Samstag, 28. Juli 2018

28. Juli 1918



„Als der Morgen des 28. Juli graute, hatten sich die Schwachen Kompagnien gegen Erd- und Fliegerbeobachtung gut gedeckt, einige hundert Meter südlich Cramaille – Cramoiselle eingegraben. Diese Linie erhielt den Namen „Eisenstellung“ und sollte als Hauptwiderstandslinie gehalten werden. Nördlich Cramaille durch den Wald von Arcy wurde die Artillerieschutzstellung gelegt.
Die beiden Kampfbataillone besetzten die Hauptwiderstandslinie und das bis zur Höhe 138 reichende Vorfeld mit je zwei Kompagnien, je eine Kompagnie war nördlich Cramaille an den äußeren Flügeln des Regimentsabschnitts, je eine in der Artillerie-schutzstellung, in letzterer auch die 2. M.-G.-K. Sch.-A. 40; II. Bataillon bei Rugny, Regimentsgefechtsstand bei Branges, Gefechtstroß in Tannières.
Das Loslösen vom Feind war in mustergültiger Weise geschehen. Wie seinerzeit beim Rückzug von der Somme, hatten auch hier lange am Feind verbleibende Offizierpatrou-illen die alte Besetzung vorzutäuschen. Am 28. Juli betrommelte der Gegner die von uns geräumte Stellung auf und an der Butte Chalmont, führte einen gewaltigen Lufthieb aus und fühlte dann nach und nach an unsere neue Kampflinie heran.“

aus: „Das Infanterie-Regiment „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württ.) Nr. 125 im Weltkrieg 1914–1918“ׅ, Stuttgart 1923

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