Donnerstag, 23. Oktober 2014

23. Oktober 1914


„An Verpflegung war kein Mangel, war doch allerorts verlassenes Vieh mit leichter Mühe zu erhalten. Und die Verpfleger sorgten für die Gulaschkanone. Selbst ein Tröpfchen Wein fand sich hin und wieder in tiefem Keller, und nicht selten wurden köstliche Flaschen, sachgemäß in der Miste versteckt, aufgespürt.  Nichts entging den findigen Kanonieren, die mit Späherblick und Wünschelrute in Gestalt von Hacke und Mistgabel alles durchforschten. Die Pferde blieben in geschickt angelegten, gut geschützten Stallungen dicht hinter den Batterien, bzw. in Grandcourt, Thiepval und Pozières. Allerdings fiel da und dort ein Pferd Streuschüssen zum Opfer. Besonders die Lage der 6. Batterie in Thiepval selbst, fast unmittelbar in der vordersten Linie, war stark gefährdet; manch braver Fahrer fiel dort mit seinem Pferd.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 26 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1929

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