Donnerstag, 26. Juli 2018

26. Juli 1918



„Der Feind war auf der ganzen Front gegen die Ourcq im Vorgehen, die Unsrigen im Abbauen. In drei Kampfgruppen eingeteilt, traten zum Regiment als Gruppe III noch die 3./F.-A. 29, II./Fuß.-A. 5, ein Zug 1./Pion. 13, eine Kavalleriepatrouille 2./Ulan. 19. Die am Gegner befindliche 45. Res.-Res.-Div. und 33. Div. bedürfen, da gänzlich abge-kämpft, der Ablösung; dementsprechend führen die nächsten Tage das Regiment in den Gefechtsraum nördlich Saponay, wo es mit den zugeteilten Formationen zunächst zum Gegenstoß bei weiterem Zurückdrängen der Kampffront bereitgestellt wird und am Abend den Gefechtsabschnitt allein zu übernehmen hat. Bei der glänzenden Sicht aus dem Fesselballon wurden die Bewegungen des Regiments vorzeitig beobachtet und alle Anmarschwege unter starkes Feuer genommen, wodurch bei der Bereitstellung leichte Verluste eintreten. Sämtliche Übergänge über die Ourcq werden zur Sprengung vorbe-reitet, gleichzeitig rücken das II. und III. Bataillon in den befohlenen Abschnitt bei Saponay, I. Bataillon mit schweren M.-G. nach der Tiefe gegliedert. Bei strömendem Regen, stockdunkler Nacht, nimmt die Aufstellung der Bataillone viel Arbeit und Zeit in Anspruch, doch sie glückt trotz der starken Beschießung bis zum Morgen des 27. Juli.“

aus: „Das Infanterie-Regiment „Alt Württemberg“ (3. Württ.) Nr. 121 im Weltkrieg 1914–1918“ׅ, Stuttgart 1921

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