Samstag, 11. Februar 2017

11. Februar 1917


„Vom 9. Februar ab sah man an allen Straßenkreuzungen, bei allen Brunnen in den Dörfern, auch an den großen Gebäuden, namentlich im Innern der Kirche Pioniere mit einigen Armierungssoldaten geheimnisvolle Arbeiten ausführen. So wurde gegraben, miniert, gebohrt und gemeißelt und wenn man sie fragte, was sie da machen, so wurde nur mit einem nichtssagenden Achselzucken geantwortet. Kenner der Verhältnisse wußten aber, daß es sich um Vorbereitung umfangreicher Zerstörungsarbeiten handelte, denn mit dem 9. Februar war man in die sogenannte „Albrerich-Zeit“ eingetreten, die etwa 35 Tage dauern sollte und in welcher der ganze von uns besetzte Landstrich von Arras bis Laôn  nach rückwärts bis zur Siegfriedstellung vorbereitet werden mußte. Mit dieser Zurückverlegung sollte die Front abgekürzt und dadurch stärker und mit weniger Kräften gut verteidigungsfähig gemacht werden.“


aus: „Das 10. Württ. Infanterie-Regiment Nr. 180 in der Somme-Schlacht 1916“, Stuttgart 1917

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