Samstag, 7. Oktober 2017

7. Oktober 1917


„Beinah katastrophal wird die Lage, als im Oktober der Herbstregen einsetzt und die Stellung in einen tiefen Sumpf verwandelt. Der gefürchtete Dreck von Verdun breitet sich wieder in unerträglichem Maße aus. Die Granattrichter füllen sich mit Wasser, ebenso zum größten Teil die Gräben und die Stollen, in denen das nasse Element derart unaufhaltsam vordringt, daß die meisten geräumt werden müssen, und die Leute nun erst recht den Unbilden der Witterung ausgesetzt sind. Ein Lichtblick ist da: die Verpfle-gung ist hier gottlob besser als vor Tahure. Durch die Einwirkung des Wassers und der Kälte werden wieder sehr viele Leute krank, überaus viele bekommen Darmerkrank-ungen, Ruhr, die zum Teil sogar tödlich verläuft.“


aus: „Ehrenbuch des württembergischen Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 248“, Stuttgart 1932

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