Dienstag, 31. Oktober 2017

31. Oktober 1917


„Wenigen Tagen Ruhe, die durch abwechselnden Sicherheitsdienst in der Flandern-stellung unterbrochen wurden, folgte am 29. Oktober der dritte Einsatz in die Flandernschlacht. Es fehlte an zuverlässigen Divisionen und so sah sich die Oberste Heeresleitung gezwungen, die nie versagenden Württemberger aufs neue in die Schlacht zu werden. Das Regiment übernahm vom Gren.-Reg. 123 die alte Stellung, die um 400 Meter nach rechts verlängert war. Das Gelände war durch die Beschießung und den Regen fast ungangbar geworden. Zerschossene Bäume lagen kreuz und quer und mach-ten das Gehen selbst bei Tag gefahrvoll. Die Nächte wurden immer dunkler. Wer in einen der großen mit Wasser gefüllten Trichter, die die schweren Granaten aus dem Bodengerissen hatten, fiel, war verloren, wenn ihm Kameraden nicht zu Hilfe kamen, Unter Artilleriefeuer von wechselnder Stärke vergingen die Tage. Etwas Ruhe brachte deutsches Gasschießen.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 119 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1920

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