Montag, 29. Juni 2015

29. Juni 1915


„Am 29. Juni wurde zweimal der Angriff gegen die feindlichen Stellungen mit aller Tatkraft versucht. Er scheiterte aber sowohl vormittags als nachmittags, weil die Vorbereitung durch die Artillerie in keiner Weise ausreichte. Die Kompagnien des Regiments vermochten sich zwar näher an den Feind heranzuarbeiten, erlitten jedoch hierbei so schwere Verluste, daß die Stoßkraft des Angriffs 500 Meter vor den russischen Stellungen erlahmen mußte. Als der Abend kam, lagen die vordersten Linien der Füsiliere in dem sumpfigen Bachtal, wo ein tiefes Eingraben unmöglich war, in äußerst ungünstiger Stellung dem noch immer in seinen sicheren Gräben und Stütz-punkten ungeschwächten Feind gegenüber, der jeden Sturmversuch mit seinen Maschi-nengewehren im Keim erstickte.“


aus: „Das Füsilier-Regiment Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn (4. württ.) Nr. 122 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921

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