Mittwoch, 5. November 2014

5. November 1914

 

„Nach Ablösung durch die 11. Landwehr-Brigade und Füs.-Reg. 122 wurde das I. Bataillon am 4. November abends, das II. am 6. zur Verstärkung von 122 erneut eingesetzt und auf das bastionartig nach allen Seiten befestigte hochgelegene Gehöft „In de Kruistraat“ an der Kreuzung der Wege Messines–Lindenhoek und Wytschaete–Wulverghem eingesetzt. Die am Morgen des 5. November in Form eines Handstreichs versuchte Wegnahme des Gehöfts scheiterte an dem starken M.-G.-Feuer aus demselben. Erst als die Artillerie sich auf das Gehöft, vor dem die Kompagnien auf Sturmentfernung lagen, im Lauf des Tages eingeschossen und gewirkt hatte, konnte der Sturm der Kompagnien und vom Füs.-Reg. 122 unternommen werden.

Mit sinkender Sonne, die freilich manchem der wackeren Stürmer zum letztenmal schien, war das beherrschende Gehöft mit den anstoßenden Stellungen einschließlich der ebenfalls wichtigen Spanbrokmühle, einer in Trümmer liegenden Windmühle, genommen, eine größere Anzahl Gefangener gemacht und mit diesem Geländegewinn ein weiterer guter Schritt auf den Kemmel zu getan.“

aus: „Das Infanterie-Regiment „Alt Württemberg“ (3. Württ.) Nr. 121  im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921

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