Eugen Bolay, zu Kriegsbeginn in Stuttgart als Maler tätig, wurde am 21. September 1914 zu II. Ersatz-Abteilung der Feld-Artillerie-Regiments Nr. 65 zur Ausbildung eingezogen. Nach abgeschlossener Ausbildung rückte er am 7. März 1915 zum aktiven Regiment ins Feld an die Ostfront nach Galizien. Dort erkrankte er am 28. Juli 1915 erstmals. Er wurde in Görz im Lazarett behandelt und hielt sich anschließend zur vollständigen Genesung bei den II. Ersatz-Abteilungen der Feld-Artillerie-Regimenter 65 und 13 auf. Am 27. September 1915 kehrte er rechtzeitig zum Beginn des Serbien-Feldzuges zu seinem Regiment zurück.
Das Feldartillerie-Regiment Nr. 65 wurde nach Abschluß des Serbien-Feldzuges Ende November 1915 nach Belgien verlegt und nahm dort ab Ende Dezember 1915 an den Kämpfen vor Ypern teil. Eugen Bolay erkrankte am 6. Juni 1916 in Flandern erneut. Nach Behandlungen in Lazaretten in Forbach, Saarbrücken und zuletzt im Vereins-Lazarett in Überruh bei Wangen im Allgäu kam er Mitte Oktober 1916 wieder zur II. Ersatz-Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 13.
Zum letzten mal zog Eugen Bolay am 20. März 1917 zum Reserve-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 26 ins Feld. Mit diesem wurde er bei Saint Quentin, Arras. französisch Flandern und im Artois eingesetzt, bevor er am 16. Juli 1917 im Heimaturlaub erneut erkrankte; seine Krankheit hatte sich bereits bei seiner letzten Erkrankung als Lungenleiden herausgestellt.
Eugen Bolay kehrte nicht mehr zur aktiven Truppe zurück. Er wurde als Kriegsrentenempfänger aus dem Heeresdienst entlassen und verstarb am 25. Januar 1926 in Stuttgart an den Folgen seiner Lungen-krankheit.

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