Samstag, 19. Januar 2019

19. Januar 1919


Georg Blersch kam am 5. August 1914 zur 4 Kompagnie des Infanterie-Regiments 120. Nach seiner dritten Verwundung durch einen Infanterie-Schuß in den Oberarm am 12. August 1915 in den Argonnen wurde er nach Behandlung in mehreren Lazaretten am 21. Juni 1916 dem Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 120 zugewiesen. Laut Stammrolle der 3. Ersatz-Kompagnie rückte er am 23. August 1916 wieder zum Feldregiment an die Front aus. Sein weiteres Schicksal und die Todesursache konnte nicht festgestellt werden. Nach dem Gefallenen-Ehrenmal in Dettingen ist er am 19. Januar 1919 verstorben. 

Bild: Gefallenen-Ehrenmal in Dettingen bei Ehingen an der Donau

Freitag, 18. Januar 2019

18. Januar 1919


Joseph Weiß geriet am 10. August 1918 bei Morlancourt in englische Gefangenschaft. Er wurde der 237. Prisoners of War-Company bei Cambrai zur Arbeitsleistung (Aufräumungsarbeiten) zugeteilt und erkrankte dort infolge der schlechten Unterbringung und Ernährung an Lungentuberkulose.

Donnerstag, 17. Januar 2019

17. Januar 1919


Ernst Knauß wurde am 7. August 1914 zum Infanterie-Regiment Nr. 124 eingezogen und bereits am 23. August 1914 wegen einer alten Bruchnarbe wieder entlassen. Erst am 16. April 1918 wurde Knauß erneut zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 127 wieder eingezogen und kam kurz vor Ende der Kampfhandlungen am 14. Oktober 1918 zur 7. Kompagnie des Infanterie-Regiments 125 ins Feld. Bereits fünf Tage später, am 19. Oktober 1918, wurde Knauß bei Missy vermißt. Die Vermißten-suche wurde am 14. Juni 1919 eingestellt, da Knauß bereits über en halbes Jahr vermißt wurde. Erst später stellte sich durch ein Schreiben des Roten Kreuzes heraus, daß Knauß bereits am 17. Januar 1919 an den Folgen seiner am 19. Oktober 1918 erhaltenen Verwundungen verstorben war.

Bilder: International Committee of the Red Cross (CH)


Mittwoch, 16. Januar 2019

16. Januar 1919


Franz Veser trat bei Kriegsbeginn am 5. August 1914 bei der 5. Batterie des Württembergischen Reserve-Feldartillerie-Regiments Nr. 26 ein. Er wurde bei den Rückzugskämpfen in Nordfrankreich am 4. Oktober 1918 bei Hordain am Zusammenfluß von Schelde und Sensée durch eine Fliegerbombe verwundet. Veser ist auch in der Liste der Ausmarschierten der Gemeinde Ebingen im Oberamt Balingen aufgeführt.

Dienstag, 15. Januar 2019

Montag, 14. Januar 2019

14. Januar 1919


Ludwig Rothmund kam am 15. Oktober 1918 vom Württembergischen Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 119 zum Infanterie-Regiment 121. Bereits nach zehn Tagen, am 25. Oktober 1918, erhielt er bei Vesles eine schwere Beinverwundung durch ein Artillerie-Geschoß, an der er später im Reserve-Lazarett Rudolstadt, Abteilung Garnisons-Lazarett verstarb.

Sonntag, 13. Januar 2019

13. Januar 1919


Wilhelm Schmid wurde am 30. September 1918 bei der 1. Kompagnie des Württembergischen Reserve-Infanterie-Regiments (RIR) Nr. 121 durch einen Artillerie-Steckschuß ins linke Knie verwundet. Er kam nach Lazarett-Behandlung am 21. November 1918 zur 1. Garnisons-Kompagnie des Ersatz-Bataillons RIR 121 und wurde am 7. Dezember 1918 erneut ins Reserve-Lazarett I Gmünd. Während des Lazarett-Aufenthaltes wurde er nach Abwicklung des RIR 121 der 8. Kompagnie des 10. Württembergischen-Infanterie-Regiments überwiesen. Er verstarb am 13. Januar 1919 im Lazarett an den Folgen seiner Verwundung.

Samstag, 12. Januar 2019

12. Januar 1919


Eugen Sailer wurde seit 7. Juni 1917 im Wytschaetebogen vermißt. Nach Mitteilung seines Vaters vom 18. September 1917 war er in englische Gefangenschaft geraten. Er erhängte sich am 12. Januar 1919 während eines Aufenthaltes im 30th. Stationary Hospital in France in Calais. Sein Bruder Karl (geboren am 24. August 1890) war bereits am 13. August 1916 bei der 12. Kompagnie des 10. Württembergi-schen Infanterie-Regiments Nr. 180 durch eine Granate bei Saint Pierre-Divion an der Ancre gefallen.

Freitag, 11. Januar 2019

11. Januar 1919


Johann Auer hielt sich im Herbst 1918 aus dienstlichen Gründen im Gebiet des Oberbefehlshabers Ober-Ost auf. Er erkrankte am 28. November 1918 am Schanker (Syphillis) und wurde ins Lazarett eingewie-sen. Auer verstarb kurz nach seiner Rückkehr in die Heimat. Er hinterließ eine Witwe und sieben Kinder.

Donnerstag, 10. Januar 2019

10. Januar 1919


Eugen Schneiderhan wurde seit dem 7. Oktober 1918 bei Cauroy in der Champagne vermißt. Sein Schicksal konnte erst aufgeklärt werden, nachdem sein Regiments- und Kompagnie-Kamerad Bernhard Hiller im Februar 1920 aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrt war.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 472

Mittwoch, 9. Januar 2019

9. Januar 1919


Friedrich Karl Müller rückte am 14. November 1914 zur 5. Kompagnie Infanterie-Regiments 121 ins Feld nach russisch Polen. Er geriet am 11. Dezember 1914 bei Wszeliwy an der Bzura in russische Gefangenschaft. Nach dem Friedensschluß mit Rußland am 6. Juni 1918 kehrte er aus der Gefangen-schaft zurück und wurde bis zum Abtransport in die Heimat der Kriegerkompagnie in Zegrze-Süd bei Warschau zugeteilt. Bei schlechter Gesundheit kam er am 20. August 1918 in die Heimat zur Gene-senden-Kompagnie des Ersatz-Bataillons Infanterie-Regiments 121. Am 22. Oktober 1918 wurde er zur Beobachtung auf Malaria ins Reserve-Lazarett Solitude eingewiesen und von dort am 19. November 1918 nach Hause beurlaubt. Er erkrankte am 10. Dezember 1918 im Urlaub an Gelbsucht und wurde ins Reserve-Lazarett I in Ludwigsburg eingewiesen.

Dienstag, 8. Januar 2019

8. Januar 1919


Alois Lehmann war am 13. Mai 1918 bei einem feindlichen Überfall auf die Feldwache bei Rouves an der Seille in Gefangenschaft geraten. Er hinterließ Frau und zwei Kinder.

„körperlich elend“
Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 599

Montag, 7. Januar 2019

7. Januar 1919


Wilhelm Hofmaier war einer von insgesamt 139 Regimentsangehörigen, die während der Abwehr-kämpfe in den Argonnen zwischen dem 26. September und dem 20. Oktober 1918, hauptsächlich an schwerer Grippe, erkrankten. Er wurde am 5. Oktober 1918 bei der Sanitäts-Kompagnie eingeliefert und verstarb nach dem Rücktransport in die Heimat im Lazarett in Weingarten.

Sonntag, 6. Januar 2019

6. Januar 1919

Für den 6. Januar 1919 konnten keine belegten Todesfälle gefunden werden. In Betracht kommt

Paul Dreher

Paul Dreher erscheint auf dem Gefallenendenkmal in Hausen am Tann (Oberamt Rottweil) mit Angabe des Geburtsdatums 8. März 1899 und der Sterbedaten „6. 1. 1919 im Laz. in Freiburg“. Im Kriegsgrä-berverzeichnis des Hauptfriedhofes Freiburg im Breisgau wird die Grablage von Paul Dreher mit Feld 61, Reihe 1, Nr. 49 angegeben. Allerdings ist hier der 6. Januar 1920 als Bestattungsdatum angegeben. weiterhin befindet sich in der preußischen Verlustliste Nr. 1195 vom 22. Juli 1918 ein Eintrag zu Paul Dreher, geboren am 8. März (ohne Jahr) in Diesenhofen, Kanton Thurgau, Schweiz: „l. verw., b. d. Tr.“ (leicht verwundet bei der Truppe). Eine militärische Einheit ist nicht angegeben. Mit größter Wahr-scheinlichkeit handelt es sich bei allen Einträgen um die gleiche Person. Paul Dreher wurde demnach am 8. März 1899 in Diesenhofen geboren, war in Hausen am Tann beheimatet und diente beim preußischen Militär, vermutlich beim XIV. (Badischen) Armee-Korps. Nähere Einzelheiten zu seinem Schicksal konnten nicht mehr aufgefunden werden.

Samstag, 5. Januar 2019

5. Januar 1919



„Am 8. Dezember sollte das Bataillon, in gleicher Weise wie Passau (bayer. Landsturm- Infanterie-Bataillon Passau)  auf 40 Wagen verladen werden. Feldküchen und Bagagen sollten vertragsmäßig mitgehen. Für beide Bataillone zusammen standen aber nur 40 Wagen bereit. Mit Schmiergeldern beschafften sich die Bataillone noch einige Wagen zur Mitnahme von je 2 Felsküchen, alles andere mußte zurückbleiben. Die Truppen wurden noch ausgeplündert, die Türen wurden zugeschlossen, vor jede Türe ein Posten gestellt, die Lebensmittel blieben aus. So wurde der Transport bei 10 Grad Kälte um 4 Uhr nachmittags von Kasatin abgelassen. Am 9. Dezember wurde in langsamer Fahrt Shmerinka erreicht, wo einige Tage zuvor Kompagnien des Württ. Res.-Inf.-Reg. 122 überfallen worden waren. (Eine große Anzahl ausgeraubter Leichen lag aufeinander-gebeugt in Viehwagen.)
in Shmerinka sollte jedenfalls eine weitere Beraubung stattfinden, denn die Lokomotive fuhr einfach davon und ließ den Zug stehen. Ein Österreicher warnte vor langem Bleiben in dieser Station. Durch Bestechung verschaffte sich der Transport wieder eine Lokomotive. Der Lokomotivführer wollte nach der galizischen Grenze fahren (Tarno-pol), wo jedenfalls neue Plünderungen in Aussicht standen. Durch Bestechung gelang es, ihn zur Fahrt nach Schepetowka (Linie Kasatin – Rowno) zu veranlassen.
Vor Rowno begannen nochmals Schwierigkeiten. Die deutsche Besatzung von Rowno, welcher der Transport angekündigt wurde, wollte keine entwaffnete Truppe in ihrem Bezirk haben und verlangte Rückkehr nach Kasatin und Neubewaffnung. Auf die Ver-sicherung, daß diese Truppen nicht mehr kampffähig seien, sollten sie unterwegs liegen bleiben, aber keinesfalls nach Rowno kommen. Die Lokomotive, welche sich schon von dannen machen wollte, wurde mit Gewalt am Zuge behalten. Der Transport verlangte unter allen Umständen Weiterfahrt, was schließlich unter der Bedingung gestatte wurde, daß er durch Rowno ohne Aufenthalt durchzufahren hätte.
Ohne Verpflegung und niedergedrückt fuhr die entwaffnete Kolonne nach Holoby weiter. (14./15. Dezember Ankunft.) In Kowel fand eine Untersuchung über die Vorfälle statt.“

aus: „Das 1. Württ. Landsturm-Infanterie.-Regiment Nr. 13 im Weltkrieg 1915–1918“, Stuttgart 1920

Friedrich Geiger erkrankte am 12. Dezember 1918 auf der Fahrt von Shmerinka nach Holoby. Er wurde auf der Weiterfahrt über Brest-Litowsk und Byalistok in Graudenz ins Lazarett eingeliefert, wo er am 5. Januar 1919 verstarb.

Freitag, 4. Januar 2019

4. Januar 1919


Alfred Koßmann trat im August 1914 kriegsfreiwillig beim Ersatz-Bataillon des Füsilier- Regiments 122 und zog bereits Anfang September 1914 mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 248 nach Flandern ins Feld. Er war ein guter Soldat, wurde verwundet, erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse, die Silberne Württembergische Militärverdienstmedaille und wurde zum Gefreiten befördert. In der Schlacht an der Somme versagten im wochenlangen Trommelfeuer bei Rancourt jedoch seine Nerven. Nervenkrank wurde er am 21. September 1916 ins Lazarett eingeliefert und kam nach vierwöchiger Behandlung am 17. Oktober 1916 zur Truppe zurück. Bereits am 28. Oktober 1916 wurde er wieder zur Beobachtung auf seinen Geisteszustand ins Lazarett eingewiesen, kam am 22. Oktober 1916 als wiedergenesen zurück und wurde als er am 27. Oktober 1916 vor Verdun erneut erkrankte in die Heimat abgeschoben. Er ver-starb am 4. Januar 1919 in seiner Heimatstadt Heilbronn.

Donnerstag, 3. Januar 2019

3. Januar 1919



„Am 14. Dezember, 6 Uhr vormittags marschierten die Truppen der 22. Landw.-Divi-sion in 4 Detachements von Shitomir auf der stark beschneiten Heerstraße Kiew – Rowno ab. Reihenfolge der Truppen im Detachement Salzmann war: Brigadestab, I./13, 1. Maschinengewehr-Kompagnie 13 ohne 1. Zug, ½ III./13, 12 Zug Maschinengewehr-Kompagnie 13, Abteilung Feldart.-Reg. 219, Fliegerabteilung.
Die reitende Abteilung I./13 übernahm die Sicherung in Shitomir bis zum Abzug der letzten Truppen. Die Nachhut hatte Garde-Landst.-Bataillon Wartenburg, welches 6 Kilometer westlich Shitomir mit ukrainischen Banditen, die im Schlitten nachfuhren, ein Gefecht zu bestehen hatte (1 Offizier tot, mehrere Verwundete).
In 8 Tagesmärschen von durchschnittlich 21 Kilometer marschierten die 4 Detache-ments, abwechselnd die Nachhut übernehmend, unbelästigt über Nowograd-Wolynsk, das infolge der Tüchtigkeit der dortigen Soldatenräte vorher rücksichtslos geräumt wor-den war, bis in die Gegend von Rowno (21. Dezember).
Auch Rowno befand sich seit 17. Dezember in der Hand der Petljuristen, die die deut-schen Etappentruppen hinausgedrängt hatten (bayrische Kavallerie-Division). Sie be-saßen im Gefühl ihrer Unterlegenheit gegenüber den 4 bewaffneten Kolonnen noch die Frechheit zu erklären, daß „sie einen Vorbeimarsch an Rowno nicht stören würden, wenn Rowno nicht betreten würde“. Die Vorhut brach einen feindlichen Widerstand vor Rowno mit einigen Artillerieschüssen und Maschinengewehrfeuer.
Statt ein paar Artilleriesalven von der Höhe in dieses Räubernest hinunterzuschicken und das Gesindel Reißaus nehmen zu lassen, wurden nur Batterien bereitgestellt. Die Rownoer Besatzung (etwa 250 – 300 Mann) knallte ohne Unterbrechung, ohne jedoch auf die Kolonnen zu zielen. Es waren wohl Freudenschüsse! 4 deutsche Detachements marschierten friedlich und zaghaft um Rowno herum. Wie viel besser wäre es gewesen, die deutschen Truppen wären angegriffen worden und hätten den Rest ihrer früheren Tatkraft vor dem Verlassen ukrainischen Bodens noch zeigen können! Dann hätte ver-mutlich auch die Bahn nach Holoby ausgenützt werden können. In schlechten Quar-tieren wurde am 22. Dezember ein Rasttag verbracht (in Obarow).
Am 23. Dezember wurde der Weitermarsch über Olyka (24. Dezember) – Palcza (26. – 28. Dezember; 3 Ruhetage wegen Überfüllung der Quartiere in Luzk) – Luzk (30. Dez-ember, Rasttag) – Holoby (1. Januar 1919) nach Kowel angetreten, das am 2. bezw. 3. Januar erreicht wurde. (In den Ortschaften vor Kowel herrschten teilweise Flecktyphus und andere ansteckende Krankheiten.) In Palcza trat die erste größere Indisziplin da-durch ein, daß der Soldatenrat der 2. Kompagnie einen Bataillonsbefehl einfach aufhob. Eine rote Fahne, allerdings in kleinem Format, aber die einzige, die beim Bataillon je aufgepflanzt wurde, sollte seine Kühnheit, die fern vom Feind jetzt zum Ausbruch kam, bezeugen. In Luzk liefen viele Ukrainer mit deutschen Gewehren herum und betrunkene Deutsche mit Russenmützen. Von Luzk aus bestand das Detachement Salzmann aus 1. Schwadron Ul. 8, 5. Batterie Feldart.-Reg. 219, I. und ½ III. Landst.-Inf.-Reg. 13, ½ II. Landw.-Inf.-Reg. 34. In der Neujahrsnacht gefielen sich die Deutschen und die Ukrainer in blöden Schießereien.
Wenn auch die Marschstraße vielfach glatt oder durch die an mehreren Tagen herrschen-den Schneestürme verschneit war oder durch Unebenheit des Geländes manches Stok-kung in den Kolonnen hervorrief, so war sie doch bis auf eine Strecke gut gangbar. Schlimmer stand es um die Seitenwege zu den als Unterkunft dienenden Ortschaften, die meistens sehr schlecht waren. Die Quartiere waren fast durchweg eng, schmutzig und voll Ungeziefer, meistens Läusen.“

aus: „Das 1. Württ. Landsturm-Infanterie.-Regiment Nr. 13 im Weltkrieg 1915–1918“, Stuttgart 1920

Josef Allgaier erkrankte auf dem Marsch am 1. Januar 1919 und verstarb zwei Tage später im Lazarett in Kowel.

Mittwoch, 2. Januar 2019

2. Januar 1919


Ernst Fasel stand seit Kriegsbeginn bei der 4. Feld-Pionier-Kompagnie als Fahrer im Felde. Am 16. Mai 1915 verletzte er sich bei einem Unglücksfall schwer am Bein – Bruch des Waden- und Schienbeins und des Knöchels. Er wurde als Kriegsdienstbeschädigter entlassen, erholte sich aber nicht wieder von seinen Verletzungen und verstarb am 2. Januar 1919 in seinem Heimatort.

Dienstag, 1. Januar 2019

1. Januar 1919


Josef Bierle stand seit 12. Mai 1918 beim Württembergischen Infanterie-Regiment Nr. 475, zuletzt bei der 2. Kompagnie, im Feld. Er wurde am 4. September 1918 wegen Gehorsamsverweigerung und Feig-heit vor dem Feind zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt und am 12. Oktober 1918 zur Arbeitsleistung hinter der Front der Württembergischen Militär-Gefangenen-Kompagnie überstellt. Er erkrankte auf dem Rückmarsch nach dem Waffenstillstand und verstarb am 1. Januar 1919 nach zwei erfolglosen Operationen im Lazarett.
Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 503