Samstag, 17. August 2019

17. August 1919


Otto Rank trat am 8. November 1914 als Kriegsfreiwilliger beim Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 121 ein und kam am 6. Februar 1915 zum Regiment ins Feld. Bereits nach zwei Wochen an der Front wurde er am 20. Februar 1915 am Oberschenkel leicht verwundet und kam nach seiner Wiederherstellung am 21. Juni 1915 zum Ersatz-Bataillon zurück. Am 11. Juli 1915 stand er wieder im Feld, diesmal beim Reserve-Infanterie-Regiment 121 in den Stellungskämpfen bei Thiepval.
Am 9. Oktober 1915 wurde Otto Rank zum neu aufgestellten Württembergischen Gebirgs-Bataillon versetzt. In den Stellungskämpfen in den Vogesen geriet er am 10. September 1916 am Mättle beim Versuch, einen französischen Posten aus dem Graben zu ziehen, in französische Gefangenschaft. Er starb am 17. August 1919 nach einem Fluchtversuch.

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 494

Donnerstag, 15. August 2019

15. August 1919


Adolf Weller war nur sechs Tage bei seinem Regiment an der Front. Am 7. Mai 1918 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 eingezogen, kam er am 12. September 1918 zum Feld-Rekruten-Depot der 204. (Württembergischen) Infanterie-Division zur weiteren Ausbildung hinter der Front und am 12. Oktober 1918 zum Infanterie-Regiment 413 in die Kämpfe in der Hermannstellung. Adolf Weller wurde bereits am 17. Oktober 1918 östlich Saint Souplet vermißt und war in ameri-kanische Gefangenschaft geraten. Er verstarb am 15. August 1919 im Alter von 19 Jahren in einem amerikanischen Hospital in Tours, Frankreich.


Bilder: ICRC historical archives

Mittwoch, 14. August 2019

14. August 1919


August Jauß, lediger Mechaniker aus Merklingen, war bereits vor dem Kriege nach viermonatiger Dienstzeit im Februar 1914 als dienstunbrauchbar aus dem Militärdienst entlassen worden. Nach Kriegsaus-bruch am 15. November 1915 zum Landsturm-Rekruten-Depot 8 in Öhringen eingezogen, wurde er bereits am 22. Januar 1916 wieder zurückgestellt. Die nächste Einberufung erfolgte am 1. Mai 1916 zum Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon XIII/22, gefolgt von einer erneuten Zurückstellung am 13. Oktober 1916. Am 20. März 1918 wurde August Jauß nochmals zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 119 einberufen. Diesmal kam er am 14. Juli 1918 zunächst zum Feld-Rekruten-Depot der 26. Infanterie-Division und kurz darauf, am 25. Juli 1918 zum Grenadier-Regiment 119 an die Front.
August Jauß wurde am 25. Oktober 1918 bei Vesles vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten. Die Einträge in der Stammrolle enden hier. Laut Gefangenenkartei des XIII. (Württembergi-schen) Armee-Korps kehrte er im Mai 1919 als Austauschgefangener schwerkrank aus der Gefangen-schaft zurück. 

Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand M 590

Dienstag, 13. August 2019

13. August 1919


Paul Vogel, verheirateter Familienvater aus Stuttgart, wurde am 15. Januar1915 zum Ersatz-Bataillon des Fuß-Artillerie-Regiments Nr. 13 eingezogen. Er kam am 14. April 1915 zum Regiment ins Feld ins Oberelsaß und wurde als Fernsprecher beim Stab eingesetzt.
Paul Vogel erkrankte am 4. Juli 1916 an Hodentuberkulose und kam ins Lazarett nach Rufach. Am 11. Juli 1916 wurde er nach Neu Breisach ins dortige Lazarett und am 18. September 1916 ins Lazarett in Bad Dürrheim verlegt. Am 1. Februar 1917 beim Ersatz-Bataillon des Fuß-Artillerie-Regiments 13 zurück, wurde Paul Vogel bereits am 19. Februar 1917 ins Festungs-Lazarett Straßburg eingewiesen und von dort am 29. März 1917 bis zur Entlassung wegen Dienstunfähigkeit nach Stuttgart beurlaubt. Im Urlaub erneut erkrankt wurde er am 4. April 1917 im Lazarett Wilhelmsheim in Reichenberg bei Backnang aufgenommen, von wo er nach dreimonatigem Aufenthalt zur Kraftfahr-Ersatz-Abteilung 13 nach Untertürkheim entlassen wurde. 
Paul Vogel wurde am 23. Oktober 1917 von der ärztlichen Bemusterungskommission als im Zivilberuf arbeitsfähig eingestuft. Ob er seine Tätigkeit als Mechaniker wieder aufgenommen hat, ist nicht bekannt. Er verstarb am 13. August 1919 im Garnisons-Lazarett in Stuttgart.

Montag, 12. August 2019

12. August 1919


Josef Rupp, lediger Bauernsohn aus Kottspiel wurde am 5. November 1915 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 127 eingezogen. Er kam am 18. Juli 1916 zum Rekruten-Depot der 26. Reserve-Division ins Feld hinter die Front und wurde am 29. August 1916 der 11. Kompagnie des Infanterie-Regiments 180 zugeteilt. Bereits einen Monat später, am 26. September 1916, wurde er bei Thiepval als vermißt gemeldet. Josef Rupp war in englische Gefangenschaft geraten. Schwer herzkrank wurde er als einer der ersten deutschen Kriegsgefangenen am 6. Mai 1919 aus der Gefangenschaft entlassen und ins Kreiskrankenhaus Dessau eingeliefert. Dort verstarb er am 12. August 1919 vormittags um 5.55 Uhr im Alter von 22 Jahren.

Donnerstag, 8. August 2019

8. August 1919


Der Bauernsohn Wilhelm Hausch wurde am 21. November 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 122 eingezogen. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 8. August 1917 zum Feld-Rekruten-Depot der 54. (Württembergischen) Reserve-Division hinter die Front und wurde am 20. August 1917 der 5. Kompagnie des Reserve-Infanterie-Regiments 246 zugeteilt. Wilhelm Hausch kämpfte ein Jahr mit seinem Regiment an der gesamten nördlichen Westfront, bis er am 22. August 1918 bei Méaulte vermißt wurde. Einen Tag später kam sein Regiment in Ruhe und wurde schließlich am 5. September 1918 aufgelöst und als Ersatz auf andere Regimenter verteilt. 
Wilhelm Hausch selbst war in englische Gefangenschaft geraten. Er verstarb ein knappes Jahr später im Alter von 20 Jahren im 24. General Hospital in France in Etaples „infolge Rippfellentzündung mit Erguß“.

Montag, 5. August 2019

5. August 1919


Karl Kircher wurde am 24. August 1915 als ungedienter Landsturmmann zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 123 eingezogen. Nach der infanteristischen Ausbildung wurde er am 1. Februar 1916 zur 51. Infanterie-Brigade in die Gegend von Reginiéville versetzt und dort unter Berück-sichtigung seines fortgeschrittenen Alters dem Wachkommando zugeteilt. Vom 14. Mai 1916 bis zum 3. Juni 1916 kämpfte er in den Reihen der 6. Kompagnie des Ersatz-Infanterie-Regiments 51 in den Stel-lungskämpfen zwischen Maas und Mosel, kam aber bereits nach drei Wochen infolge eingeschränkter gesundheitlicher Verwendungsfähigkeit zum Wach-Kommando des Württembergischen Bataillons beim Rekruten-Depot der 8. Ersatz-Division und am 29. September 1916 zum Armee-Fernsprech-Park 4 der Armee-Abteilung Strantz.
Am 13. April 1917 wurde Karl Kircher zur Ausbildung zum Tegraphisten in die Heimat zur Nachrich-ten-Ersatz-Abteilung 13 versetzt und kam nach erfolgter Ausbildung am 25. Juli 1917 zurück an die Westfont zur Armee-Fernsprech-Abteilung 4 in die Stellungskämpfe in Flandern und die sich ab Mitte 1918 anschließenden Abwehr- und Rückzugskämpfe.
Wieder in der Heimat, wurde Karl Kircher am 1. Dezember 1918 aus dem Heeresdienst entlassen. Mit dem Dank des Vaterlandes in Form von 50 Mark Entlassungsgeld, 15 Mark Marschgeld, einem Tuch-anzug, einem Paar Schuhe und einem Mantel versehen, kehrte er, nachdem er seine Arbeitsstelle als Maler in Vogt kriegsbedingt verloren hatte, in seine Geburtsstadt Öhringen zurück, wo er an den Folgen der Strapazen des Krieges erkrankte und schließlich am 5. August 1919 in einem Lazarett in Stuttgart verstarb.