Donnerstag, 15. Februar 2018

15. Februar 1918


„Auch bei den Kompagnien wurden aufs eifrigste Übungen in Handgranatenkämpfen an den Übungswerken abgehalten. Bei einer solchen Übung blieb der brave, tapfere Leut-nant Pfeiffer, Kompagnieführer der 4. Kompagnie, im Graben mit einer Handgranate hängen, die Handgranate entzündete sich und platzte. Leutnant Pfeiffer und zwei Mann wurden schwer, zwei Mann leicht verletzt. Leutnant Pfeiffer erlag nach harten, schweren Leidenstagen seiner schweren Verwundung im Lazarett zu Wyndale als ein Opfer treuer Pflichterfüllung, betrauert von allen im Regiment, die ihn kannten, besonders von seiner 4. Kompagnie und seinem Bruder, der auch im Regiment stand. Solche Unglücksfälle konnten nicht ganz vermieden werden, sollten die Übungen dem wirklichen Ernstge-fecht mit seinen Gefahren angepaßt werden. Sie gehörten zum Kriege. Auch waren diese Opfer nicht umsonst. Sie schärften die Aufmerksamkeit und Pünktlichkeit in Ausführung der Handgriffe und trugen so nicht wenig zur Erhöhung der Kriegstüch-tigkeit bei.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 248 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1924

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