Samstag, 4. Juli 2015

4. Juli 1915


„Auch der Juli brachte viel Unruhe. Die Engländer griffen beim XXXIII. Reservekorps an, wobei sie zuerst einige Gräben nahmen. Die Schießerei griff dann auf alle Abschnitte über. Auch in den nächsten Tagen griffen die Engländer wiederholt an. Dadurch geht das Artilleriefeuer Tag für Tag weiter. Eine starke Nervosität machte sich allmählich überall bemerkbar. Wir konnten es wohl verstehen, daß die Infanterie nun einmal genug hatte. Aber wir waren zu unserem größten Bedauern nicht in der Lage, es ihr immer recht zu machen. Vor allem der feindlichen, weit abstehenden Artillerie konnten wir nicht verbieten zu schießen. Und wenn die feindliche Artillerie einmal nicht schoß, dann kamen sicher die feindlichen Flieger und ärgerten alle Leute durch Abwerfen von Bomben.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 54 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1929

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