Samstag, 28. März 2015

28. März 1915


„Wir lagen in unserer vordersten Linie etwas höher als die Russen, hatten daher einen guten Überblick nach dem Feinde zu. Kleine Ortschaften im Vorgelände, von denen allerdings nur noch Überreste (die Schornsteine zusammengefallener Hütten) stehen geblieben waren, dienten uns zur Orientierung, bei klarem Wetter sah man im Hintergrunde die Kirchen und einzelne rote Dächer von Przasnysz. Zwischen Punkt 148 und Kijewicze sprang eine kleine Bergnase vor, die nach und nach zu einem Erdwerk mit guter flankierender Wirkung ausgebaut wurde.

Die Erdaufwürfe des Feindes waren uns auf etwa 800–1000 m gegenüber, nur an der Süd- und Ostseite des Erdwerks traten die feindlichen Gräben näher an unsere heran.

Die Schwäche der tiefer liegenden feindlichen Stellungen lag im Mangel an günstigen Artilleriebeobachtungsstellen. Dessenungeachtet störte uns die russische Artillerie dauernd mehr als die Infanterie.“



aus: „Das Infanterie-Regiment „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württ.) Nr. 125 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1923

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