Sonntag, 29. November 2015

29. November 1915


„Der Division standen 7 Krankenautos zur Verfügung, bei Bedarf wurden sie um 4–6 Wagen der Etappen-Sanitätskolonne verstärkt. Es handelte sich damals schon beim Ver-wundetentransport um Strecken, die nur der Kraftwagen bewältigen konnte. Senuc bis Thenorgues bezw. Buzancy 14–16 km. Von den Truppenverbandplätzen bis Bahnhof oder Feldlazarett 5 in Senuc mußte ein Verwundeter durchschnittlich über 15 km transportiert werden, bis in die hinteren Feldlazarette 30 km. Im Bewegungskrieg betru-gen die Entfernungen von der Front bis zu den Feldlazaretten etwa 7–12 km.
Der Transport auf der Förderbahn und Argonnenbahn war schonend und rasch. Die Rollwagen der ersteren wurden durch ein Gestell mit eingelegten alten Autofedern, auf das die Krankentrage gestellt wurde, verbessert. Die kleinen Wagen wurden meist von Krankenträgern der Sanitätskompagnie von den Sanitätsunterständen (Truppenverband-plätzen) zum Hauptverbandplatz geschoben. Auf die Verwundetenwagen der Argonnen-bahn wurden die Krankenwagen der Sanitätskompagnie nach Abnahme des Räderge-stells aufmontiert und so Platz für 4 liegende oder 8 sitzende Verwundete geschaffen. Auch diese Einrichtung bewährte sich ausgezeichnet.“


aus: „Das Sanitätswesen im Weltkrieg 1914–18“, Stuttgart 1924

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