Dienstag, 10. Februar 2015

10. Februar 1915


„Die feindliche Stellung lag uns nahe gegenüber und wurde sappenartig immer näher an unsere Linien herangetragen. Die feindliche Artillerie war der unsrigen an Zahl und Kalibern wesentlich überlegen. Ihr oft wechselnder Standort wurde schwer erkannt. Das Eisenbahngeschütz, das auf der Kleinbahn Albert – Mésnil – Martinsart – Auchonvillers – Mailly – Doullens hin und her gefahren wurde, machte sich durch steten Wechsel auf das unangenehmste bemerkbar und belegte zeitweise auch unser Stabsquartier Miraumont mit einigen Lagen, was wenig erfreulich war, da wir über keinerlei brauchbare Unterstände verfügten und Verluste des Div.-Stabes eintraten. Wir antworteten durch Streufeuer in die französischen Stabsquartiere und nach Albert, dessen Kathedrale Notre Dame de Brebières mit dem Turm dem Feinde immer noch gute Beobachtungsmöglichkeit gab.“

aus: „Die 26. (Württembergische) Reserve-Division im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1939

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