Freitag, 17. Juli 2015

17. Juli 1915


„Am 17. Juli vormittags überschritten das I. Bataillon (ohne 1. Kompagnie), das III. Bataillon und die M.-G.-K. den tief eingeschnittenen Oshitz auf einer von Pionieren geschlagenen Notbrücke bei Leng. Ein am östlichen Ufer frisch ausgeworfener Russen-graben war leer.
Nach entsetzlichen Regentagen war endlich wieder sonniges Wetter eingetreten. Frisch und flott ging der Vormarsch ohne besondere Störungen von Leng aus in südlicher Richtung weiter. Da wurde dem kampflosen Vordringen abermals Einhalt geboten Die Russen hatten den scharf hervortretenden, von einer kleinen weißen Kapelle gekrönten Höhenzug Gory Kschishewszkija besetzt und sich in dessen dunklen Wäldern in kleinen Gruppen eingenistet, die auch von der Artillerie schwer zu fassen waren. Die zum Angriff auf Gory Kschishewszkija angesetzten Grenadiere kamen bis zum Abend an den Fuß des Hügels heran, vermochten ihn aber nicht zu ersteigen. Es wurden daher für den 18. Juli eingehende Vorbereitungen für einen umfassenden Angriff von Süden her getroffen, sie gelangten aber nicht zur Durchführung, weil der Russe es vorzog, die Höhe während der Nacht zu räumen.“


aus: „Das Infanterie-Regiment „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württ.) Nr. 125 im Weltkrieg 1914–1918“ׅ, Stuttgart 1923

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