Donnerstag, 19. Oktober 2017

19. Oktober 1917


„Auch am 18. Oktober wurden die Batterien und Beobachtungsstellen vielfach mit Gas beschossen, wodurch bei 2. und 3./49 Erkrankungen entstanden. Der Hochstand der 2./49 wurde durch Treffer umgelegt; bei dem Versuch einer Ausbesserung fielen zwei Pioniere. Die rechte Gruppe, welche Stab I./49 übernehmen wollte in einem zerschos-senen Schloß 500 m südöstlich des Dorfes Houthulst, wurde umgebildet, nach links verschoben und am 21. Oktober mit einem neuen Gefechtsstand nahe bei Stadenreke vom stab II./49 übernommen.
Die dadurch freigewordenen Batterien der I./49 und die 6./49 wurden am 19. Oktober wie folgt eingesetzt: die 1. und 3./49 bei der aus dem Gebiet der linken Nachbardivision in den eigenen Abschnitt wirkenden Flankierungsgruppe unter dem Kommando des Stabes I./49 mit dem Gefechtsstand in einem Hause 1 km südlich Staden. Die sehr weit abliegende Stellung der 3./49 befand sich in und an einem Gehöft nordwestlich Westroosebeke, die der 1./49 noch um 300 m weiter südwestlich in Hecken aufgestellt. Zu dieser Flankierungsgruppe gehörten noch drei schwere Batterien. An Beobachtungs-stellen besetzten unsere beiden Batterien einen der zahlreichen Hochstände auf dem hervorragende Fernsicht bietenden Höhenkamm zwischen Westroosebeke und Staden-berg und eine vorgeschobene in einem Trichterfelde südlich Schaap-Balie. Die 2./49, deren Stellung an der Melaenestraße unmöglich geworden war, wurde geteilt und mit einem Zug in Lauerstellung eingesetzt auf dem Bahnhof von Vijfwege. Er sollte dort das Vordringen des entlang der Bahn vorbrechenden Gegners verhindern. Bei ihm fiel noch der Gefr. Magg; Leutnant d. R. Schlenker wurde leicht verwundet. In Tätigkeit trat der Zug nicht. Der andere Zug kam als Stoßzug in Alarmquartier bei dem Gehöft Hoogeschur. Die 6./49 wurde bei Untergruppe links eingesetzt und bezog eine Stellung in einem Waldstück 1 km südlich Stadenberg.“



aus: „Das 3. Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

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