportiert und erhielt nach seiner Genesung Heimaturlaub. Dort wiederum erkrankt kam Konrad Ragg im Februar 1919 ins Vereins-Lazarett nach Tuttlingen, in dem er Anfang April 1919 an tuberkulösem Darmleiden ver-starb.

Freitag, 5. April 2019

5. April 1919



Frontbericht 
vom 5. April 1919. 
Seit heute früh starker feindlicher Angriff gegen erste Garde-Reserve-Division und Eiserne Division. Kämpfe sind noch nicht abgeschlossen. Dem Feinde ist der Einbruch längs der Riga – Mitauer Chaussee gelungen. Reserven der Eisernen Division sind dage-gen eingesetzt.“

aus: „Libauische Zeitung“ vom 7. April 1919

Donnerstag, 4. April 2019

4. April 1919


Karl Weidle wurde als gedienter Artillerist am 10. September 1914 zur 3. Ersatz-Batterie des Feldartil-lerie-Regiments 13 eingezogen und rückte am 13. Oktober 1914 zur leichten Munitions-Kolonne der II. Abteilung des Reserve-Feldartillerie-Regiments 54 ins Feld nach Flandern. Am 7. Mai 1915 wurde er altershalber entlassen. Am 21. Januar 1918 wurde Karl Weidle trotz angeschlagener Gesundheit erneut zur 3. Ersatz-Batterie des Feldartillerie-Regiments 13 eingezogen. Ein Gesuch seines Arbeitgebers um erneute Beurlaubung vom 2. April 1918 wurde abschlägig beschieden. Nach einem krankheitsbedingten Lazarettaufenthalt im April und Mai 1918 wurde er am 1. Juni 1918 zur Train-Ersatz-Abteilung 13 versetzt und kam von dort am 30. September 1918 zunächst zum Feld-Rekruten-Depot der 2. (Württem-bergischen) Landwehr-Division und am 18. Oktober 1918 zum Landwehr-Feldartillerie-Regiment 2 ins Feld in die Argonnen. Nach dem Rückmarsch durch Lothringen, die Rheinpfalz Baden und Württem-berg wurde Karl Weidle am 6. Dezember 1918 wieder zur Train-Ersatz-Abteilung 13 versetzt. Auf Grund seines Gesundheitszustandes wurde ihm eine Rente für Kriegsversehrte gewährt. Erneut schwer erkrankt starb er am 4. April 1919 als Kriegsrenten-Empfänger im Bürgerhospital in Stuttgart.

Dienstag, 2. April 2019

2. April 1919



„Am Mittwoch früh wandte sich der Landesausschuß der Arbeiter- und Soldatenräte mit einer eindringlichen Mahnung an die Einwohnerschaft, in der er Arbeiter, Bürger und Soldaten aufforderte, sich von dem Druck unverantwortlicher Demagogen freizuma-chen, und darauf hinwies, daß die Regierung gezwungen ist, gegen den Terror einer kleinen verbrecherischen Gruppe rücksichtslos von ihren Machtmitteln Gebrauch zu machen. Die Regierung hatte, um ihrem Widerstand Nachdruck zu geben, verschiedene Sicherheitsabteilungen aus dem Lande nach Stuttgart gezogen und auch Artillerie aus Ludwigsburg herbeigerufen. Es kam im Lauf des Tages wieder zu zahlreichen Schießer-eien, die auch wieder Menschenleben kosteten. Von der Infanteriekaserne aus wurde die ganze Umgebung immer wieder durch Leuchtkugeln beleuchtet.“

aus: „Kriegstagbuch aus Schwaben“, Stuttgart 1919


Franz Hartmann wurde am 18. Juli 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 248 eingezogen und im September 1916 zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie des XIII. Armee-Korps zur Ausbildung am Maschinengewehr versetzt. Er zog am 9. November 1916 zum Reserve-Infanterie-Regiment ins Feld und war an den Stellungskämpfen in Lothringen, vor Verdun, im Artois und im Ober-elsaß beteiligt. Nach Unterstellung des Reserve-Infanterie-Regiments 122 unter die 7. (Württembergische) Landwehr-Division kam Franz Hartmann in den Osten, kämpfte am Stochod und war an der Besetzung der Ukraine beteiligt. Am 30. Juni 1918 wurde er zum Feld-Rekruten-Depot der 7. Landwehr-Division versetzt und kam mit diesem in die Heimat zurück. Nach der Demobilmachung schloß er sich der Sicher-heits-Kompagnie Nr. 17 in seinem Heimatort Degerloch an und war im März und April 1919 an den Kämpfen gegen aufständische Spartakisten beteiligt. Er fiel am 2. April 1919 in Stuttgart an der Ecke Lange Straße / Königstraße durch eine spartakistische Granate.

Montag, 1. April 2019

1. April 1919


Eugen Hermann wurde am 22. September 1916 zum Ersatz Bataillon des Grenadier Regiments 119 eingezogen. Auf Grund seiner beruflichen Fähigkeiten als Feinmechaniker wurde er am 15. November 1916 zur Ersatz-Abteilung der Kraftfahrtruppe versetzt und kam am 14. April 1917 zur Sanitäts-Kraftwagen-Abteilung ins Feld. Es folgten Einsätze bei den Armee-Kraftwagen-Parks 1 und 51. Wegen der starken Mannschaftsverluste an der Westfront wurden im Jahre 1918 immer mehr in der Etappe tätige Mannschaften „ausgekämmt“ und der kämpfenden Truppe zugeteilt. Auch Eugen Herrmann kam am 30. Juni 1918 zur Infanterie-Ersatz-Truppe nach Beverloo und wurde am 17. Juli 1918 dem Infanterie-Regiment 478 zugeteilt. Er wurde am 18. Oktober 1918 bei Le Cateau als vermißt gemeldet.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 474
„Am 18. 10. 18. bei Le Cateau vermißt Lt. Mitteil. seines Vaters vom 17. 1. 1919 in engl. Gefangenschaft.
K. D. B. (Kriegsdienstbeschädigung) nicht angenommen.
Der aus engl. Gefangensch. zurück gekehrte Musk. Alb. Reimann 3./479 erklärt dem Gerichtsoffizier des Dulag (Durchgangslager) Neisse: Musk. H. ist am 1. 4. 19 im Lazarett 55 C. C. S.  Charleroy, Belgien, an Lungenentzdg. gestorben. Ich kann meine Aussage ev. beeidigen.“ 

 

Sonntag, 31. März 2019

31. März 1919


Karl Weißer wurde am 30. Juli 1917 direkt von der Oberrealschule zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 127 eingezogen. Nach seiner Versetzung zum Ersatz-Gebirgs-Bataillon am 1. Oktober 1917 wurde er am 23. Juli 1918 zum Württembergischen Gebirgs-Regiment versetzt und am 5. August 1918 der 1. Kompagnie dieses Regiments zugeteilt. Anfang November 1918 ging Karl Weißer in den Abwehr-kämpfen im Maasbogen verloren und wurde am 4. November 1918 als vermißt gemeldet. Er war erkrankt und wurde in die Heimat zurücktransportiert; die Meldung an seine Einheit ging wohl in den Rückzugskämpfen der letzten Kriegstage verloren.

Samstag, 30. März 2019

30. März 1919


Albert Schönleber rückte bereits am 10. Oktober 1912 beim Grenadier-Regiment 119 ein. Kurz vor Ende seines Wehrdienstes zog er am 6. August 1914 mit seiner Kompagnie ins Feld und machte, als Radfahrer zum Regimentsstab kommandiert, sämtliche Gefechte der Olga-Grenadiere in Frankreich, Rußland, Serbien, Italien und Belgien unbeschadet mit. Albert Schönleber wurde am 20. Dezember 1918 infolge Demobilmachung in seinen Heimatort Neuweiler entlassen. Er erkrankte kurz darauf schwer und verstarb am 30. März 1919 im Reserve-Lazarett Böblingen.

Freitag, 29. März 2019

29. März 1919


Über das Schicksal von Christian Müller ist nichts näheres bekannt. Die Flieger-Ersatz-Abteilung 10 war während des Krieges im Fliegerhorst Böblingen stationiert, er wird wohl dort beim Bodenpersonal tätig gewesen sein. Wenigstens läßt der Ort seines Todes – Das Reserve-Lazarett Überruh wurde 1908 als Tuberkulose-Heilanstalt gegründet – auf die Art seiner Erkrankung schließen.

Donnerstag, 28. März 2019

28. März 1919


Elias Todt wurde am 24. August 1915 infolge Mobilmachung zum Ersatz-Bataillon des Reserve- Infan-terie-Regiments 247 eingezogen, kam am 20. März 1916 zum Feld-Rekruten-Depot der 54. (Württem-bergischen) Reserve-Division ins Feld und am 13. September 1916 zum Feld-Regiment direkt in die Schlacht an der Somme. Nach Erkrankung an Darmkatarrh am 1. Januar 1917 vor Verdun kam Elias Todt am 16. August 1917 zum Ersatz-Bataillon 247 zurück, wurde am 11. Dezember 1917 dem Ersatz-Bataillon des Landsturm-Infanterie-Regiments 13 überwiesen und rückte am 6. Februar 1918 wieder ins Feld zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Eßlingen. Dort nahm er bis Ende April an den Stellungs-kämpfen in den Vogesen teil und wurde anschließend für Wach- und Sicherungsaufgaben in Nordfrank-reich verwendet. Elias Todt erkrankte nach der Rückkehr in die Heimat am 29. Januar 1919. Die Stamm-rolle trägt den Eintrag „Kriegsdienstbeschädigung liegt nicht vor.“

Mittwoch, 27. März 2019

27. März 1919


Wilhelm Kübler kam am 3. Oktober 1915 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 zur 11. Feldkompagnie an die Front. Er wurde am 31. Juli 1918 bei Foufry westlich Reims durch ein Artillerie-Geschoß schwer am Kopf und der rechten Schulter schwer verwundet.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 461

Betr. den Gefr. Kübler, Wilhelm
3. 8. – 10. 8. 18             Kriegs-Laz. 7 Gruppe I Valenciennes
12. 8. – 21. 8. 18           Res.-Laz. I Kaiserin-Auguste-Victoria Krippe Düsseldorf
21. 8. – 25. 11. 18         Res.-Laz. Marienhospital Düsseldorf
29. 11. 18 – 27. 3. 19    Zweiglaz. Kath. Hospital Stuttgart

Am 27. 3. 19 dort 9.10 abends an Gehirnabzes gestorben.“

Dienstag, 26. März 2019

26. März 1919


Moritz Nitsche wurde am 9. August 1914 zum Infanterie-Regiment 120 eingezogen und rückte mit diesem am 18. August 1914 ins Feld. Am 19. November 1914 an Herz- und Magenleiden erkrankt, wur-de er bis 14. Dezember 1914 im Festungs-Lazarett II in Ulm behandelt und kam anschließend bis zum 23. Februar 1915 ins Erholungsheim Schelklingen. Nach Genesung dem Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 180 zugeteilt, kam Moritz Nitsche am 6. September 1917 nach erneuter Erkrankung bis zum 9. Januar 1918 ins Genesungsheim Lorch und anschließend wieder zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 180. Am 29. Januar 1918 von der Ärzte-Kommission als „garnisonsverwendungsfähig Hei-matlazarett“ eingestuft, erkrankte Nitsche am 11. Februar 1918 erneut und wurde ins Reserve-Lazarett II in Tübingen eingeliefert, in dem er bis 30. Mai 1915 gepflegt wurde. Am 11. Juni 1918 wurde Max Nitsche zum Reserve-Lazarett Reutlingen versetzt, in dem er bis zu seiner letzten Erkrankung Dienst verrichtete. Er hinterließ Frau und drei Kinder.

Montag, 25. März 2019

25. März 1919


Hermann Mocker wurde am 18. Mai 1915 zur Ersatz-Eskadron des Ulanen-Regiments 20 eingezogen. Am 21. September 1916 kam er zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126, von dort am 28. Dezember 1916 zum Rekruten-Depot der 39. Infanterie-Division und schließlich am 8. Mai 1917 zum Infanterie-Regiment 126 in die Doppelschlacht Aisne-Champagne. Am 6. April 1918 wurde Hermann Mocker durch ein Artillerie-Geschoß schwer am rechten Fuß verwundet. Erverstarb nach längeren Laza-rettaufenthalten am 25. März 1919 an den Folgen seiner Verwundung in seiner Heimatstadt Göppingen.

Freitag, 22. März 2019

22. März 1919


Adolf Rau wurde am 5. August 1914 zum Kriegs-Bekleidungsamt in Ludwigsburg eingezogen und dort der Zuschneide-Kompagnie zugeteilt. Am 11. Februar 1915 kam er zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 121, wurde zu kriegswichtigen Arbeiten reklamiert und am 16. November 1916 entlassen. Am 2. September 1918 erneut zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 kam er von dort am 22. Oktober 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. Landwehr-Division ins Feld. Adolf Rau kam nicht mehr an die Front. Er kam am 26. November 1918 vom Rückmarsch krank ins Festungs-Lazarett I in Ulm, wurde von dort am 12. Dezember 1919 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infante-rie-Regiments 119 entlassen und kam bereits am 27. Dezember 1918 lungenleidend wieder ins Reserve-Lazarett I nach Heilbronn. 

Donnerstag, 21. März 2019

21. März 1919



Kramer Hermann, Postanwärter, S. d. Hermann, Postunterbeamter, von Binzwan-gen. Als Kriegsfreiwilliger ist er 2. 5. 15 mit 18 Jahren bei den Pionieren in Ulm eingetreten und kam im Oktober 15 nach Markendorf bei Berlin zur Ausbildung als Minenwerfer. Im Oktober 15 wurde er nach Serbien zur Gebirgs-Minenwerfer-Abt. 303 entsandt, wo er sich an den Vorstößen ins Morawatal, Jabartal u. a. beteiligte. In der Minenwerfer-Komp. 307 kämpfte er sodann vom Juni 16 an im Oberelsaß und an der Somme, im Winter 16/17 in Lothringen, vom Mai 17 an in Polen. Vom Februar 18 stand er wieder im Westen: bei St. Quentin gegen Hamm, vom April bis Oktober in den Argonnen, am Damenweg und bei Reims, anfangs November an der Maas. Nach der Rückkehr nach Ludwigsburg blickte die Kompagnie auf einen Fußmarsch von 840 Kilometer zurück. Die Truppe wurde vor Weihnachten aufgelöst. Von Grippe befallen starb K. 21. 3. 19 in Aulendorf und wurde dahier beerdigt. E. K. II, S. V.-M..“

aus „Das Eiserne Buch der Stadt Mengen“, Mengen 1924

Mittwoch, 20. März 2019

20. März 1919


Jakob Rieth wurde am 5. August 1914 zum Grenadier-Regiment 119 eingezogen und am selben Tage dem Reserve-Lazarett Stuttgart III als Militär-Krankenwärter zugewiesen. Im August 1916 wurde er zur infanteristischen Ausbildung zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 versetzt und kam im Mai 1917 zur 2. Feldkompagnie an die Westfront. Jakob Rieh machte den Italienfeldzug 1917 / 1918 mit und kam nach dessen Abschluss im Frühjahr 1918 wieder zurück in die Kämpfe in Nordfrankreich. Er geriet am 19. Oktober 1918 bei Vesles beim Versorgen verwundeter Kameraden in französische Gefan-genschaft.

Montag, 18. März 2019

18. März 1919


Maximilian Herwanger kam am 14. April 1915 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 124 zur 2. Kompagnie des Brigade-Ersatz-Bataillons 53, aus der nach mehreren Umformierungen schließlich die 10. Kompagnie des Infanterie-Regiments 478 wurde. Er wurde am 28. März 1918 bei Caix durch ein Gewehr-Geschoß am Unterarm verwundet und kam am 25. Juli 1918 zur Kompagnie zurück. Maxi-milian Herwanger wurde seit dem 1. September 1918 bei Allaines vermißt. Er war in englische Gefan-genschaft geraten und wurde dort der 237. Kriegsgefangenen-Kompagnie zugeteilt, bei der er schwer an Ruhr erkrankte.

Donnerstag, 14. März 2019

14. März 1919


Georg Wahl kam am 18. März 1918 vom Landsturm-Rekruten-Depot Hall zum 3. Landsturm-Infanterie-Bataillon Ludwigsburg XIII/28., das in und um Buzau in Rumänien als Besatzungstruppe Sicherungs-dienste versah. Georg Wahl erkrankte am 2. November 1918 schwer an Magen- und Darmkatarrh und wurde ins Kriegs-Lazarett in Bukarest eingeliefert. Als das Bataillon Mitte Dezember 1918 Rumänien verließ, um der drohenden Internierung zu entgehen, mußte Georg Wahl als transportunfähig zurückblei-ben.

Mittwoch, 13. März 2019

13. März 1919


Alois Fimpel wurde bereits bei Kriegsbeginn eingezogen und kam Anfang September 1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 246 nach Flandern an die Front. Er wurde am 22. Oktober 1914 bei Becelaere durch einen Streifschuß am Knie und am 16. Juni 1916 vor Ypern durch einen Granatsplitter am Fuß verwundet und wurde im Anschluß an die letzte Verwundung nach längerem Aufenthalt beim Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 246 Ende September 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Landwehr-Division versetzt. Das Bataillon war bis Mitte April 1918 an den Stellungskämpfen in den Nordvogesen beteiligt und wurde dann bis zum Waffenstillstand im Etap-pengebiet in Nordfrankreich und Belgien verwendet. Alois Fimpel wurde am 15. November 1918 leber-leidend ins Vereins-Lazarett an seinem Heimatort Buchau am Federsee zur Entlassung nach Genesung überwiesen.