Donnerstag, 23. Mai 2019

23. Mai 1919


Die deutsche Militär-Eisenbahn war noch bis Juli 1919 im Baltikum zur Unterstützung der dort gegen die Bolschewiken kämpfenden Truppen im Einsatz. Karl Saile wurde als Lokomotivführer zum Feldeisen-bahndienst zur Militär-Eisenbahn-Direktion V in Wilna kommandiert. Er verstarb am 23. Mai 1919 in Suwalki im umkämpften polnisch-litauischen Grenzgebiet infolge Krankheit.

Mittwoch, 22. Mai 2019

22. Mai 1919


Bernhard Stett war wohl aus beruflichen Gründen von seinem Geburtsort Höhreute in Baden in das benachbarte württembergische Zußdorf gekommen. Als badischer Staatsbürger wurde er zu einer preußi-schen Einheit eingezogen. Er geriet am 1. November 1918 bei Valenciennes in englische Gefangenschaft und verstarb am 22. Mai 1919 in der Nähe von Béthune an Lungenentzündung.

Sonntag, 19. Mai 2019

19. Mai 1919


Albert Maier trat am 2. September 1914 freiwillig beim Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 123 ein. Er kam am 4. Oktober 1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 247 ins Feld und wurde am 22. Oktober 1914 bei Becelaere verwundet. Nach seiner Wiederherstellung kam er am 22. März 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 und am 21. Februar 1915 zu diesem Regiment erneut an die Front. Am 26. März 1915 erkrankt, kam er am 20. Mai 1915 vom Lazarett wiederum zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120. Dort wurde er am 14. Juni 1916 als vermißt gemeldet.
Albert Maier schien mit der militärischen Disziplin nicht mehr zurecht gekommen zu sein. Bereits am 1. Mai 1915 wurde er zu „7 Wochen Gefängnis unter Anrechnung eines Monats der Untersuchungshaft wegen eines Vergehens der unerlaubten Entfernung im Felde in der Dauer von mehr als drei Tagen“ verurteilt, die er vom 21. September bis 10. Oktober 1915 im Festungsgefängnis Ulm verbüßte.
Am 18. November 1915 wurde er zu „2 Jahre, 6 Mon. Gefängnis unter Versetzung in die II. Klasse des Soldatenstandes wegen eines Vergehens der unerlaubten Entfernung im Felde in der Dauer von mehr als 7 Tagen, wegen eines Verbrechens des Betrugs im Rückfall, zusammentreffend mit erschwerter Urkun-denfälschung, wegen zweier Verbrechen des Diebstahls im Rückfall“ verurteilt, die er vom 13. Dezem-ber 1915 ab im Festungsgefängnis Ulm und ab 5. Januar 1916 im Zellengefängnis Heilbronn verbüßte. Am 11. Februar 1916 wurde die Haft aus dienstlichen Gründen widerruflich unterbrochen – Albert Maier kam zum Reserve-Infanterie-Regiment 120 an die Front. 
Nachdem er am 14. Juni 1916 vermißt gemeldet worden war, kam Albert Maier nach seiner Ergreifung am 14. August 1916 in Untersuchungshaft. Er erkrankte am 25. August 1916 an Lungentuberkulose, kam ins Reserve-Lazarett Stuttgart I und am 24. Oktober 1916 ins Reserve-Lazarett Nagold. Am 14. September 1917 wurde er vom Reserve-Lazarett Nagold zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 zur Verbüßung seiner Strafe zurückversetzt. Auf Verfügung des Gerichts der Landwehr-Inspektion Stuttgart wurde die Strafe am 15. September 1917 aufgehoben. Albert Maier wurde am 18. September 1917 aus dem Militärdienst entlassen und verstarb am 19. Mai 1919 an den Folgen seiner Tuberkulose-Erkrankung.

Samstag, 18. Mai 2019

18. Mai 1919


Josef Kieninger wurde am 26. August 1914 eingezogen und kam am 21. Juli 1915 vom Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 121 zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 an die Westfront. Er erkrankte am 6. August 1918 und kam, nachdem sein Regiment Anfang September 1918 aufgelöst worden war, am 3. November 1918 vom Lazarett zum Füsilier-Regiment 122 in die Rückzugskämpfe in der Hermannstellung. Er geriet kurz nach seiner Rückkehr an die Front am 7. November 1918 in englische Gefangenschaft und verstarb am 18. Mai 1919 in einem englischen Lazarett an Lungenentzün-dung. 

Freitag, 17. Mai 2019

17. Mai 1919


Franz Berchtold war nur vier Monate an der Front. Am 20. Mai 1915 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 247 eingezogen, kam er am 8. Juni 1916 zum Regiment nach französisch Lothringen. Am 9. September 1916 in die Schlacht an der Somme geworfen, erlitt das Regiment bereits in den ersten Tagen schwerste Verluste im feindlichen Trommelfeuer. Auch Franz Berchtold wurde durch Schüsse in die Hüfte und den Bauch schwer verwundet. Er verstarb am 17. Mai 1919 an den Folgen seiner Verwundungen.

Donnerstag, 16. Mai 2019

16. Mai 1919


Emil Gramm wurde am 20. November 1918 zum I. Rekruten-Depot des Ersatz-Bataillons des Grenadier-Regiments 119 eingezogen. Bereits am 21. November 1918 wurde er mit Grippe lazarettkrank in die Leichtkranken-Abteilung des in der Wulle-Brauerei in Stuttgart eingerichteten Reserve-Lazaretts eingewiesen. Er verstarb eine Woche nach seinem 19. Geburtstag im Reserve-Lazarett I in Cannstatt.

Mittwoch, 15. Mai 2019

15. Mai 1915


Wilhelm Müller wurde am 31 Juli 1914 zu einer Reserveübung eingezogen und befand sich bei Kriegsausbruch bereits bei der Truppe. Er wurde am 6. August 1914 dem Reserve-Infanterie-Regiment 121 zugeteilt und zog mit diesem am 11. August 1914 ins Feld. Er nahm mit einer krankheitsbedingten Unterbrechung im Januar 1915 an allen Kämpfen des Regiments von der Vogesen bis zur Somme teil, bis er am 13. Juni 1915 bei Serre vermißt wurde. Wilhelm Müller war in französische Gefangenschaft geraten und verstarb dort am 15. Mai 1919, vermutlich an der Spanischen Grippe. 

Dienstag, 14. Mai 2019

14. Mai 1919


Christian Lederer rückte am 4. August 1914 als gedienter Reservist zum Infanterie-Regiment 180 ein und nahm mit diesem am Vormarsch über die Vogesen und an den Stellungskämpfen bei Thiepval teil. Am 15. Mai 1915 wurde er zur Neuaufstellung des Reserve-Infanterie-Regiments 122 zum bayerischen Infanterie-Regiment 25 versetzt. Am 25. September 1915 wurde das II. Bataillon des am 5. Juli 1915 neu aufgestellten Reserve-Infanterie-Regiments 122 bei einem französischen Angriff südlich Somme-Py beinahe vollständig aufgerieben. Auch Christian Lederer wurde vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten. Er wurde in der Gefangenschaft ein Opfer der Spanischen Grippe und verstarb im Mai 1919.

Sonntag, 12. Mai 2019

12. Mai 1919



Lander Hugo, Konditor, Sergeant, ledig, einziges Kind des Josef, Küfermeisters, wurde von Aalen, wo er in Stellung war, 8. 8. 14, 23. J. alt, nach Ulm zum I.-Reg. 123 eingezogen und kam, Gedienter, alsbald mit dem Regiment nach dem Westen. Dort stand er in der 4. Komp. u. a. im Maas- und Argonnengebiet in Kämpfen. Fußverwundet wurde er im September 14 nach Ulm überwiesen und war dann längere Zeit in Münsingen beim Ausbildungspersonal, wo er auch einen Offiziers-Stellvertreterkurs mitmachte. Vom Frühjahr 16 stand er vor Ypern und an der Somme. Wieder fußverwun-det wurde er im August 16 nach Alpirsbach, später nach Ulm überwiesen. Im I.-Reg. 120 kam er im April 17 wieder an die Front. In der Arrasschlacht 4. 5. 17 handver-wundet, kam er nach Berlin, später in das Heimatlazarett Mengen und wieder zum Ausbildungspersonal nach Ulm und Münsingen. Im Oktober 18 grippekrank, stellte sich bei ihm ein dauerhaftes Leiden ein. Nach seiner Entlassung im Dez. 18 war er meist dahier im Elternhaus, wo er 12. 5. 19 starb. V.-Abz.“

aus „Das Eiserne Buch der Stadt Mengen“, Mengen 1924

Freitag, 10. Mai 2019

10. Mai 1919


Gottlob Dürr wurde am 31. Mai 1915 zum 1. Rekruten-Depot des 2. Landsturm-Infanterie-Bataillons Stuttgart XIII/3. eingezogen. Er kam am 23. Juni 1916 als Nachersatz zum Infanterie-Regiment 120 an die Front. Er wurde am 1. Mai 1917 wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Gefreiten und am 17. August 1918 ebenfalls wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Unteroffizier befördert. Am 12. Oktober 1918 wurde er bei Crépion nördlich Verdun im Abwehrkampf gegen amerikanische Truppen durch ein Artil-lerie-Geschoß am linken Arm und rechten Bein schwer verwundet. Er sollte sich von seiner Verwundung nicht mehr erholen.

Donnerstag, 9. Mai 2019

9. Mai 1919


Albert Obenland erkrankte wohl Anfang 1919 im Operationsgebiet der freiwilligen Schutztruppe Bug in Kurland. Zu seinem militärischen Werdegang läßt sich nicht mehr viel feststellen: laut Württembergi-scher Verlustliste 260 wurde er 1915 bei der 6. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 246 leicht verwundet, ist aber in der dortigen Stammrolle nicht aufgeführt. Eine schwere Verwundung scheint er laut Württembergischer Verlustliste 575 im Jahre 1917 erlitten zu haben. Aus Geheimhaltungsgründen wurde hier die Einheitszugehörigkeit nicht aufgeführt, so daß sich auch der weitere militärische Werde-gang nicht feststellen läßt.

Mittwoch, 8. Mai 2019

8. Mai 1919


Karl Baur trat am 10. August 1917 beim Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 125 ein und kam am 25. Januar 1918 zur 5. Kompagnie des Feldregiments an die Front. Am 14. Juli 1918 erkrankte er an einer fieberhaften Erkältung und wurde bis zum Waffenstillstand im Lazarett gepflegt. Nach der Rückkehr nach Stuttgart meldete sich Karl Baur zu der für den Grenzschutz im Osten aufgestellten Württembergischen Freiwilligen-Abteilung Haas. Die Abteilung wurde Ende April 1919 zur Nieder-schlagung der sozialistischen Räterepublik in der bayerischen Hauptstadt München eingesetzt. Karl Baur fiel dort in den letzten Gefechten nach der Einnahme der Stadt.

Dienstag, 7. Mai 2019

7. Mai 1919


Karl Riethmüller wurde am 3. August 1914 zum Infanterie-Regiment 120 eingezogen und bereits in den ersten Kämpfen der Regiments am Kleinen Donon in den Vogesen verwundet. Am 27. August 1915 zu seinem Regiment zurückgekehrt, kämpfte er bis Mai 1916 im Westen, bis er am 3. Juni 1916 vor Ypern durch ein Artillerie-Geschoß verschüttet wurde. Als befristet garnisinsverwendungsfähig befunden, wurde Karl Riethmüller am 21. Juni 1916 zur Stabswachkompagnie des Generalkommandos XIII. kommandiert, bis er am 20. August 1918 auf Grund seiner schwachen Gesundheit zum Proviantamt des XIII. Armee-Korps versetzt wurde. Nach der Rückkehr in die Heimat verschlechterte sich seine körper-liche Verfassung weiter. Er wurde noch zum Ersatz-Bataillon seines Regiments versetzt, kam dann aber ins Lazarett, wo er am 7. Mai 1919 verstarb.

Samstag, 4. Mai 2019

4. Mai 1919


Paul Ehle wurde am 1. September 1916 als Landsturm-Rekrut zum 2. Landsturm-Rekruten Depot Asperg eingezogen. Am 3. November 1916 kam er zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 126 und am 12. März 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 27. (Württembergischen) Infanterie-Division ins Feld. Am 13. April 1917 dem Infanterie-Regiment 124 zugeteilt, wurde er bereits am 3. Mai 1917 bei Bullecourt durch ein Artillerie-Geschoß am Kopf verwundet. Am 4. Juni 1917 kehrte er zum Regiment zurück und erhielt am 12. Oktober 1917 in der Herbstschlacht in Flandern eine schwere Beinverwun-dung, wiederum durch ein Artillerie-Geschoß. Nach seiner Wiederherstellung kehrte Paul Ehle noch-mals am 2. April 1918 zu seinem Regiment zurück und wurde seit 22. August 1918 in den Kämpfen zwischen Ancre, Somme und Avre vermißt. Paul Ehle war in englische Gefangenschaft geraten und verstarb dort am 5. Mai 1919 im Hospital in Le Havre-Bléville. Die Todesursache ist nicht bekannt.

Freitag, 3. Mai 2019

3. Mai 1919


Wilhelm Schock wurde am 22. Januar 1917 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 247 eingezogen und am 1. Juni 1917 zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie/XIII. Armee-Korps zur Ausbildung am Maschinengewehr versetzt. Am 12. Juni 1917 wurde er auf Reklamation seines Vaters zum Betrieb der heimischen Landwirtschaft zurückgestellt. Am 12. November 1917 erneut zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompagnie nach Münsingen eingezogen, kam Wilhelm Schock am 26. Mai 1918 zum Infanterie-Regiment 180 als Nachersatz ins Feld. Bereits am 30. Juli 1918 erkrankte er an Darmkatarrh, wurde der Leichtkranken-Abteilung Nr. 609 überwiesen und kam nach Rückkehr in die Heimat ins Reserve-Lazarett II Sankt Loreto in Gmünd. Von dort wurde er, zwischenzeitlich an Lungentuberkulose erkrankt, am 25. Februar 1919 ins Reserve-Lazarett Wilhelmsheim nach Reichen-berg verlegt, in dem er am 3. Mai 1919 verstarb.

Donnerstag, 2. Mai 2019

2. Mai 1919



„Am 2. Mai mittags erfolgte gleichzeitig von allen Seiten der Einmarsch in die Stadt. Detachement Epp arbeitete sich unter heftigen Kämpfen langsam durch Giesing gegen die Isar vor. Detachement Seutter und Gräter durchschritten kämpfend Sendling und drangen in das Innere der Stadt ein. Detachement Bogendörfer nahm die Ausstellungs-hallen an der Theaterwiese in Besitz. Detachement Probstmeyer wurde von Augsburg mit der Bahn als Reserve des Gruppenkommandos nach dem Südbahnhof herange-zogen.
Das Vorgehen der Gruppe Friedeburg von Norden verzögerte sich im Kasernenviertel, so daß am Abend auch kein Anschluß mit ihr zu bekommen war. Das Gruppenkom-mando, das am 30. April nach Starnberg sich begeben hatte, rückte mit Detachement Gräter in München ein.
Der Widerstand, den die württembergischen Truppen fanden, war teilweise recht heftig. Geschickt sich der Eigenart des Straßenkampfes anpassend, brachten sie den einzelnen Widerstandsnestern gegenüber rasch Artillerie und Minenwerfer in Stellung und bra-chen damit schnell den Widerstand. Leider fand dabei bei schneidigem Vorfahren des Flakgeschützes des Detachements Gräter dessen Führer, Hauptmann Fritsch, mit meh-reren Leuten seiner tapferen Bedienung den Tod.“

aus: „Kriegstagbuch aus Schwaben“, Stuttgart 1919

Mittwoch, 1. Mai 2019

1. Mai 1919


Carl Rakowsky wurde am 19. Mai 1915 als ungedienter Landsturmpflichtiger zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 119 eingezogen. Nachdem er einige Zeit bei den Landsturm-Bataillonen Rottweil und Ellwangen im Wachdienst tätig war, kam er am 20. August 1917 an die Front zum Reserve-Infanterie-Regiment 248 direkt in die Abwehrschlacht vor Verdun. Er wurde bereits am 26. August 1917 bei Montfaucon durch ein Artillerie-Geschoß an der Hand verwundet und wurde nach Abschluß seiner Lazarett-Behandlung am 15. November 1917 zum Ersatz-Bataillon seines Regiments. Am 7. April 1918 wieder an der Front, schien es Carl Rakowsky bei seinen schwäbischen Kameraden nicht zu gefallen. Er entfernte sich am 6. August 1918 unerlaubt von der Truppe und geriet in englische Gefangenschaft, wo er am 1. Mai 1919 an Lungentuberkulose und allgemeiner Entkräftung verstarb.