Sonntag, 18. Juni 2017

18. Juni 1917


„Die Kompagnie ist vom Württ. (9.) Minenwerfer-Ersatzbataillon in Feldstetten am 20. April 1917 aufgestellt worden, wurde am 26. Mai 1917 mobil, rückte am 29. Mai 1917 unter Oberleutnant d. R. Scheerbarth als Führer ins Feld und kam am 1. Juni über Saarbrücken, Montmédy, Charleville, Rethel, in Neuflize a. d. Retourne an. Sie wurde dort der 54. (Württ.) Res.-Division unterstellt, im Waldlager Stückhausen (nördlich Somme-Py) untergebracht und im Abschnitt der Division am 10. Juni eingesetzt. Die dort vorhandenen Minenwerferstände wurden, soweit Werfer eingebaut waren, besetzt, neue Stände angelegt und das Feuer gegen die feindliche Stellung aufgenommen. Die eigenen Minenwerferstände trugen Städtenamen wie Magdeburg, Mainz, München, Stuttgart, Reutlingen usw. Gegnerisches Feuer und eigene Frühkrepierer brachten Wiederherstellungsarbeiten. Besondere Unternehmungen: „Johanniskäfer“ am 24. Juni, ein Gasschießen am 7. Juli, die Vorarbeiten zur „Sommerernte“ verursachten viel Arbeit. Verluste durch feindliches Feuer und infolge von Unglücksfällen blieben leider auch nicht aus. Bei den Vorbereitungen zu „Johannisfeuer“ verunglückten am 18. Juni 3 Mann tödlich (Gefr. Bertsch, Pion. Schaller und Buschle), bei den Rettungsarbeiten erkrankten 3 Unteroffiziere und 1 Pionier an Gasvergiftung.“

aus: „Das Württembergische Pionier-Bataillon Nr. 13 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1927


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