Dienstag, 17. Oktober 2017

17. Oktober 1917


„Der 17. Oktober brachte besonders starke Beschießung unserer Batterien, welche den Verlust vieler treuer Kameraden kostete. Bei 1./49 fielen Unteroffizier Mattheiß* und die Kanoniere Henle, Haug und Jetter; verwundet wurden die Kanoniere Weidenauer und Kracht. Die 2./49 erhielt mehrere Volltreffer, wovon einer einen Geschützstand traf, ein anderer einen Munitionsstapel mit Gelbkreuzmunition. Unteroffizier Vatter und Kanonier Mager starben dabei den Heldentod und beim Ausräumen der verwüsteten Stellung wurden drei Unteroffiziere und zwei Mann mehr oder weniger schwer gasvergiftet. Diese Erkrankungen, die sich in Rötung und Blasenbildung der Haut, Entzündung und Reizung der Bindehaut und der Schleimhäute der Luftwege äußerten, kamen häufig erst nach mehreren Stunden oder gar nach Tagen zum Ausdruck. Bei 6./49, wo schon am 16. Oktober die Kanoniere Schupp und Weiß gefallen waren, fiel Unteroffizier Bopp* auf Beobachtungsstelle, bei 4./49 Kanonier Glaser, der bei einer heftigen Beschießung, während derer die Bedienung auf Befehl für kurze Zeit die Stellung räumte, allein auf Leuchtkugelposten treu ausgehalten hatte. Bei 7./49 war schon am 15. Kanonier Schöttle schwer verwundet worden, am 17. fiel Sanitäts-unteroffizier Riether und Kanonier Schuß wurde schwer verwundet. Bei 8./49 war am ersten Tag des Einsatzes Unteroffizier Hepperle gefallen. Bei den beiden letzteren Batterien wurden am 17. die Protzenlager beschossen, wobei einige Leute leicht verwundet wurden.“

aus: „Das 3. Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

* Unteroffizier Matheis und Unteroffizier Popp

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