Freitag, 14. September 2018

14. September 1918



„Am 13. September, 2 Uhr vormittags, traf beim Regiment der Divisionsbefehl ein, der von 6 Uhr vormittags ab die Alarmbereitschaft für sämtliche Teile der Division anord-nete. Von der Front der Gruppe war zwar ziemlich heftiges Artilleriefeuer zu hören, der erwartete Großangriff erfolgte jedoch nicht. Die Alarmbereitschaft wurde daher um 10 Uhr vormittags wieder aufgehoben. Die Division übernahm nun die beiden nördlichen Regimentsabschnitte der 32. Inf.-Division (Abschnitt Havel Nord und Havel Mitte). In diese rückten am Abend die Regimenter 123 und 124 ein. Um den Feuerschutz der Artillerie lückenlos zu erhalten, löste das Regiment zunächst nicht die im neuen Divisi-onsabschnitt stehende Artillerie der 32. Inf.-Division ab, sondern wurde auf den ganzen Divisionsabschnitt verteilt eingesetzt. Am folgenden Tag, dem 14. September, wurde mit Bestimmtheit mit Beginn der Offensive gerechnet. In den Schluchten hinter dem Fort Douaumont sollten 300 Tanks bereitstehen. 5.30 Uhr vormittags sollte das Trom-melfeuer beginnen, so lauteten die übereinstimmenden Aussagen von Gefangenen. Die II. Abteilung stand mit Rücksicht auf die Lage von 6.30 Uhr vormittags bespannt zum Eingreifen bereit bei Loison. Wiederum erfolgte kein Angriff. Die 27. Inf.-Division übernahm mit dem heutigen Tage das Kommando über die Infanterie der Division. Die gesamte Artillerie in den Abschnitten der beiden Divisionen blieb zunächst dem Artilleriekommandeur der beiden Divisionen unterstellt. Regimentsstab, Stab II./13 und 5. Batterie bezogen heute Unterkunft in Loison, die 6. Batterie im Priesterlager südwest-lich Loison. Durch einen feindlichen Fliegerangriff auf Loison hatten beide Batterien Verluste zu beklagen.“

aus: „Das Württembergische Feldartillerie-Regiment König Karl (1. Württ,) Nr. 13 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart, 1928

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