Sonntag, 18. Februar 2018

18. Februar 1918


„Die Ruhestaffel hielt bei Hooglede Übungen ab. Es wurden nicht nur in kleineren Verbänden alle Einzelheiten der großen Angriffsschlacht vorgeübt, sondern auch die nicht eingesetzten Teile in großen Massen, bis zu 3 Divisionen, zu diesem Zweck bei Lichtervelde zusammengezogen. Für die Ausbildung der Offiziere in derselben Hinsicht fanden mehrere Kriegsspiele statt. Alles dies war sehr dazu angetan, die Blicke und Gedanken auf die kommende deutsche Offensive zu lenken. Doch ging nebenbei das Gerücht, die 204. Division würde nicht an derselben teilnehmen.
Verluste hatte das Regiment im Februar 1918 nur ganz geringe. Die Witterung war fortgesetzt kühl, zeitweise Regen, aber kein Frost. So blieb auch der Krankenstand in mäßigen Grenzen. Doch lag häufig sehr dichter Nebel – in Flandern ist dies ja im Winterhalbjahr bis weit in das Frühjahr hinein an der Tagesordnung – und durch diesen Nebel war eine vermehrte Aufmerksamkeit von Posten und Patrouillen erforderlich. Anderseits erleichterte der Nebel aber den Verkehr, überhaupt den Aufenthalt außerhalb der nassen Schützengräben und Löcher.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1920

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