Montag, 2. Mai 2022

2. Mai 1922

 


Am 18. November 1916 durchbrachen britische Einheiten bei einem Nachbarregiment des Reserve-Infanterie-Regiments 120 die deutschen Linien und kamen in den Rücken des I. Bataillons. Nach dem Angriff wurden rund 300 Mann des Bataillons vermißt, der Großteil war in Gefangenschaft geraten. 

Mathäus Schwertle, lediger Sattler aus Justingen bei Münsingen kam am 8. Januar 1915 als ungedienter Landsturmrekrut zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 123. Am 9. September 1915 wurde er zu landwirtschaftlichen Arbeiten im elterlichen Betrieb in Ingstetten bei Münsingen beurlaubt. Die erneute Einberufung erfolgte am 21. November 1915 zum Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 124. Von dort wurde er am 15. März 1916 zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 120 versetzt. Nach erneutem Ernteurlaub ab 21. August 1916 kehrte er am 16. Oktober 1916 zum Ersatz-Bataillon zurück und wurde kurz darauf, am 5. November 1916, zum Feld-Regiment an die Somme entsandt. Zwei Wochen später gehörte er zu den Angehörigen des I. Bataillons, deren Schicksal nach der Umgehung durch die Briten nicht mehr geklärt werden konnte. Er wurde am 2. Mai 1922 vom Amtsgericht Münsingen gerichtlich für tot erklärt.

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