Montag, 14. September 2015

14. September 1915


„Am 13. September wurde bekannt, daß General Joffre und der französische Kriegs-minister sich in St. Menehould befänden, daraufhin wurden die rückwärtigen Verbin-dungen der Franzosen von uns stark beschossen, auch 2 30,5 cm-Küstenmörser beteiligten sich hieran, der Gegner antwortete lebhaft. Auch sonst nahm das Feuer auf die Stellungen zu. Besonders die sogenannten Torpedominen belästigten unsere Leute stark. In der Stellung war genügende schußsichere Unterkunft vorhanden, unter der Harazée-Schneuse führte ein Tunnel gedeckt zum Gren.-Regt. 123. In der zweiten Linie wurde seit 17. August an einer besonderen Anlage, „der Veste Kronprinz“ gebaut. Als Rückhalt und zur schußsicheren Unterkunft einer Kompagnie als Reserve gedacht, war hier ein Bau im Entstehen, an dem sich jeder Angriff brechen mußte. Die Räume waren betoniert und für Argonnenverhältnisse so bequem als möglich eingerichtet, elektrische Beleuchtung war vorhanden. Die ganze Anlage hatte Oberst Haas persönlich erkundet und entworfen.“


aus: „Das Infanterie-Regiment „König Wilhelm I“ (6. Württ.) Nr. 124 im Weltkrieg 1914–1918ׅ, Stuttgart 1921

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