Mittwoch, 11. Juli 2018

11. Juli 1918



„Am 21. Juni kam das ganze R. 120 in eine Stellung an den Feind, bei Vignemont, auf den rechten Flügel der Division. Deutsche und Franzosen arbeiteten hier eifrig an ihren recht mangelhaften Schützengräben. Posten- und Patrouillenschießereien waren an der Tagesordnung, auch gab die feindliche Artillerie viel Streufeuer ab. Infolge dieser Verhältnisse stieg der tägliche Verlust auf durchschnittlich 5 Mann. das schon erwähnte 5 Tage-Fieber nahm überdies zu. Größere Unternehmungen aber fanden in der ganzen Zeit von fast 3 Wochen, bis zum 9. Juli, nicht statt.
An diesem Tag jedoch, 4.15 vrm., setzte schlagartig feindliches Trommelfeuer ein in breiter Front. Der Feind griff alsdann mit Tanks und nachfolgender Infanterie die rechte Nebendivision an. Das Ruhebataillon des R. 120 wurde marschbereit gemacht, kam aber nicht zur Verwendung. Irgend ein Angriff gegen das Regiment selbst erfolgte nicht.“

aus: „Das Württembergische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1920

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