Johannes Köberle Hafner und Ofensetzer in Eßlingen am Neckar und Familienvater von drei Kindern hatte in den Jahren 1901 bis 1903 beim Infanterie-Regiment 169 gedient, hatte an zwei Reserveübungen teilgenommen und wurde als gedienter Landwehrmann bei Mobilmachung am 6. Januar 1914 zum Landwehr-Infanterie-Regiment 122 eingezogen. Das Regiment rückte unmittelbar nach Aufstellung nach Lothringen aus und verblieb während der der gesamten Zugehörigkeit von Johannes Köberle dort und im Raum nördlich Verdun.
Am 31. Januar 1917 Kam Johannes Köberle krankheitshalber ins Lazarett. Er wurde am 12. März 1917 der Genesenden Kompagnie im Ersatz-Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments 122 zugeteilt und kam von dort am 4. Juni 1917 zum Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon 23./XIII. Am 18. Juni 1917 wurde er zur kriegswichtigen Arbeitsleistung entlassen.
Am 21. November 1917 wieder eingezogen zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 246 zog Köberle am 14. Juni 1917 zum Infanterie-Regiment 127, da in Stellungskämpfen vor Reims lag, ins Feld. Mit diesem Regiment nahm er an den Kämpfer vor Reims und Verdun, an der Frühjahrsoffensive in Frankreich und den Rückzugskämpfen vor der Antwerpen–Maas-Stellung teil.
Nach dem Waffenstillstand folgte die Räumung des besetzten Gebietes und der Rückmarsch zu Fuß bis in den Raum Vogelsberg in Hessen. Köberle wurde als älterer Jahrgang vor dem Heimtransport des Regiments aus dem Versammlungsbereich am 15. Dezember 1918 in die Heimat entlassen. Er erholte sich nicht mehr von den Strapazen des Krieges und verstarb am 8. Januar 1926 im Krankenhaus in Cannstatt.
