Sonntag, 25. September 2016

25. September 1916


„Das Feuer schwerer und schwerster Kaliber verstärkte sich am 25. September in hohem Maße und hielt auch in der Nacht vom 25./26. September in fast unverminderter Stärke an. Unsere bisher so wertvollen Artillerie-Beobachtungsstellen auf Feste Staufen mußten geräumt werden.
Außer der gesteigerten Artillerietätigkeit wies auch auf einen nahe bevorstehenden Angriff hin die angestrengte Schanztätigkeit, welche die gegnerische Infanterie im Hasen-Graben, oberen Mesnilweg und Wundtwerk an den Tag legte. In der Nacht vom 23./24. September war ein neuer Graben entstanden von der Einmündung des Oberen Mesnilwegs in die Königstraße bis zum Zwölfer-Graben. In den folgenden Nächten vom 24./25. und vom 25./26. September schuf der Gegner eine Verbindung zwischen dem westlichen Ende das Hasen-Grabens und der alten englischen Stellung.
Die Telephonverbindung zum Stützpunkt Thiepval war schon mehrere Tage vor Beginn des Angriffs unterbrochen; die unausgesetzten Versuche, die eingegrabenen Kabel wieder in Stand zu setzen oder durch Neulegung von Hochleitungen Verbindung zu schaffen, scheiterten an der ununterbrochenen Beschießung von Thiepval und der rückwärtigen Gräben mit allen Kalibern. Die Verbindung mit Feste Schwaben und Staufen konnte unter rücksichtslosem Einsatz zahlreicher Störungstrupps immer wieder, wenn auch nur auf die Dauer von Minuten, hergestellt werden. Vom 26. September ab ist die Läuferkette nahezu das einzige Verkehrsmittel zwischen dem Regiment und dem Bataillon.“


aus: „Das 10. Württ. Infanterie-Regiment Nr. 180 in der Somme-Schlacht 1916“, Stuttgart 1917

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