Sonntag, 14. Juni 2015

14. Juni 1915


„In der Nacht vom 13./14. Juni erfolgte wieder ein starker russischer Angriff gegen 5., 8. und 2. Kompagnie; er gelangte bis in unsere Gräben, aber die Russen hatten die Widerstandskraft der Württemberger unterschätzt, mit schweren Verlusten wurde der Gegner – vornehmlich durch Maschinengewehrfeuer aus nächster Entfernung und Flankenfeuer der 2./119 – zurückgeworfen.
Am 14. nachmittags setzte schweres Artilleriefeuer von für russische Verhältnisse ungewöhnlicher Stärke und Feuervereinigung ein. Zahlreiche Volltreffer in den Schützen- und Laufgräben, die jedoch nicht viel Schaden anrichteten, da sie hauptsächlich in der rechten Hälfte der geräumten bisherigen Hauptstellung saßen.
Hauptmann Schall warf mit der 2. Kompagnie den noch vor ihrer Front ein Grabenstück besetzt haltenden Feind zurück und ermöglichte dadurch die Besitznahme einer vorliegenden Bergnase.
Abends wird Major Schwab durch Schrapnellschuß am Fuße verwundet; die Führung des I. Bataillons übernimmt nunmehr Hauptmann Frhr. v. Seutter (G.).“



aus: „Das Grenadier-Regiment „Königin Olga“ (1. Württ.) Nr. 119 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart, 1927

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