Montag, 16. Oktober 2017

16. Oktober 1917


„Die Lage des Kampfbataillons war äußerst ungünstig. Es bestand dauernd die Gefahr, daß der Franzose durch Angriffe von Samogneux und aus der Hindenburgschlucht heraus die ganze Trichterstellung von West und Ost her aufrollte, ehe wirksame Unter-stützungen durch die Samogneux-Schlucht von rückwärts herangeeilt sein konnten. Hinter dem Kampfbataillon lagen die andern beiden Bataillone (I. und II.) flügelweise als Bereitschaftsbataillone in und bei der sogenannten Hagenstellung, die nördlich des Dorfes Haumont quer durch den regimentsabschnitt verlief. Sie waren also etwa 2 Kilometer vom Kampfbataillon entfernt. Ihre Unterbringung war mangelhaft. Stollen gab es nur wenige. Ein großer Teil der Mannschaften lag in Zelten und Fuchslöchern. Nur in der Schwaben- und Bayernschlucht waren einige Stollen und splittersichere Unterstände vorhanden, die aber gleichzeitig auch von Batteriebesatzungen benutzt wurden.“


aus: „Das Füsilier-Regiment Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn (4. württ.) Nr. 122 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921

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