Montag, 12. Juni 2017

12. Juni 1917


„Ende Mai wurden die Russen wieder sehr lebhaft, wir hörten häufiges Singen und Lärmen. Sie schienen auch Freudenfeuer anzufachen, denn fast täglich konnten wir Blockhausbrände beobachten. Das Schießen blieb normal, dagegen nahm es im Juni wieder beträchtlich zu. Russische Flieger zeigten sich sehr häufig und warfen Bomben auf unsere Feldbahnhöfe, hauptsächlich auf den Feldbahnknotenpunkt Swataja Wolja. Am 11. Juni beschoß die russische Artillerie den Schäferhof (II. Batl.), das Sachsenlager und die Stellung am Brückenkopf (40 Granaten, 136 Schrapnells), außerdem schlugen noch 52 Minen auf den Brückenkopf und Umgebung. Am 12. und 13. wurde das Artilleriefeuer in größerer Stärke fortgesetzt. Von Mitte Mai ab war die Schnakenplage wieder entsetzlich. An schwülen Tagen war es zeitweise bei den Arbeiten in den Sümpfen und beim Postenstehen kaum auszuhalten. Der Juni blieb unruhig.“


aus: „Das 1. Württ. Landsturm-Infanterie.-Regiment Nr. 13 im Weltkrieg 1915–1918“, Stuttgart 1920

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