Dienstag, 6. Februar 2018

6. Februar 1918


„Die Ausbesserung der Zerstörungen in der Stellung, die nicht nur durch feindliche Beschießung, sondern fast mehr noch durch die Witterung verursacht wurden, erforderte viele Arbeit. Die weite Ausdehnung der Stellung nahm hierzu alle Kräfte voll in Anspruch. Auch machten die neuesten Erfahrungen in Großkämpfen es notwendig, die Zwischenfelder, d. h. die zwischen den vordersten und rückwärtigen Stellungen liegen-den Gebiete immer mehr für den Kampf auszubauen. Die Zahl der Maschinengewehre mußte vermehrt, Anklammerungspunkte für Infanterieteile gebaut werden. Das meist klare Wetter und die dadurch bedingte gute Beobachtung machte die Ausführung dieser Bauten sehr schwierig; denn sie konnten ja nur von Nutzen sein, wenn sie der Kenntnis des Gegners entzogen blieben. Durch zuweil einsetzendes Tauwetter wurden die Gräben zutiefst verschmutzt; sie immer wieder zu säubern und gangbar zu halten, war eine der täglich notendigen Arbeiten.“


aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 475 im Weltkrieg“, Stuttgart 1921

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