Samstag, 19. September 2015

19. September 1915


„Während die ersten beiden Tage nach Beziehen der Stellung ohne Zwischenfälle verliefen, brachten die darauf folgenden Tage bereits eine wesentliche Veränderung. Die feindliche Artillerie entfaltete eine ziemlich rege Tätigkeit. Nacheinander schossen sich die feindlichen Batterien, vielfach durch Fliegerbeobachtung unterstützt, auf den linken Regimentsabschnitt südlich der Bahn Roulers – Ypern ein. Von Tag zu Tag steigerte sich die feindliche Artillerietätigkeit; vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein, teils mit größeren, teils mit kleineren Pausen, folgten die Artilleriefeuerüberfälle einander. Von der leichten Feldgranate bis zu den schwersten Kalibern hagelten die Geschosse auf die Stellung nieder. In den niederen Gräben und mangelhaften Unterständen, die fast nur gegen Splitterwirkung Deckung boten, hatten unsere Leute gegenüber einer solchen Beschießung einen schweren Stand.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 248 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1924

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