Mittwoch, 7. Februar 2018

7. Februar 1918


„Die schwierigen Geländeverhältnisse der Bergstellungen, der unregelmäßige Verlauf der beiderseitigen Linienführung, die in erster Linie wieder durch die Geländegestaltung bedingt war, brachten es mit sich, daß die Aufklärung im Vorgelände und die Erkundung der feindlichen Stellung nur von Mannschaften ausgeführt werden konnte, die mitein-ander eingespielt, im Bergsteigen geübt und mit dem Gelände wohlvertraut waren. Das „Niemandsland“ zwischen den beiden Stellungen, an manchen Stellen nur 20 Meter, an vielen Stellen bis zu 1000 Meter breit, bewaldet und zerklüftet, bildete allnächtlich den Tummelplatz unternehmungslustiger Streifpatrouillen. Je toller die Frühjahrsstürme in der Nacht Schnee und Regen vor sich herpeitschten, desto günstiger war die Stunde zur Aufklärung. Tage-, oft wochenlang setzten hier die Besten des Regiments in den Stun-den vor und nach Mitternacht als Freiwillige Leben und Gesundheit ein.“


aus: „Mit den Olga-Dragonern im Weltkrieg“ Stuttgart, 1920

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