Dienstag, 28. Mai 2019

28. Mai 1919


Josef Gerbis kam als Reservist am 2. Mobilmachungstag zum Reserve-Infanterie-Regiment 119 und zog mit diesem ins Feld. Am 29. November 1914 wurde er zur neu aufgestellten 2. Radfahrer-Kompagnie kommandiert und am 14. April 1915 endgültig dorthin versetzt. Nachdem er über vier Jahre hinweg an sämtlichen Gefechten der Kompagnie zwischen Nordfrankreich und der Insel Ösel unbeschadet teilgenommen hatte, wurde er am 8. Oktober 1918 bei Brancourt vermißt und war in amerikanische Gefangenschaft geraten. 

Bild: Hauptstaatsarich Stuttgart, Bestand M 497

Protokollarische Vernehmung beim Schultheißenamt Neckarweihingen.
Es erscheint Adolf Blank, wohnhaft daselbst und giebt an: Gerbis ist tot. Wir waren in St. Nazaire beschäftigt, ich im Hafen u. er in einem Sägewerk. Er kam zwischen die Puffer zweier Eisenbahnwagen, wodurch ihm der Brustkorb eingedrückt wurde. Nach ungefähr 3 Stunden war er tot. Er wurde auf dem amerik. Kirchhof begraben; ich selbst war zugegen. gez. Adolf Blank“

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