Freitag, 8. Januar 2021

8. Januar 1921

 


Johannes Gengenbach, zweifacher Familienvater und Wagner in Stuttgart, wurde am 16. Juli 1915 als ungedienter Landsturmrekrut zum Ersatz-Bataillon des Reserve-Infanterie-Regiments 119 eingezogen. Nach der infanteristischen Grundausbildung kam er am 19. Oktober 1915 zum Reserve-Infanterie-Regiment 122 in die Stellungskämpfe nördlich Reims. Nach einer Erkrankung an fieberhaftem Bronchialkatarrh im Februar 1916 kehrte er am 24. Juli 1916 zum Regiment an die Westfront zurück. 
Seit dem 15. Oktober 1916 wurde Johannes Gengenbach bei Génermont vermißt und war in französische Gefangenschaft geraten, die er in Lagern bei Orléans und Tours zubrachte. Anfang Januar 1919 wurden die deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich nach Nord- und Norostfrankreich verlegt und dort in den ehemaligen Kampfgebieten zu Aufräumungsarbeiten eingesetzt. Trotz der Rückfüh-rungs-ereinbarungen im Versailler Vertrag wurden sie bis Anfang Januar 1920 dort zurückbehalten.
Johannes Gengenbach kehrte am 22. Januar 1920 über das Durchgangslager Meschede in die Heimat zurück. Er verstarb am 8. Januar 1921 an den Folgen der Strapazen von Krieg und Kriegsgefangen-schaft,

Karteikarte des Roten Kreuzes (Bild: grandguerre.icrc.org)


Karteikarte der Auskunftsstelle des Württembergischen Kriegsministeriums
Bild: Hauptstaatarchiv Stuttgart, Bestand M 590

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