Samstag, 15. Februar 2020

15. Februar 1920


Hugo Brösamle meldete sich mit 18 Jahren am 21. November 1914 freiwillig beim Grenadier-Regiment 119. Er wurde dem dortigen Ersatz-Bataillon zur Ausbildung zugeteilt und kam am 25. Juni 1915 zum neu aufgestellten Reserve-Infanterie-Regiment 122 an die Front. Er nahm zunächst mit seinem Regiment an den Stellungskämpfen an der Schwarzen Lauter südlich Châtau-Salins teil. Im September 1915 in die Champagne verlegt, wurde Hugo Brosämle am 25. September 1915 in der Herbstschlacht in der Cham-pagne bei Somme-Py vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten.
In der Zitadelle von Blaye an der Gironde-Mündung gefangen gehalten, schöpfte wohl auch Hugo Brösamle Hoffnung auf baldige Heimkehr, als die deutschen Kriegsgefangenen im Januar 1919 mit Zügen Richtung Nordosten abtransportiert wurden. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Die Kriegsge-fangenen hatten noch ein Jahr unter harten Bedingungen Aufräumungs- und Wiederherstellungsarbeiten im ehemaligen Kampfgebiet abzuleisten.
Hugo Brösamle erreichte am 9. Februar 1920 das Durchgangslager Münsingen. Die Entlassung aus dem Heeresdienst erlebte er nicht mehr. Er verstarb am 15. Februar 1920 im Reserve-Lazarett Münsingen.

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