Freitag, 22. März 2019

22. März 1919


Adolf Rau wurde am 5. August 1914 zum Kriegs-Bekleidungsamt in Ludwigsburg eingezogen und dort der Zuschneide-Kompagnie zugeteilt. Am 11. Februar 1915 kam er zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 121, wurde zu kriegswichtigen Arbeiten reklamiert und am 16. November 1916 entlassen. Am 2. September 1918 erneut zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 kam er von dort am 22. Oktober 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. Landwehr-Division ins Feld. Adolf Rau kam nicht mehr an die Front. Er kam am 26. November 1918 vom Rückmarsch krank ins Festungs-Lazarett I in Ulm, wurde von dort am 12. Dezember 1919 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infante-rie-Regiments 119 entlassen und kam bereits am 27. Dezember 1918 lungenleidend wieder ins Reserve-Lazarett I nach Heilbronn. 

Donnerstag, 21. März 2019

21. März 1919



Kramer Hermann, Postanwärter, S. d. Hermann, Postunterbeamter, von Binzwan-gen. Als Kriegsfreiwilliger ist er 2. 5. 15 mit 18 Jahren bei den Pionieren in Ulm eingetreten und kam im Oktober 15 nach Markendorf bei Berlin zur Ausbildung als Minenwerfer. Im Oktober 15 wurde er nach Serbien zur Gebirgs-Minenwerfer-Abt. 303 entsandt, wo er sich an den Vorstößen ins Morawatal, Jabartal u. a. beteiligte. In der Minenwerfer-Komp. 307 kämpfte er sodann vom Juni 16 an im Oberelsaß und an der Somme, im Winter 16/17 in Lothringen, vom Mai 17 an in Polen. Vom Februar 18 stand er wieder im Westen: bei St. Quentin gegen Hamm, vom April bis Oktober in den Argonnen, am Damenweg und bei Reims, anfangs November an der Maas. Nach der Rückkehr nach Ludwigsburg blickte die Kompagnie auf einen Fußmarsch von 840 Kilometer zurück. Die Truppe wurde vor Weihnachten aufgelöst. Von Grippe befallen starb K. 21. 3. 19 in Aulendorf und wurde dahier beerdigt. E. K. II, S. V.-M..“

aus „Das Eiserne Buch der Stadt Mengen“, Mengen 1924

Mittwoch, 20. März 2019

20. März 1919


Jakob Rieth wurde am 5. August 1914 zum Grenadier-Regiment 119 eingezogen und am selben Tage dem Reserve-Lazarett Stuttgart III als Militär-Krankenwärter zugewiesen. Im August 1916 wurde er zur infanteristischen Ausbildung zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 versetzt und kam im Mai 1917 zur 2. Feldkompagnie an die Westfront. Jakob Rieh machte den Italienfeldzug 1917 / 1918 mit und kam nach dessen Abschluss im Frühjahr 1918 wieder zurück in die Kämpfe in Nordfrankreich. Er geriet am 19. Oktober 1918 bei Vesles beim Versorgen verwundeter Kameraden in französische Gefan-genschaft.

Montag, 18. März 2019

18. März 1919


Maximilian Herwanger kam am 14. April 1915 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 124 zur 2. Kompagnie des Brigade-Ersatz-Bataillons 53, aus der nach mehreren Umformierungen schließlich die 10. Kompagnie des Infanterie-Regiments 478 wurde. Er wurde am 28. März 1918 bei Caix durch ein Gewehr-Geschoß am Unterarm verwundet und kam am 25. Juli 1918 zur Kompagnie zurück. Maxi-milian Herwanger wurde seit dem 1. September 1918 bei Allaines vermißt. Er war in englische Gefan-genschaft geraten und wurde dort der 237. Kriegsgefangenen-Kompagnie zugeteilt, bei der er schwer an Ruhr erkrankte.

Donnerstag, 14. März 2019

14. März 1919


Georg Wahl kam am 18. März 1918 vom Landsturm-Rekruten-Depot Hall zum 3. Landsturm-Infanterie-Bataillon Ludwigsburg XIII/28., das in und um Buzau in Rumänien als Besatzungstruppe Sicherungs-dienste versah. Georg Wahl erkrankte am 2. November 1918 schwer an Magen- und Darmkatarrh und wurde ins Kriegs-Lazarett in Bukarest eingeliefert. Als das Bataillon Mitte Dezember 1918 Rumänien verließ, um der drohenden Internierung zu entgehen, mußte Georg Wahl als transportunfähig zurückblei-ben.

Mittwoch, 13. März 2019

13. März 1919


Alois Fimpel wurde bereits bei Kriegsbeginn eingezogen und kam Anfang September 1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 246 nach Flandern an die Front. Er wurde am 22. Oktober 1914 bei Becelaere durch einen Streifschuß am Knie und am 16. Juni 1916 vor Ypern durch einen Granatsplitter am Fuß verwundet und wurde im Anschluß an die letzte Verwundung nach längerem Aufenthalt beim Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 246 Ende September 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Landwehr-Division versetzt. Das Bataillon war bis Mitte April 1918 an den Stellungskämpfen in den Nordvogesen beteiligt und wurde dann bis zum Waffenstillstand im Etap-pengebiet in Nordfrankreich und Belgien verwendet. Alois Fimpel wurde am 15. November 1918 leber-leidend ins Vereins-Lazarett an seinem Heimatort Buchau am Federsee zur Entlassung nach Genesung überwiesen.

Dienstag, 12. März 2019

12. März 1919


Friedrich Jäger kam am 30. Juli 1915 zum Infanterie-Regiment 126 ins Feld, nachdem er zuvor bereits seit Kriegsbeginn beim Landsturm-Infanterie-Bataillon Calw XIII/1. gedient hatte. Er wurde seit 18. August 1916 bei Fort Vaux vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 466
„Zus. der Aufarbeitungsstelle: lt. Mitt. des Stadtpfarrers Amon v. 21. 7. 19 ist Jäger inf. Lungenentzün-dung im Spital 73 in Dijon am 12. 3. 19 gestorben, beerdigt auf dem Stadtfriedhof.
Auf dieses Schreiben wird der Tod des Untffz. Jäger 1./126. geb. 8. 3. 85 zu Öhringen gem. H. O. Anl. 9 für festgestellt erachtet.“

Montag, 11. März 2019

11. März 1919


Zu Hermann Sannwald liegen keine weiteren Informationen vor; er wird in keiner deutschen Verlustliste erwähnt.

Bild: Kriegerdenkmal auf dem Friedhof in Backnang

Sonntag, 10. März 2019

10. März 1919


Wilhelm Deuschle kam am 16. April 1916 vom Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 246, zu dem er am 28. September 1915 eingezogen worden war, zum Reserve-Infanterie-Regiment 120 an die Westfront. Er wurde seit 18. November 1916 an der Ancre vermißt und war laut Mitteilung seiner Eltern vom 1. Januar 1917 in englische Gefangenschaft geraten. Ein Bericht über die Gefangennahme der 3. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 120 befindet sich unter dem 18. November 1916.

Samstag, 9. März 2019

9. März 1919


Paul Schmidt geriet am 9. August 1918 im Gefecht bei Chipilly an der Somme in englische Gefangen-schaft. Er war am 9. April 1918 vom Feld-Rekruten-Depot der 243. (Württembergischen) Infanterie-Division beim Regiment eingetreten und hatte mit diesem bereits im Dezember 1917 an den Stellungs-kämpfen vor Verdun teilgenommen. Paul Schmidt kam zur 184. Kriegsgefangenen-Kompagnie der britischen Expeditionsstreitkräfte, erkrankte dort im Winter 1918 / 1919 an Grippe und verstarb am 9. März 1919 in einem britischen Hospital in Calais.

Freitag, 8. März 2019

8. März 1919


Eugen Rube kam zwar noch ins Feld, aber nicht mehr zum Fronteinsatz. Nach der Ausbildung beim Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 wurde er am 24. Oktober 1918 dem Feld-Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Reserve-Division zugeteilt, bei dem er am 8. November 1918 an Drüsenschwellung erkrankte und an die Krankensammelstelle Lüttich zum Rücktransport in die Heimat überwiesen wurde. Infolge Auflösung des Feld-Rekruten Depots im Januar 1919 dem Infanterie-Regiment 180 zugeteilt, verstarb er am 8. März 1919 im Reserve-Lazarett I Stadtgarten in Gmünd, unweit seines Heimatortes Oberurbach, verstarb.


Donnerstag, 7. März 2019

7. März 1919


Hermann Trunk wurde am 7. Mai 1918 zum Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regiments 122 eingezogen. Nach der allgemeinen infanteristischen Ausbildung wurde er am 11. Juli 1918 zur Ausbildung am Maschinengewehr zur 2. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie XIII. Armee-Korps versetzt. Am 20. Oktober 1918 kam Hermann Trunk zum Maschinengewehr-Scharfschützen-Kommando West ins Feld, wurde aber bereits am 8. November 1918 vom Soldatenrat in Tongern wieder nach Hause geschickt. Zwischenzeitlich der 12. Kompagnie des Infanterie-Regiments 180 zugeteilt, erkrankte er am 29. Januar 1919 im Heimaturlaub in Willsbach.

Mittwoch, 6. März 2019

6. März 1919


Im März 1919 saßen immer noch Teile der 7. (Württembergischen) Landwehr-Division in Odessa und Umgebung fest und warteten auf den Rücktransport in die Heimat. Hermann Kraft kam am 7. Juni 1918 vom Landwehr-Infanterie 126, mit dem er seit Juli 1916 im Oberelsaß, am Stochod und in der Ukraine gekämpft hatte, altershalber zum Feld-Rekruten-Depot der 7. Landwehr-Division. Er erkrankte am 17. Januar 1919 in Odessa an Brust- und Rachenkatarrh und wurde am 6. Februar 1919 vom Krankenrevier ins Deutsch-Evangelische Krankenhaus eingewiesen.

Dienstag, 5. März 2019

5. März 1919


Josef Teufel kam am 16. Januar 1917 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 127 zum Infan-terie-Regiment 476 an die Front nach Lothringen. Er ist am 20. Mai 1917 in der Doppelschlacht Aisne – Champagne „infolge Kampfhandlungen am Mont Cornillet unverschuldet in Gefangenschaft  geraten – der Auszeichnung mit EK II würdig“.

Sonntag, 3. März 2019

3. März 1919


Christian Schauer kam am 1. November 1917 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 124 zum Feldregiment an die Front in Flandern. Er wurde seit 22. August 1918 bei Bray-sur Somme vermißt und war in englische Gefangenschaft. Bei der 211. Prisoner of War Company zu schwerer Arbeit eingeteilt, erfror er sich im Winter 1918 / 1919 beide Füße und verstarb am 3. März 1919 nach deren Amputation.

Samstag, 2. März 2019

2. März 1919



Wilhelm Köhler kam am 4. Juli 1918 vom Rekruten-Depot der 26. (Württembergischen) Reserve-Divi-sion zum Reserve-Infanterie-Regiment 121 an die Front. Über die Gefangennahme der Reste des II. Bataillons in den Kämpfen bei Blécourt am 1. Oktober 1918 berichtet die Regimentsgeschichte:

„Am 1. Oktober, 5 Uhr vormittags, setzte Trommelfeuer ein, das an Stärke bisher alles Dagewesene übertraf. Dicht hinter der Feuerwalze stürmte der Gegner in dichten Mas-sen an. Vor der Front des II. Bataillons war er zunächst nicht vorwärts gekommen. Plötzlich erschien der Feind in beiden Flanken des Bataillons. Anscheinend war es ihm wiederum gelungen, bei den preußischen Nachbarn durchzubrechen. Erst nach hartem Kampf konnte er die Besatzung, die alle frontalen Angriffe abgeschlagen hatte, überwäl-tigen.“

aus: „Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 121 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1922

Freitag, 1. März 2019

1. März 1919


Christian Schwenk kam am 19. Juli 1917 vom Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 126 ins Feld zum Rekruten-Depot der 7. Landwehr-Division nach Rußland an den Stochod und wurde am 27. Juli 1917 dem Reserve-Infanterie-Regiment 122 zugeteilt. Am 13. Dezember 1917 wurde er zum Landwehr-Infanterie-Regiment 126 versetzt und kam von dort am 8. Juni 1918 altershalber wieder zum Feld-Rekruten-Depot der 7. Landwehr-Division. Christian Schwenk erkrankte am 15. Oktober 1918 in Taganrog schwer an Grippe und kam vor Ort ins Feld-Lazarett Nr. 174. Wegen Räumung des Feld-Lazaretts wurde er am 21. Oktober 1918 einem der letzten Lazarett-Züge übergeben, konnte Deutsch-land noch erreichen und kam in die innere Station des Festungs-Hilfs-Lazaretts Nr. 7 in Königsberg in Ostpreußen. Christian Schwenk hinterließ Frau und zwei Kinder.

Donnerstag, 28. Februar 2019

28. Februar 1919


Lukaus Mauch kam am 5. September 1914 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 ins Feld, wo er am 30. Oktober 1914 bei Becelaere durch ein Infan-terie-Geschoß am Kopf und Oberarm verwundet wurde. Nach seiner Wiederherstellung kam er am 22. März 1915 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 122 und kämpfte zunächst im Oberelsaß und in Lothringen. Ab Mai 1917 wurde er mit dem Regiment an die Ostfront verlegt, nahm zunächst an den Stellungskämpfen am Stochod teil und schließlich ab Februar 1918 an den Kämpfen zur Unterstützung der Ukraine. Am 26. September 1918 wurde Lukas Mauch dem Feld-Rekruten-Depot der 7. (Württem-bergischen) Landwehr-Division zur weiteren Verwendung im Westen überwiesen. Er erkrankte am 27. Oktober 1918 in Tiraspol an Bronchitis und wurde am 7. November 1918 auf dem Weitertransport ins Orts-Lazarett in Ploesti in Rumänien eingewiesen, wo er in rumänische Gefangenschaft geriet und ins Gefangenenlager Tonola bei Bukarest kam. Im Gefangenenlager erneut erkrankt an geschwollenen Händen und Füßen am 16. Februar 1919 kam er zunächst ins Kriegs-Lazarett in Bukarest, dann ins Seu-chen-Lazarett, wo er am 28. Februar 1919 an Herzschwäche nach Nephritis und Tuberkuloseverdacht verstarb. Lukas Mauch hinterließ in Ötisheim Frau und zwei Kinder.

Mittwoch, 27. Februar 2019

27. Februar 1919


Adolf Lautenschlager kam am 5. September 1914 vom Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regi-ments Nr. 120 zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 nach Flandern. Er wurde bereits am 31. Oktober 1914 bei Gheluvelt vermißt und war in englische Gefangenschaft geraten. In der Gefangenschaft verdüsterte sich sein Geisteszustand und er wurde als Verrückter (mental case) im Nell Lane Military Hospital in West Didsbury bei Manchester und im Crowthorne War Hospital westlich London behandelt. Am 31. Januar 1918 kam Adolf Lautenschlager als Austauschgefangener in die Heimat zurück und wurde zunächst im Reserve-Lazarett I in Stuttgart, später im auf Nervenkrankheiten spezialisierten Reserve-Lazarett Weißenau bei Ravensburg behandelt.

Dienstag, 26. Februar 2019

26. Februar 1919


Ludwig Mauch machte seit 4. August 1914 bis zum Waffenstillstand sämtliche Fronteinsätze seiner Sanitäts-Kompagnie Nr. 2/XIII. (später Nr. 32) im Westen mit. Er erkrankte auf dem Rückmarsch schwer und kam am 29. November 1918 ins Kloster-Lazarett Montabaur, wurde jedoch sofort nach Rottweil ins Städtische Krankenhaus abgeschoben. Von dort am 1. Februar 1919 noch ins Bezirks-krankenhaus Rottweil verlegt, verstarb er am 26. Februar 1919.

Montag, 25. Februar 2019

25. Februar 1919


August Apfelbach kam am 6. August 1917 zur 4. Kompagnie des Brigade-Ersatz-Bataillons Nr. 52. Bis zu seiner Gefangennahme am 12. August 1918 bei Chuignolles verblieb er bei dieser Kompagnie, als aus ihr im April 1917 die 8. Kompagnie des Ersatz-Infanterie-Regiments Nr. 51 und im Juli 1917 die 8. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 478 wurde. Er hinterließ Frau und zwei Kinder.

Sonntag, 24. Februar 2019

24. Februar 1919



„Der Februar, der sonst ohne besondere Vorfälle verlief, brachte in bezug auf die Möglichkeit des Abtransports eine neue Enttäuschung. Am 11. Februar war bekannt-gegeben worden, daß zum Abtransport der in Odessa befindlichen deutschen Truppen der Dampfer „Stambul“ zur Verfügung stehe. Sogleich wurde mit allen verfügbaren Mannschaften und Mitteln der Ausbau dieses Schiffes betrieben. Die Batterie beteiligte sich dabei durch Anfuhr von Bauholz, außerdem wurden die Handwerker den Pionieren zum Ausbau zur Verfügung gestellt.
Am 17. Februar war der Ausbau vollendet, Kohlen waren an Bord genommen, die defekte Maschine durch eine neue ersetzt, das beschädigte Steuer sollte noch auf dem Trockendock in Nikolajew repariert werden, da wurde uns mitgeteilt, daß infolge beson-derer Verhältnisse zunächst sächsische Truppen in Nikolajew mit „Stambul“ abbefördert werden sollten. Von den Odessaer Truppen kamen nur 200 Mann zur Mitfahrt in Frage. Der Kopfstärke entsprechend entfielen auf die Batterie 8 Mann, die am 26. Februar mit dem Schiff nach Nikolajew fuhren, dort übrigens bis Mitte März liegen blieben, da die Reparatur lange Zeit in Anspruch nahm.
Einen schmerzlichen Verlust erlitt die Batterie durch den Tod des Kanoniers Eck, der, am 18. Februar an Fleckfieber erkrankt, am 28.* im städtischen Krankenhaus in Odessa starb. Er liegt, fern der Heimat, auf dem Friedhof in Odessa begraben. Ein weiteres Umsichgreifen der gefährlichen Seuche konnte glücklicherweise durch energische Vor-beugungsmaßregeln verhindert werden.“

aus: „Das Württembergische Landwehr-Feld-Art.-Regiment Nr. 1 im Weltkrieg 1914–1918“ׅ, Stuttgart 1922

* Georg Eck verstarb laut Kriegsstammrolle der 6./Lw.-FAR 1 am 24. Februar 1918

Samstag, 23. Februar 2019

23. Februar 1919


Eugen Pfisterer kam am 15. März 1916 vom Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 zum Reserve-Infanterie-Regiment 120 ins Feld. Er wurde bereits beim Ersatz-Bataillon am 20. Januar 1916 zu einer fünftägigen Arreststrafe „weil er auf der Stube Streithändel begann und einen Kameraden blutig geschlagen hat“, am 14. Juli 1916 zu einer weiteren fünftägigen Arreststrafe „weil er ohne Ver-schulden von seiner Kompagnie abgekommen ist, sich einen Tag lang herumgetrieben hat“ und schließ-lich am 31. Juli 1916 zu drei Monaten Gefängnis „wegen unerlaubter Entfernung von der Truppe“ verurteilt. Nach Verbüßung der Gefängnisstrafe im Festungsgefängnis Ulm kam Eugen Pfisterer am 12. November 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120, erkrankte dort am 13. November 1916 an starken Kopfschmerzen und wurde bis 2. Mai 1917 im Lazarett, zuletzt auf dem Elisabethenberg bei Lorch, behandelt. Am 3. Mai kehrte er als „garnisonsverwendungsfähig Heimat“ zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 zurück, wo er Ende November 1918 erneut erkrankte. 

Freitag, 22. Februar 2019

22. Februar 1919


Jakob Schatz kam am 2. August 1915 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 direkt in die „Hölle von Hooge“. Schon nach acht Tagen an der Front wurde er mit den Resten der 2. Kompagnie am 9. August 1915 vermißt und war in englische Gefangenschaft geraten. Der Bericht der Regiments-geschichte über den Untergang der 2. Kompagnie ist unter dem 9. August 1915 zu finden.

Donnerstag, 21. Februar 2019

21. Februar 1919


Friedrich Karle wurde am 1. September 1916 eingezogen. Er kam am 29. Juni 1916 zur 2. Kompagnie des Infanterie-Regiments 413 an die Westfront. Nach Auflösung seiner Kompagnie nach den verlust-reichen Kämpfen bei Roye und Noyon im August 1918 wurde Friedrich Karle am 18. September 1918 der 12. Kompagnie zugeteilt, bei der er am 8. Oktober 1918 bei Serain schwer am Gesäß verwundet wurde. Er verstarb am 21. Februar 1919 „an allgemeiner Schwäche infolge dauernder Eiterung der Schußwunde“ im Evangelischen Krankenhaus in Gelsenkirchen.

Mittwoch, 20. Februar 2019

20. Februar 1919


Jakob Aichholz marschierte am 6. August 1914 mit dem Landwehr-Infanterie-Regiment 124 ins Feld. Bereits am 28. August 1918 an Herzleiden erkrankt, rückte er nach seiner Genesung am 29. Dezember 1914 zum Grenadier-Regiment 119 aus, bei dem er am 24. August 1916 im Delville-Wald in englische Gefangenschaft geriet.

Dienstag, 19. Februar 2019

19. Februar 1919


Friedrich Palmer wurde am 24. August 1915 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 eingezogen und kam am 11. Januar 1917 als Nachersatz zum Infanterie-Regiment 413 an die Westfront. Nachdem er am 26. Januar 1917 erstmals an Bronchialkatarrh erkrankt war, wurde er als „dauernd garnisonsverwendungsfähig Front“ eingestuft und am 2. April 1917 dem Armierungs-Bataillon 192 zum Stellungsbau zugeteilt. Im Juli 1917, im März und Juni 1918 wiederholt an Bronchialkatarrh erkrankt, erkrankte er am 14. Oktober 1918 erneut, kam über das Feld-Lazarett am 23. November 1918 ins Marienhospital nach Stuttgart und schließlich am 4. Januar 1919 ins Reserve-Lazarett Stadtgarten in seine Heimatstadt Gmünd, wo er am 19. Februar 1919 verstarb.

Montag, 18. Februar 2019

18. Februar 1919


Albert Vollmer kam am 9. Februar 1915 vom Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 zur 11. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 248. Er wurde am 20. April 1915 vor Ypern durch ein Artillerie-Geschoß am Oberschenkel, am 11. September 1916 bei Bouchavesnes durch ein Artillerie-Geschoß am Kopf, am 30. April 1918 bei Albert durch ein Artillerie-Geschoß wieder am Kopf und schließlich am 23. Juli 1918 bei Albert durch ein Artillerie-Geschoß an der Wange verwundet und kam immer wieder zur 11. Kompagnie zurück. Am 9. August 1918 geriet Albert Vollmer bei Morlancourt in englische Gefangenschaft aus der er nicht mehr zurückkehrte.

Sonntag, 17. Februar 2019

17. Februar 1919


Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 500

„Nach einer Anzeige des Res. Laz. II hier hat sich der Gren. Eugen Schmid geb. 18. 12. 99. Mühlhausen i./Els. in der Nacht vom 17. auf 18. Febr. 19 erschossen.“

Samstag, 16. Februar 2019

16. Februar 1919


Otto Werner wurde am 6. August 1914 eingezogen und verbrachte die ersten Kriegsjahre im Garnisons-dienst bei den Ersatz-Bataillonen des Infanterie-Regiments 121 in Ludwigsburg und des Reserve-Infan-terie-Regiments 122 in Rottenburg am Neckar. Er wurde am 23. August 1918 dem Füsilier-Regiment 122 zugeteilt und nach Galizien in Marsch gesetzt, wo er am 28. August 1916 der 12. Kompagnie zugeteilt wurde. Otto Werner geriet sofort in die schweren Rückzugskämpfe bei Byszow und wurde bereits acht Tage später bei Meducha als vermißt gemeldet. Das Regiment hatte in der Zeit vom 1. bis 9. September 1916 48 Tote, 301 Verwundete und 667 Vermißte, die größtenteils in Gefangenschaft geraten waren, insgesamt ungefähr ein Drittel des Mannschaftsbestandes, an Verlusten zu beklagen. Auch Otto Werner war nach Mitteilung seiner Ehefrau vom 31. Dezember 1916 in russische Gefangenschaft geraten.

Freitag, 15. Februar 2019

15. Februar 1919


Gotthilf Gruber kam als Reservist am 4. August 1914 zur 1. Kompagnie des Infanterie-Regiments 125. Er nahm 1914 an den Gefechten in den Vogesen und Flandern und ab Winter 1914 in russisch Polen teil. Am 5. August 1915 erkrankte er bei Paßjeki in Rußland an Lungenentzündung, wurde am 7. Januar 1917 an der Somme durch einen Artillerie-Prellschuß am Knie verwundet und geriet nach seiner Rück-kehr aus dem Lazarett am 28. April 1917 in der Arrasschlacht in englische Gefangenschaft.

Donnerstag, 14. Februar 2019

14. Februar 1919


Karl Winter war wegen Kurzsichtigkeit nur eingeschränkt als Soldat verwendbar. Er wurde am 21. August 1915 zum 1. Rekruten-Depot des 2. Landsturm-Infanterie-Bataillons Stuttgart XIII/3. eingezo-gen und kam am 8. November 1915 zum Landsturm-Infanterie-Bataillon Rottweil XIII/6. Am 2. Januar 1916 rückte er an die Westfront zur 1. Württembergischen Bewachungs-Kompagnie des Kriegsgefan-genen-Arbeits-Bataillons 88. Auf Grund des großen Personalmangels „k. v.“ (kriegsverwendungsfähig) geschrieben, wurde er am 7. August 1917 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 zur spä-teren Verwendung an der Front versetzt. Am 14. September 1917 zog er erneut ins Feld, wurde jedoch nicht an der Front verwendet, sondern der Holzfäller-Abteilung 1/XIII. zugeteilt. Nach dem Rückmarsch kam Karl Winter am 25. November 1918 wieder zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 nach Ludwigsburg, wo er am 24. Januar 1919 tödlich erkrankte. 

Mittwoch, 13. Februar 2019

13. Februar 1919



„Vom Gegner war bei Übernahme der Stellung nichts bekannt, aber schon 11.15 vormit-tags wurden englische Patrouillen vor der Front bemerkt, und um 12 Uhr mittags geht der Gegner in 3 Wellen gegen den Abschnitt der 9. und 10. Komp. vor und arbeitet sich bis auf 1000 Meter an den Kanal heran. Im weiteren Verlaufe des Nachmittags näherte er sich sogar dem Kanal bis auf 400 Meter und gräbt sich dort ein. Unser Maschinen-gewehrfeuer bringt ihm dabei erhebliche Verluste bei. Nun fängt auch die gegnerische Artillerie an, Douai, die Kanalstellung und besonders die von der rechten Flügelkom-pagnie (9.) auf das westliche Kanalufer vorgeschobenen Postierungen zu beschießen. wobei die 9. Komp. 2 Tote und 2 Verwundete hat und ein leichtes Maschinengewehr unbrauchbar wird.“

aus: „Das Württ. Infanterie-Regiment Nr. 180 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921


Georg Pflieger wurde bei der Beschießung der Vorposten durch eine Granate am Oberarm und beiden Beinen schwer verwundet. Er verstarb am 13. Februar 1919 an einer durch seine Verwundungen verur-sachten Blutvergiftung im Städtischen Spital in Gmünd.

Dienstag, 12. Februar 2019

12. Februar 1919


Wilhelm Granzow stand im Winter 1915 / 1916 mit dem Infanterie-Regiment 125 im Feld in russisch Polen und erkrankte dort im Februar 1915. Nach seiner Genesung wurde ber bei den Ersatz-Bataillonen Infanterie-Regiment 125, Reserve-Infanterie-Regiment 246 und Infanterie-Regiment 121 im Garnisons-dienst verwendet. Am 28. März 1916 rückte er wieder an die Front vor Verdun zum Landwehr-Feld-Lazarett Nr. 35 (später Feld-Lazarett 572) im Verband der 2. (Württembergischen) Landwehr-Division und wurde dort zum Gasschutz-Unteroffizier ausgebildet. Am 17. Mai 1918 kam er in den Argonnen mit Verdacht auf Tuberkulose ins Lazarett und wurde Anfang November 1918 wieder dem Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 121 in Ludwigsburg zugeteilt. Erneut erkrankt am 3. Januar 1919 ins Karl-Olga-Krankenhaus nach Stuttgart, wo er am 12. Februar 1918 an Lungenbrand durch einen Fremdkörper in der Lunge verstarb.

Montag, 11. Februar 2019

11. Februar 1919



Sigmund Göser
SCHÜTZE. 3. M. G. K./476                                                                            11. FEBRUAR 1919
Geb. 19. 10. 99 in Ulm, Sem. Gmünd seit 1915, rückte am 30. Juli 1917 nach Ulm ein und kam im Mai 1918 ins Feld, Champagne. Infolge Verwundung an Auge und Hals lag er im Lazarett in Antwerpen. In den Abwehrkämpfen in der Champagne erwarb er sich das E. K. II, geriet aber im Okt. 1918 in franz. Gefangenschaft. Am 11. Febr. 1919 starb er in Mézières, angeblich infolge Unterernährung. Nach Bericht seiner Leidensgenossen hatten die Gefangenen unter Hunger und anderen Qualen körperlich und seelisch schwer zu leiden. So wurde ihnen jede Fühlung mit den Angehörigen vorenthalten, so daß den Verstorbenen in seinen vielen Leidenswochen kein tröstliches Wort erreichte.“

aus: „Ehrenbuch der im Weltkrieg gefallenen kath. Lehrer Württembergs“, Biberach an der Riß 1927


Sonntag, 10. Februar 2019

10. Februar 1919


Otto Braun trat zu Kriegsbeginn als Kriegsfreiwilliger beim Württembergischen Reserve-Infanterie-Regiment 248 ein. Am 12. Oktober 1915 kam er zum Württembergischen Gebirgs-Regiment, bei dem er kurz vor Beginn des Waffenstillstandes am 6. November 1918 bei Vilosnes vermißt wurde und in amerikanische Gefangenschaft geraten war. Nach Angabe von zwei im Oktober 1919 aus amerikani-scher Gefangenschaft zurückgekehrten Kameraden war er dort zwischen dem 10. und 13. Februar 1919 an Lungenleiden verstorben. Die amtliche Todesbestätigung traf erst im November 1920 ein.

Bilder: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 494

Samstag, 9. Februar 2019

9. Februar 1919


Jakob Merz kam am 17. Januar 1915 vom Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments (LIR) 122 zur 14. Kompagnie des LIR 119 ins Feld und am 16. März 1915 mit dem gesamten IV. Bataillon LIR 119 zum neu aufgestellten LIR 126. Er erkrankte am 23. August 1918 im Mündungsgebiet des Don bei Taganrog schwer an Ruhr. Am 22. November 1918 wurde Jakob Merz krankheitshalber zum Ersatz-Bataillon versetzt und konnte so das Schwarzmeergebiet noch Richtung Deutschland verlassen, bevor die 7. (Württembergische) Landwehr-Division völlig abgeschnitten wurde. Seine Württembergische Heimat erreichte er allerdings nicht mehr.

Freitag, 8. Februar 2019

8. Februar 1919


Ernst Locker kam am 17. Mai 1915 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 120 zum Infanterie-Regiment Nr. 121. Er geriet am 27. Januar 1917 in den Kämpfen bei Le Transloy in englische Gefangenschaft. Ernst Locker hienterließ Frau und drei Kinder.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 461

Donnerstag, 7. Februar 2019

7. Februar 1919


Otto Langenbucher kam am 15. Oktober 1918 vom Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 127 zum Infanterie-Regiment Nr. 125 an die Front. Bereits wenige Tage später, am 18. Oktober 1918 wurde er vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 465

„Gestern erhielt ich vom Deutschen Lagerpastor in Le Mans die Nachricht, daß mein am 19. Oct. 18 in Gefangenschaft geratener Sohn Otto Langenbucher am 7. Febr. d. J. infolge Krankheit (Lungentuber-kulose) gestorben ist u, zwar im Hospital in Le Mans.“

Mittwoch, 6. Februar 2019

6. Februar 1919


Ernst Kenner wurde stand seit November 1915 bei der Württembergischen Landwehr-Artillerie-Muni-tions-Kolonne Nr. 2 im Feld. Er wurde am 4. Mai 1917 nach Reklamation durch die Maschinenfabrik Eßlingen zur 2. Ersatz-Abteilung des Feldartillerie-Regiments Nr. 13 in die Heimat versetzt und zu kriegswichtiger Arbeit freigestellt. Als Militärangehöriger wurde er am 30. November 1918 schwer erkrankt ins Reserve-Lazarett VII in Stuttgart (Heusteigstraße 66) eingeliefert, wo er am 6. Februar 1919 verstarb. Ernst Kenner hinterließ Frau und vier Kinder.