Freitag, 5. September 2014

5. September 1914


„Wiederum hatte das Genkdo. des XIV. R.K. für 5. die Fortsetzung des Angriffs befohlen, diesmal mit Nachdruck auf dem linken Flügel des Korps Eberhardt, der bis zur Linie St. Léonard–Fraize vordringen sollte. Demgemäß wurde der 52. Brigade Befehl gegeben, sich in den Besitz des le Haut Jacques zu setzen und zwar durch Vorgehen gegen den Rücken des im Bois de la Madeleine dem Res.Rgt. 99 gegenüberstehenden Feindes. Die 51. Brigade erhielt Befehl, mit ihrer Artillerie in den Kampf des Korps Eberhardt einzugreifen. Die von der 52. Brigade angeordneten Maßnahmen führten heute zu einem durchschlagenden Erfolg. Der dem Res.Rgt. 99 bei Roches de Lanche gegenüberliegende Feind, im Rücken von 2 Kompanien des II./Res. 120 Hauptmann Todtenberg bedroht, wich auf La Croix Idoux aus. Res.Rgt. 99 ging von Norden, III./Res. 120 (Major von Zeppelin) von Süden gegen den Waldkopf nördlich Rougiville vor´, auf dem der Feind sich verschanzt hatte. Um 1 Uhr nachm. war dieser, um 6 Uhr abends der Haut Jacques in deutschem Besitz. In diesem Kampf hatte auch das III./Res. 119, das den Waldrand nördlich Rougiville, vordere Linie an der Straße nach le Haut Jacques besetzte, eingegriffen, währen das I. und II./Res. 119 den Waldrand östlich der Straße Rougiville–Taintrux erreichten. Dagegen war es trotz wiederholter Befehle der Division immer noch nicht gelungen, den Paß Cense de Grand Rupt dauernd in die Hand zu bekommen. Dort hielten noch französische Streifen. Das I./Res. 120, das auf die Waldkuppe 632 südwestlich Rougiville vorgedrungen war, wurde dort von allen Seiten angegriffen und kam in schwierige Lage. Auf Befehl des Brigadekommandeurs wurde es in der Nacht nach les Moitressses zurückgezogen, ebendahin das II./Res. 120.“


aus: „Die 26. (Württembergische) Reserve-Division im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1939 


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