Freitag, 21. November 2014

21. November 1914




„Das Bataillon war zuerst der 43. Inf.-Brigade, nachher den Etappenkommandanturen Longwy und Longuyon unterstellt. 2 Stunden Patrouillengang, 4 Stunden Pause, dann wieder hinaus und dies in fortwährendem Wechsel bei Tag und Nacht, bei Sonnenglut und Wintersturm – so gestaltete sich der strenge Bahnschutzdienst der ersten Zeit; an Kunstbauten standen besondere Posten. Dazu war dieser Dienst nicht ungefährlich. Bei den Patrouillengängen mußte zumeist auf dem Geleise gegangen werden. Immer wieder kam es vor, daß einzelne Landsturmmänner, wenn etwa zwei Züge sich begegneten, überfahren wurden, und schließlich war es auch kein Vergnügen, zu jeder Jahreszeit Wind und Wetter über sich ergehen zu lassen. Die Unterbringung in den Bahnwärterhäuschen und Baracken war fürs erste recht feldmäßig, bis das Batailloin selber den Bau solider Baracken inn die Hand nahm, und die Verpflegung war zeitweise knapp, fast ungenügend.“

aus: „Landsturm vor! Der mobile württembergische Landsturm im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1929

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