Montag, 19. September 2016

19. September 1916


Aktiver Unteroffizier Wilhelm Kemnitz.
XIII. Armeek., 27. Div., Grenadier-Regt. 123, 1. Masch.-Gew.-Komp.
gefallen 18. September 1916.
Wilhelm Kemnitz ist in Zeitz (Sachsen) geboren am 4. Februar 1891. Eltern: Lackierer Wilhelm Kemnitz und Juliane Luise, geborene Lenke. Er erlernte die Maschinen-schlosserei und arbeitete in diesem Beruf bis zum Eintritt ins Militär 1912, Infanterie-Regiment 124, 10. Kompagnie, wo er kapitulierte. Am 2. August 1914 zog er mit dem Regiment auf den westlichen Kriegsschauplatz und wurde schon am 22. gleichen Monats schwer verwundet – Lungen-, Hüften- und Beinschuß. Im Lazarett in Bleid fand er Heilung und kam dann zurück in die Heimatgarnison. Nach 1½-jährgem Garnisons-dienst rückte er wieder an die Front ab, Mitte August 1916. Als er am Nachmittag des 19. September 1916 in vorderster Linie von seinem Dienst als Gewehrführer ausruhte, traf eine feindliche Granate den Stolleneingang und tötete ihn , 4.45 Uhr. Er wurde bestattet im Sammelfriedhof Houthem-West, Grab Nr. 80.
W. Kemnitz war seit 25. Februar 1915 verehelicht mit Paula Miller von Knollengraben bei Ravensburg. Er hinterläßt eine Witwe und 2 Kinder. In der amtlichen Mitteilung an die Gattin schreibt Kompagnieführer Bechtle u. a.: „Die Kompagnie verliert in Ihrem Mann einen pflichtgetreuen, tapferen Unteroffizier, der in unseren Reihen eine schwere Lücke hinterläßt. In der kurzen Zeit seiner Verwendung in der Kompagnie habe ich ihn persönlich  schätzen gelernt und hatte gehofft, ihn demnächst mit dem Eisernen Kreuz schmücken zu können. Er ist in Erfüllung seiner Soldatenpflicht als tapferer, deutscher Mann gestorben.“ Hohes Lob spendet dem Helden auch sein Kamerad, Vizefeldwebel Wörner.“


aus: „Schwäbische Helden Weingarten (in Wttbg.) im Weltkrieg“, Stuttgart 1920

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