Samstag, 10. Februar 2018

10. Februar 1918


Eugen Lude befand sich seit dem 3. Dezember 1917 wegen einer Brechdurchfall-Erkrankung in Lazarett-Behandlung, zuletzt im Kriegs-Lazarett in Oudenaarde. Dort wurde er am 5. Februar 1918 „durch Zertrümmerung des Schädels mit rechtsseitiger Lähmung durch feindlichen Fliegerbomben-Splitter“ schwer verwundet.

„Schwer wie nie zuvor hatten alle im hinteren Gruppebereich liegenden Sanitätsein-richtungen – auch die durch riesengroße aufgemalte Genfer Kreuze gekennzeichneten Feldlazarette – unter Fliegerbomben zu leiden. Keine Nacht verging ohne zahlreiche Bombenabwürfe auf alle Unterkünfte, welche die weittragenden Geschütze nicht mehr erreichen konnten. Auf die großen Zentren und Knotenpunkte, wie Roulers, Lichter-velde, wurden fast jede Nacht dutzende von Bomben schwersten Kalibers geworfen, die große Verluste an Menschenleben und ungeheuren Gebäudeschaden verursachten.“


aus: „Das Sanitätswesen im Weltkrieg 1914–18“, Stuttgart 1924

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